„Die Infektionslage entscheidet“
Anne Will wollte eine Bilanz nach einem Jahr Corona-Pandemie ziehen. Da hätte man ein heftiges Pro und Kontra erwarten dürfen. Das aber blieb aus. Es kennzeichnet die Lage.
Anne Will wollte eine Bilanz nach einem Jahr Corona-Pandemie ziehen. Da hätte man ein heftiges Pro und Kontra erwarten dürfen. Das aber blieb aus. Es kennzeichnet die Lage.
Anne Will kam mit ihrer Talkshow früher als geplant aus der Weihnachtspause. Dafür gab es einen guten Grund: Ihre Gäste sorgen sich nach neun Monaten Kampf gegen Corona um die Akzeptanz der Bürger. Der Lockdown zerrt an den Nerven.
Bis zum 10. Januar verordnet die Politik Deutschland eine weitere Auszeit. Sie sollte diese Tage zum Nachdenken nutzen. Bei Anne Will debattierten die Gäste schon einmal über den neuen Pandemie-Kurs – und künftige Strategien.
Was kann Deutschland im Kampf gegen die Pandemie von Ländern in Asien lernen? Darüber diskutierten die Gäste in der Talkshow von Anne Will. Die Antwort: So manches, eines aber besser nicht.
Der lange dominierende Neoliberalismus hat längst abgewirtschaftet. An seine Stelle soll neuerdings ein Staat treten, der den Bürgern vorschreibt, wie sie zu leben haben.
Donald Trump will kein Verlierer sein und sieht erst recht wie einer aus. Bei Anne Will bezeichnet man ihn als „kindisch, bockig und launisch“. Ob aber die Demokraten die Sieger der kommenden Jahren sein werden, ist keineswegs sicher.
Der Staat versucht, die Pandemie zu bekämpfen – und die Bürger tun so, als würden sie sich an die Regeln halten. Angesichts steigender Infektionszahlen gab es eine Sondersendung von Anne Will. Was Symbolik betraf, ließ sie keine Wünsche offen.
In ganz Europa steigen die Corona-Infektionszahlen wieder. Das ist schlimm. Genauso wie die im Ansatz erstickte Diskussion im Studio von Anne Will. Da helfen weder Kubicki noch Scholz.
Wer die gegenwärtige Misere der Talkshows im öffentlich-rechtlichen Fernsehen erleben wollte, bekam bei Anne Will einen bemerkenswerten Anschauungsunterricht. Eine Debatte fand nicht statt, stattdessen gab es ein Poesiealbum von Allgemeinplätzen.
Ist Europas Flüchtlingspolitik vor vier Tagen im Feuer von Moria verbrannt? Nein, denn es gibt sie gar nicht. Die Ausführungen bei Anne Will offenbaren, woran die Debatte grundsätzlich krankt.
Die Gäste von Anne Will bemühten sich, die Folgen des Mordanschlags auf Aleksej Nawalnyj zu klären. Eine Politikerin musste sich den Vorwurf gefallen lassen, Verschwörungstheorien zu verbreiten.
Anne Will wollte von ihren Gästen wissen, ob die Milliarden gegen die Corona-Krise richtig investiert werden. Hätte sie in der Sendung ein Phrasenschwein aufgestellt – die Rettungspakete wären gegenfinanziert.
Müssen wir die Sorgen der besorgten Bürger ernst nehmen? In der Talkshow von Anne Will geht es um Analogien zur Flüchtlingsdebatte – wo es doch eigentlich um ganz anderes gehen sollte.
Nach zwei Monaten Corona-Pandemie warten viele auf erste Talkshows zu anderen Themen. Immerhin wurde bei Anne Will ein Problem der SPD deutlich. Ein Virus ist wohl nicht dafür verantwortlich.
Robert Habeck wirft seinem Parteifreund Herzlosigkeit vor. Diese interne Debatte bei den Grünen repräsentiert ein grundsätzlicheres Problem: Plötzlich werden die abstrakten Debatten einer saturierten Wohlstandsgesellschaft erschreckend konkret.
Nach der ersten Woche gelockerter Corona-Maßnahmen entbrennt bei Anne Will eine leidenschaftliche Diskussion, in der so mancher Gast keine glückliche Figur abgibt.
Von heute an sollen die Restriktionen der Pandemiebekämpfung etwas gelockert werden. Darum ging es bei Anne Will. Das eigentliche Thema war aber das Verhältnis von Wissenschaft und Politik: Wer hat das Sagen?
Das öffentliche Leben in Deutschland steht weiter nahezu still. Doch was folgt nach dem Shutdown? Die Runde bei Anne Will durchlebt bei dieser Frage eine interessante Metamorphose.
