Die Poesie der Tat
Was bewegte Stauffenberg zum Attentat – in einer Lage, da eigentlich nichts mehr zu retten war? Sicher nicht Kritik am Nationalsozialismus. Es war die Lektüre Stefan Georges, schreibt Thomas Karlauf in einer neuen Biographie.
Was bewegte Stauffenberg zum Attentat – in einer Lage, da eigentlich nichts mehr zu retten war? Sicher nicht Kritik am Nationalsozialismus. Es war die Lektüre Stefan Georges, schreibt Thomas Karlauf in einer neuen Biographie.
Wenn es einen geistigen Urheber des Hitler-Attentats am 20. Juli 1944 gab, dann war es Stefan George. Niemand hat Claus von Stauffenberg so geprägt wie der Dichter. Ein Vorabdruck.
Eine Politikerin der AfD hat für einen rechtsextremen Verein geworben. Der trifft sich in einem Rittergut in Thüringen. Ein Besuch bei Menschen, die glauben, dass Hitler den Frieden wollte.
Er ist bekannt durch seine Rollen als Sigmund Freud oder Adolf Hitler: der schweizer Schauspieler Bruno Ganz. Sein Management teilte mit, dass Ganz im Alter von 77 Jahren am Samstag in Zürich gestorben ist.
Hunderte Deutsche sollen bei der Neonazi-Demo am „Tag der Ehre“ in Budapest gewesen sein. Einer der Redner, ein bekannter Dortmunder Neonazi, zitierte Hitler.
Ein Nürnberger Auktionshaus wollte 31 Gemälde versteigern, die angeblich von Adolf Hitler gemalt wurden. Nun wurden zahlreiche Kunstwerke sichergestellt, weil Zweifel an ihrer Echtheit bestehen. Fünf Aquarelle sollen aber wirklich unter den Hammer kommen.
Im Reichstag droht Adolf Hitler unverhohlen mit der „Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa“. Den Zeitgenossen erscheinen bei der Einordnung der berüchtigten Rede andere Aspekte wichtiger.
Eine Dokumentation dekonstruiert Adolf Hitlers Talent als Militärstratege – an das freilich nur er selbst glaubte. Diese offene Tür rennt Arte immerhin mit Schmackes ein.
Am 15. Januar jährt sich die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zum hundertsten Mal. Hatte ein Sozialdemokrat etwas damit zu tun? SPD-Chefin Andrea Nahles überrascht mit einem Eingeständnis.
Das britische Hadern mit Europa ist alt, und hat viel mit der Geschichte zu tun. Ein Land spielt dabei eine wichtige Rolle: Das Gespenst der deutschen Vergangenheit spukt in der Brexit-Kampagne weiter.
Die AfD geht gegen Extremisten vor, um den Verfassungsschutz auf Distanz zu halten. Aber Radikale werden verschont – auch in der Parteiführung. Dieses Vorgehen birgt ein Dilemma.
Mit dem 9. November 1918 begann der historisch-politische Deutungskampf über die Revolution. Bis heute will er nicht enden.
Emmanuel Macron hat sich auf die Spuren des Ersten Weltkriegs gemacht und wollte dabei seinen Landsleuten wieder näherkommen. Die letzte Station führt ihn nach Compiègne – zu Angela Merkel.
In der Rückschau läuft alles oft auf Hitler zu. Doch die deutsche Geschichte war damals so offen, wie sie es heute ist. Ein Kommentar.
Stefan Keuter sitzt für die AfD im Bundestag – und soll nach Medien-Recherchen auf WhatsApp mehrfach Bilder mit rechten Motiven verschickt haben. Laut dem Bericht stritt er die Vorwürfe zunächst ab, räumte sie dann aber ein.
Die Künstlerinitiative „Memory Gap“ erinnert an eine in Vergessenheit geratene Rede Hitlers auf dem Balkon des Wiener Rathauses – und fordert den Abriss.
Schon vor über 100 Jahren wurde in den Vereinigten Staaten die Idee populär, eine überlegene weiße Rasse zu züchten. Die Entschlossenheit, mit der die Amerikaner zu Werke gingen, begeisterte auch die Nazis.
