Siemens beteiligt sich nicht an Alstom
Überraschende Wende: Der Siemens-Konzern will von Alstom nun das Geschäft mit Gasturbinen übernehmen. Im Zuggeschäft soll dann später mit den Franzosen kooperiert werden. Ein raffinierter Schachzug.
Überraschende Wende: Der Siemens-Konzern will von Alstom nun das Geschäft mit Gasturbinen übernehmen. Im Zuggeschäft soll dann später mit den Franzosen kooperiert werden. Ein raffinierter Schachzug.
Joe Kaesser macht seine Drohung wahr: Er wollte Alstom übernehmen, um General Electric in die Schranken zu weisen. Trotz vieler Bedenken wird der Aufsichtsrat nun ein Angebot für den französischen Konzern abgeben.
Für den Dax gab es am Mittwoch einen kleinen Dämpfer: Der deutsche Leitindex sank um 0,8 Prozent auf rund 9950 Punkte. Der mit Abstand größte Verlierer des Tages war die Aktie der Lufthansa.
Überraschende Wende im Übernahmepoker um den französischen Industriekonzern Alstom: Offenbar bereitet Siemens ein gemeinsames Gebot mit dem japanischen Wettbewerber Mitsubishi vor.
Den PC aufschrauben und ausfegen? Ausdrücklich: Ja. Mit übertriebenem Putzfimmel hat das nichts zu tun. Auf geht’s zum Frühjahrsputz!
Der Dax steigt auf mehr als 10.000 Punkte, doch nur drei der 30 Dax-Werte erreichen ein neues Hoch. Die besten Zeiten von Lufthansa, SAP, Daimler und Siemens liegen noch in der Vergangenheit.
Einst hofften Siemens und Alstom für ihre Züge auf viele Aufträge aus Fernost. Heute dominieren dort Hersteller, die im Rest der Welt keiner kennt. Die Newcomer schielen auch auf Strecken in Europa.
Im Übernahmekampf um den französischen Industriekonzern Alstom bekommt Siemens womöglich Schützenhilfe des deutschen Staates. Angeblich könnte die Staatsbank KfW Aktien der Franzosen kaufen.
Die frühere Siemens-Sparte Unify plant etwa die Hälfte ihrer Arbeitsplätze zu streichen, BMW will jährlich 100 Millionen Euro Personalkosten sparen und der Osram-Technikvorstand Laier verlässt das Unternehmen wegen ’unterschiedlicher Auffassungen’.
Siemens baut Stellen ab. Vor allem der gigantische bürokratische Apparat soll weg. Doch der Konzern ziert sich mit klaren Aussagen über die genaue Zahl.
Der wohl letzte große Prozess um den Milliarden-Schmiergeldskandal bei Siemens endet mit einem Freispruch: Der frühere Vorstand Uriel Sharef kommt um die geforderte Bewährungsstrafe herum.
Der Siemens-Konzern legt ein hartes Sparprogramm auf: Mindestens 11.600 Arbeitsplätze sollen wegfallen. Das hat Vorstandschef Kaeser vor Investoren bekannt gegeben. Die Kosten sollen so um eine Milliarde Euro sinken.
China hat in den vergangenen Jahren vermehrt europäische Unternehmen in Europa erworben. Nun ist es mal wieder soweit: Der Staatskonzern Avic schlägt beim deutschen Autozulieferer Hilite zu. Shanghai Prime Machinery kauft einen holländischen Zulieferer.
Konzernchef Immelt umgarnt Frankreichs Präsident Hollande mit neuen Arbeitsplatz-Versprechen und der Aussicht auf die Ansiedlung wichtiger Hauptquartiere. Siemens hat bisher nur versprochen, die Stellenzahl stabil zu halten.
Siemens-Chef Joe Kaeser will nach F.A.Z.-Informationen beim Hausgeräte-Hersteller BSH aussteigen - und den Münchner Anteil am Gemeinschaftsunternehmen mit Bosch an den Partner verkaufen. Der hat Interesse, ziert sich aber.
Der Dax steigt und steigt, die 10.000 Punkte sind nicht mehr weit. Den wichtigsten Grund für die Rally sehen Börsianer in der Hoffnung auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik der EZB.
Der Sprung an die Vorstandsspitze war für deutsche CFOs noch nie so realistisch wie heute. Viele liebäugeln damit, doch nicht alle haben das Zeug dazu. An der Spitze sind andere Fähigkeiten gefordert.
