Glaubwürdigkeit der Politik
In der Debatte um den BND und die NSA geht es nicht mehr nur um Aufklärung, sondern um politisches Handeln. Bisher konnte man das bekanntlich vermeiden.
In der Debatte um den BND und die NSA geht es nicht mehr nur um Aufklärung, sondern um politisches Handeln. Bisher konnte man das bekanntlich vermeiden.
Vor 70 Jahren kapitulierte Nazi-Deutschland, der Krieg war zu Ende. Müssen wir Russland immer noch dafür dankbar sein?
Anne Wills Sendung über die BND-Affäre beschäftigte sich viel mit Lug und Trug, kam aber Wahrheit und Wirklichkeit dann doch noch erstaunlich nahe. Das will beim Thema Spionage in Deutschland einiges heißen.
Ludwig Erhards Versprechen vom Wohlstand für alle zählt nichts mehr, zeigte sich gestern Abend bei Anne Will. Umso wichtiger endlich darüber zu diskutieren, wie wir mit dem Reichtum in diesem Land umgehen wollen.
„Protektorat“ und „bedingungslose Kapitulation“ – in der Sendung von Anne Will bewegen sich einige Gäste auf rhetorischen Abwegen, als sie kontrovers über Hilfen für Griechenland diskutieren.
Mit dem Ersten sieht man mittwochs mehr: Erst DFB-Pokal, dann eine Runde zum Thema Hass und Fußball und schließlich: Anne Will in Hochform. Bei ihr wird über Wladimir Putin endlich mal Tacheles geredet.
In der Beziehung zwischen Griechen und Euro-Partnern herrscht mehr Frust als Lust. Kann man sich überhaupt noch vertrauen, fragte Anne Will ihre Gäste. Aber zuerst muss sie klären: Wer knebelt hier eigentlich wen?
Im Schatten von Minsk diskutierten auch Anne Will und ihre Gäste über die Ukraine-Krise. Das Gespräch zeigte, was in dem Konflikt bisher schief gelaufen ist: Russlands Interessen dürfen nicht länger ignoriert werden.
Der neue griechische Finanzminister will seinem deutschen Kollegen Schäuble einen Schuldenschnitt schmackhaft machen. Bei „Anne Will“ werden wir schon vorher in die Geheimnisse der europäischen Krise eingeweiht.
Nicht erst seit den Pegida-Protesten drängt das Thema Flüchtlinge. Die Sendung von Anne Will zeigt, wie der politische Diskurs kaum noch etwas mit der Lebenswelt der Menschen zu tun hat. Bis einem der Kragen platzt.
Am Freitag wählt der Thüringer Landtag den Ministerpräsidenten. Mutmaßlich wird dies mit Bodo Ramelow erstmals ein Mann der Linkspartei sein. Das tatsächliche Wissen über die DDR-Vergangenheit wird bei „Anne Will“ zur eigentlichen Trennlinie unter den Talkgästen.
Der Kriminelle ist ein Einserkandidat. Der frühere Schläger geht auf seine Frau los: In der Talkshow von Anne Will liefern die Gäste eine kleine Täterpsychologie. Doch haben Richter vielleicht zu viel Geduld mit den Tätern?
Bei der Steuer hört der Spaß auf. Anne Will versteigt sich zu der Frage „Ist Luxemburg ein Unrechtsstaat?“ Da verliert selbst der „wahnsinnig charmante“ Außenminister des Steuerparadieses die Fassung.
Es geht schon wieder um Rot-Rot-Grün, wieder um Thüringen und wieder um den „Unrechtsstaat“ – dieses Mal bei Anne Will. Interessant ist das dennoch. Sogar ein ungeschickt vorgetragener Gedanke Edmund Stoibers führt zu neuen Einsichten.
Wer ist nicht genervt von den Streiks der Lokführer und Piloten? Wahrscheinlich die Busfahrer. Man sollte einmal über deren Arbeitsbedingungen reden.
Anne Will beschäftigte sich in ihrer Sendung mit dem Film „Die Auserwählten“. Es ging um sexuellen Missbrauch, aber letztlich um eine Frage: Wann beginnt eigentlich die Vergangenheit?
Immerhin die offiziellen Gesandten Russlands und der Ukraine in Deutschland fanden den Weg ins Talkshow-Studio. Würden Anne Will & Co. ihnen Überraschendes zum Absturz in der Ostukraine entlocken können?