Ein Besuch in Stockholm als Widerstand gegen die NS-Diktatur: Vor 75 Jahren rettete der Diplomat Georg Ferdinand Duckwitz die dänischen Juden vor der Deportation.
Romy Schneider erobert die Seite eins, Harald Glööckler hat eine Erleuchtung und Gerhard Schröder mag Kim – aber kein Kimchi. Die Herzblatt-Geschichten der Woche.
Ein Abgeordneter demonstrierte vor dem Parlament Indiens in Neu-Delhi gegen Premierminister Narendra Modi. Dabei war er als Adolf Hitler verkleidet.
Donald Trump hält seine Vorgänger für Versager. Aber was wäre, wenn er den Job an Stelle von Lincoln, Roosevelt, Kennedy oder Clinton gehabt hätte? Vier historische Phantasien.
Auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg zeigt die Ausstellung „Hitler. Macht. Oper“ ein Ineinander von Musiktheater und Propaganda.
Vor 74 Jahren scheiterte das Stauffenberg-Attentat gegen Hitler. Außenminister Maas schlägt ein gemeinsames Gedenken an die Geschichte des Widerstands vor – als „Immunisierung“ gegen Populismus.
Ungarns Ministerpräsident Orbán wird immer wieder Antisemitismus vorgeworfen. Doch Israels Regierungschef Netanjahu verteidigt ihn. Wie passt das zusammen?
Der Publizist Andreas Püttmann kritisiert als konservativer Katholik den Kreuz-Erlass der CSU und unterstützt die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin. Dafür wird er attackiert. Ein Gespräch über den christlichen Widerstand gegen menschenfeindlichen Populismus.
Wortwörtlichkeit als Fluch: Markus Söder hat sich auf ein Duell mit der Kanzlerin eingelassen. Seine historische Bedeutung kann man gar nicht überschätzen: Er versteht die Bayern nicht mehr.
Heinrich Himmler gilt als der zweite Mann nach Adolf Hitler bei den Nationalsozialisten. Das nationalsozialistische Gedankengut gab er an seine Tochter weiter. Für den Bundesnachrichtendienst war das offenbar kein Hindernis.
Malerei in Schwarz und Weiß und Rot: In London rettet der Dirigent Andris Nelsons mit der Sängerin Jennifer Davis als Elsa David Aldens Inszenierung von Richard Wagners Oper „Lohengrin“.
In seiner aktuellen Ausgabe zieht das französische Polit-Magazin „Le Point“ Parallelen zwischen Hitler und dem türkischen Präsidenten Erdogan. Anhänger der AKP protestieren nun vor Zeitungskiosken.
Das thüringische Landesschiedsgericht der AfD hat Björn Höcke in allen Punkten freigesprochen. Die Parteispitze würde die Begründung der Richter gerne unter Verschluss halten. Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung liegt sie jedoch vor.
In einer Rede hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas das jüdische Volk für den Holocaust verantwortlich gemacht. Es war nicht sein erster antisemitischer Ausfall.
Offener Antisemitismus, mitten in Deutschland. Gespräche mit Juden zeigen: Sie trauen sich immer weniger, ihren Glauben offen zu leben. Die Judenfeindlichkeit, die sie im Alltag erleben, ist häufig muslimisch.
Noch ist alles friedlich im sächsichen Ostritz, das sich Neonazis für dieses Wochenende als Festivalort ausgesucht haben. Mehr als 1000 Menschen organisieren mit einem Friedensfest eine Gegenveranstaltung. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer zeigt klare Haltung.
Seit der Vergiftung des ehemaligen russischen Doppelagenten Skripal machen London und Moskau einander Vorwürfe. Jetzt hat der britische Außenminister den Ton noch einmal deutlich verschärft.
Vor achtzig Jahren marschierte die Wehrmacht in Österreich ein, und niemand half Wien. Es zu sagen ist seit den Achtzigern zwar verpönt, es stimmt aber doch: Das Land war auch Opfer.
Viele Österreicher fanden früher, dass Wien und Berlin in ein Land gehören. Einige finden das noch heute.