Die Ansteckungskurve flacht noch nicht ab, dafür aber der Diskurs über das Coronavirus. Bei Anne Will kann nur Markus Söder glänzen – wieder einmal.
Viele Politiker haben den Sinn wissenschaftlicher Beratung nicht verstanden. Das wurde in der Talkshow von Anne Will deutlich. Es geht nicht um die Legitimation politischer Entscheidungen, sondern darum, Optionen für politisches Handeln zu finden.
Eigentlich will Anne Will über die demokratische Mitte reden. Fragt sich nur, wer damit gemeint ist. Darüber gibt es nämlich sehr unterschiedliche Sichtweisen.
Die Parteichefs von CSU, SPD und Grünen diskutieren bei Anne Will mit zwei profilierten Linksliberalen über den Zusammenhalt im Land. Das bringt am Ende nur einen minimalen Erkenntnisgewinn.
Zwar wirkte die steuerpolitische Debatte an diesem Abend bisweilen wie von gestern. Aber dafür bewies der SPD-Parteivorsitzende die erstaunliche Fähigkeit seiner Partei, sich selber ins Knie zu schießen.
Premiere in der Sendung von Anne Will: In der Debatte zur Krise in Libyen deklariert ausnahmsweise keiner der Gäste die Vereinigten Staaten zum Hauptverantwortlichen. Was bedeutet das für Deutschland?
Welche Konsequenzen bringt der SPD-Parteitag für die „Groko“? Ob diese Regierung zusammen bleibt, wussten die Zuschauer auch nach dieser Sendung nicht. Aber sie bekamen einen Eindruck von den Schwierigkeiten, den der Generationenwechsel mit sich bringt.
Unter Umständen erleben wir in diesen Tagen den endgültigen Zerfall der SPD. Wenigstens gab es zuvor keinen Vorsitzenden, der schon vor seiner Wahl derart an der eigenen Selbstdemontage arbeitete wie Esken und Walter-Borjans bei ihrem ersten gemeinsamen Talkshow-Auftritt.
Am Beispiel des umstrittenen Telekom-Zulieferers Huawei stritten die Gäste von Anne Will die Hälfte der Sendung lang über die wichtige Frage, wie abhängig Deutschland sich von China machen darf. Dabei übersahen sie einen wichtigen Aspekt.
Weder Konjunktur noch Klima geht es sonderlich gut. Doch ob Deutschlands Wohlstand nun sicherer oder unsicherer wird, konnte man am Sonntagabend nicht erfahren.
Am Tage erzielt die Große Koalition einen Kompromiss über die Grundrente. Am Abend beugen sich ihre Beobachter über das Ergebnis und schütteln besorgt die Köpfe. Die Lage bleibt unklar.
Die große Koalition wirkt zerrüttet, ist aber kein Fall für das Scheidungsrecht. Sie ist zum Erfolg verurteilt. Gibt die Halbzeitbilanz Gelegenheit, die Kräfte zu sammeln und zu zeigen, dass man die Gelben Karten auf den regionalen Spielfeldern verstanden hat?
An einem bemerkenswerten Wahlabend wird auf allen Kanälen vor allem eine Frage diskutiert. In der Talkshow von Anne Will geben zwei Gäste zudem tiefe Einblicke in ihre Gefühlswelt.
Der Feldzug der Türkei gegen die Kurden stellt die Welt vor vollendete Tatsachen. Das außenpolitische Establishment des Westens ist entsetzt. Was sind die Folgen? Was wäre zu tun, und durch wen?
Wer Klimaschutzpolitik als Kampf zwischen den Generationen etikettieren will, ist schief gewickelt. Die Zahl besorgter Eltern und Großeltern, die vergangenen Freitag an der Seite von Kindern und Enkeln auf die Straße gingen, war beachtlich. Der ganzen Debatte fehlt es an Optimismus.
In dieser Woche will die Bundesregierung ihre klimapolitischen Pläne festschreiben. Vorher schärfen alle Akteure noch einmal ihr Profil. Das gelang gestern Abend auch dem AfD-Politiker Björn Höcke, während es bei Anne Will um die Autoindustrie ging.
In Sachsen und Brandenburg haben sich die Nichtwähler zu Wort gemeldet – ist es nun akzeptabel, sie vom Wählen wieder abzubringen? In der Show von Anne Will führt der Wahlabend zu überraschenden Einsichten.
Die SPD hatte bisher das einzigartige Talent, die Probleme ihrer Konkurrenz zu den eigenen zu machen. Bei der Debatte um den Solidaritätszuschlag scheint das anders zu sein, wie bei Anne Will zu beobachten war.