Das deutsch-amerikanische Verhältnis ist nach der Spionage-Affäre schwer belastet. Bei Anne Will wurde nicht ein versöhnliches Wort gesprochen, aber viel Arroganz zur Schau gestellt.
Ist Christian Wulff ein Opfer von Medien und Justiz? So zumindest sieht sich der frühere Bundespräsident selbst. Anne Will scheiterte, eine entsprechende Debatte über Respekt und Charakterjournalismus zu ermöglichen.
Das Thema Uli Hoeneß schien erst einmal durch zu sein. Aber irgendeine Talkrunde kriegt man damit wohl immer zusammen. Und sei es nur, um möglichst oft das Wort „Knast“ zu sagen.
Anne Wills Gesprächsrunde zum transatlantischen Freihandelsabkommen produziert traute Einigkeit unter Gegnern, aber keine neuen Argumente. Und ein deutscher Manager wollte nicht den bösen Amerikaner geben.
Bei Anne Will sollte es um Geiseln, Terror und die Kriegsgefahr in der Ukraine gehen. Aber dann regten sich doch alle lieber über Gerhard Schröder und seinen Freund Putin auf.
Ist Russland Kriegstreiber oder doch Lösungssucher? In der Sendung von Anne Will weigert sich der Luxemburgische Außenminister, Putin einen „Kriegstreiber“ zu nennen. Er könne das nicht, weil er nicht das Glück habe, Journalist zu sein.
Die Große Koalition macht ein bisschen Sozialpolitik. In diesem Land ist man das gar nicht mehr gewöhnt. Schon sorgt man sich bei Anne Will darüber, ob der Sozialstaat aus dem Ruder läuft.
In der Sendung von Anne Will über die Krim-Krise prallen die Linie der Bundesregierung und die Sichtweise der Russlandversteher hart aufeinander. Für den Historiker Baring hingegen ist die gesamte Ukraine verloren.
Auf der südukrainischen Halbinsel hat Putin das Machtspiel längst gewonnen, glauben die Gäste bei Anne Will. Aber wie reagieren? Wandel durch Annäherung, rufen die einen, Sanktionen, fordern die anderen.
Ob der Westen machtlos sei, fragte Anne Will nach Putins Einnahme der Krim. Wahrscheinlich ist aber doch die Blindheit das Problem.
„Im Visier der Staatsanwälte - Wie gerecht ist der Wulff-Prozess?“, fragte Anne Will in ihrer Sendung, bevor am Donnerstag das Urteil gesprochen wird. Tatsächlich wäre „Im Visier der Öffentlichkeit“ der bessere Titel gewesen.
Bei Anne Will wurde die Schwäche der Politik im Umgang mit dem Fall Edathy deutlich. Das könnte Folgen haben.
Die Schweiz, ihre Ausländer und Europa sind auch Thema in der Sendung von Anne Will. Doch ihre Runde produziert mehr Gesinnung als politische Klarheit. Keiner weiß, wie es weiter geht.
Bei Anne Will sollte über Erdogans Berliner Wahlkampfauftritt diskutiert werden. Doch die Sendung geriet zu einem Streifzug durch deutsch-türkische Befindlichkeiten.
Vier Juristen und Harry Wörz, der Mann, der unschuldig im Gefängnis saß: Bei Anne Will bleiben viele Fragen offen. Eine nicht: Recht ist nicht unbedingt Gerechtigkeit.
Anne Will begann erst kurz vor Mitternacht. Fußball ist dann doch wichtiger als der Papst. Aber das Aufbleiben lohnte sich. Auch wegen Oskar Lafontaine.
Viel war schon gesagt zum Koalitionsvertrag, aber noch nicht von jedem. Als die Wortführer im Bett lagen, trat bei Anne Will die zweite Garde an - und überraschte mit parteiübergreifendem Vertrauen auf Wolfgang Schäuble.
Es sollte vermutlich originell sein, in der ARD-Themenwoche „Zum Glück“ das Thema Sterben aufzugreifen. Wer lange genug aushielt, erfuhr in Anne Wills Talkrunde, wie schnell das Originelle ins Übliche abrutschen kann.
Anne Will lud zum Maut-Gipfel. Der Verkehrsminister gab den Kämpfer für die Interessen des deutschen Autofahrers. Aber selbst der ADAC hält seine Pläne für unausgegoren.