Siemens bietet für die Energiesparte von Alstom Insidern zufolge neben der Mehrheit am eigenen Zuggeschäft rund sieben Milliarden Euro in bar. Die Franzosen beteuern, sie wollten sich nicht unter Wert verkaufen.
Vor dem erwarteten Angebot von Siemens für Alstom setzt der amerikanische Konzern GE zur Offensive an. Die Rechnung der Franzosen scheint damit aufzugehen: Das gegenseitige Ausspielen der Rivalen stärkt ihre Verhandlungsposition.
Der französische Wirtschaftsminister spricht erstmals über eine Übernahme des Industriekonzerns Alstom durch französische Investoren, darunter „vielleicht“ der Staat. Mit GE und Siemens ist der Minister unzufrieden.
Eigentlich will Siemens noch in dieser Woche eine offizielles Angebot für den französischen Industriekonzern Alstom unterbreiten. Nun zögert das Unternehmen - weil wohl Informationen fehlen.
Microsoft will die Notebook-Fans mit einem größeren Surface-Tablet locken, Kontron bekommt einen neuen Finanzchef und Moody’s senkt den Ausblick für CS auf ’negative’.
Die französische Regierung ist mit dem Angebot von General Electric für Alstom offenbar nicht zufrieden. Präsident Hollande fordert seine wichtigsten Minister auf, sich um bessere Angebote zu bemühen.
Im Übernahmekampf um den Pharmakonzern AstraZeneca steigen die Summen. Auch ein anderes Kaufvorhaben bleibt in der Diskussion: Für eine Übernahme von Alstom durch Siemens stellt der Betriebsrat Forderungen.
Frankreichs Industrie baut um: Alstom befindet sich im Übernahme-Poker mit Siemens und General Electric. Schon kündigt der Wirtschaftsminister eine Mobilfunk-Allianz an.
Künftig entscheidet Frankreichs Wirtschaftsminister, ob ein ausländischer Konzern einen französischen kaufen kann. Anlass ist der Übernahme-Poker um Alstom.
Früher galt eine Börsennotierung an der Wall Street unter deutschen Konzernen als schick und gut fürs Geschäft. Doch die Zeiten sind vorbei. Bis auf wenige Ausnahmen haben sich alle Dax-Unternehmen zurückgezogen, jetzt auch Siemens. Das hat gute Gründe.
Zusammenschlüsse, die als „Fusion unter Gleichen“ gefeiert werden, stellen sich später oftmals als Gegenteil derselben heraus. So soll das ein. Denn einer muss das Sagen haben.
Wenn jeder Chef nur an sich denkt, nennen Manager das „Silodenken“. Jeder weiß: Das schadet dem Unternehmen. Ist aber allen egal. Genau wie bei uns zu Hause.
Fernab des Konzernumbaus und der Alstom-Übernahmepläne gibt es für Siemens noch so etwas wie einen Alltag: Der Konzern hat den im November bereits angekündigten Aktienrückkauf gestartet.
Siemens-Chef Joe Kaeser will sein Unternehmen mehr als nur umbauen. Er muss es wiederbeleben und trifft radikale Maßnahmen. Dieser Versuch muss sitzen, sonst steht es um die Zukunft von Siemens schlecht.
Anfang des Jahrtausends war Deutschland der kranke Mann Europas. Dann kamen die Hartz-Reformen und veränderten alles. Heute kränkelt Frankreich. Deutschland dagegen plant die Rolle rückwärts.
Siemens und IBM lieferten der Bundeswehr über viele Jahre nicht-militärische IT. Doch die milliardenschwere Zusammenarbeit steht offenbar vor dem Aus. Handys, Computer und Telefone an 1500 Standorten werden bald wieder vom Bund betrieben.
Im F.A.Z.-Interview erläutert der französische Wirtschaftsminister Montebourg, warum er das Angebot von Siemens der Offerte von GE vorzieht. Und die Angst vor einem umfangreichen Arbeitsplatzabbau für übertrieben hält.
Siemens ist träge geworden. Jetzt verordnet der Konzernchef eine Revolution der Konzernstruktur. Das ist nötig. Aber ob Siemens diese Unruhe verkraftet, ist zweifelhaft.
Die Aktien von Siemens haben nach Zahlen deutlich zugelegt. Der Umbau des Konzerns hat Anleger zugreifen lassen. Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich insgesamt fester.