Herzenssachen
Die Shortlist zum Deutschen Buchpreis versammelt ganz unterschiedliche Titel mit einer Gemeinsamkeit: Es sind erkennbar Herzensanliegen. Ein Bestsellerautor ist übriggeblieben, ein Favorit erkennbar.
Die Shortlist zum Deutschen Buchpreis versammelt ganz unterschiedliche Titel mit einer Gemeinsamkeit: Es sind erkennbar Herzensanliegen. Ein Bestsellerautor ist übriggeblieben, ein Favorit erkennbar.
Die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2020 setzt in ihrer Auswahl auf das, was wir uns alle wünschen: Normalität.
Durchgebrettert: Zwei Bücher streiten über das Theater und seinen politischen Anspruch. Wie viel Spiel wollen wir noch sehen, wie viel Aktivismus brauchen wir?
In Tagesmärschen die Peripherie entlang: Der englische Autor Paul Scraton erkundet zu Fuß das Berliner Umland und beweist großes Gespür für Stimmungen und Skurrilitäten.
200 Jahre Dreisamkeit in einem Haus von Weltruf: Eine Regensburger Familie druckt, verlegt und handelt mit Büchern. Das geht sogar im Digitalzeitalter erstaunlich gut.
Für „Die Tagesordnung“ bekam Éric Vuillard den Prix Goncourt. Mit „Der Krieg der Armen“ nimmt er sich abermals ein „deutsches“ Thema vor. Linksdemokratische Gänsehautliteratur.
Harmonische Gewandtheit braucht keine Theorie: David Yaffe legt ein einnehmendes und detailscharfes Porträt der Musikerin Joni Mitchell vor.
„Hintergründige und existenzielle Spiele mit der Wirklichkeit“: Das sind die Texte von Anne Weber aus der Sicht der Stadtschreiber-Jury in Bergen-Enkheim. Die in Paris lebende Autorin ist die 47. Inhaberin dieses besonderen Amts.
Kosmopolit im Pelz: Er ist in mehr als achtzig Ländern heimisch und lebt inzwischen sogar in der Stadt. Zwei Bücher nehmen den Fuchs aus verschiedenen Perspektiven in den Blick.
Was kann so dämonisch an einer Pflanze sein, die Baudelaire, Steve Jobs und die Beatles geraucht haben? Versuch einer akademischen Hanf-Rehabilitierung.
Ein Feind und Helfer: Mikroben waren dem Menschen zunächst gefährlicher Gegner – dann nützlicher Begleiter. Wird Sars-CoV-2 unseren Blick auf die Mikroorganismen nun abermals verändern?
Wie können Mensch und Tier konfliktfrei zusammenleben? Katrin Schumacher und Adele Brand haben Bücher über Füchse geschrieben – und darüber, was Menschen von ihnen lernen können.
Bei Populisten passen die Kritik an der Expertenherrschaft und die Forderung nach einer Expertenregierung durchaus zusammen: Der Historiker Caspar Hirschi spricht bei der Leopoldina über Höckes Methode.
Von Protoplasmen, Hydrogelen und Mucilagen: In ihrem Buch würdigt Susanne Wedlich den Schleim in all seinen Erscheinungsformen.
Unter dem Endkampf gegen eine dem Unheil verfallene säkulare Moderne tat es dieser Autor nicht: Alexander Pschera widmet Léon Bloy eine monumentale Anthologie.
Der Abschuss der Passagiermaschine mag ein Versehen gewesen sein. Das Netz von Lügen, das die iranische Propaganda tagelang spann, war es nicht. Bei jeder Katastrophe kommt inzwischen die Frage auf, ob die Regierung ihre Finger im Spiel hatte. Ein Gastbeitrag.
Versuche, Eichendorffs Nachspiel der Revolution zu verstehen: Die Romanisten Gerhard Poppenberg und Andreas Kablitz duellieren sich in Heidelberg.
Noch ist genug Zeit für die wirklich wichtigen Dinge: Die Feuilleton-Redaktion empfiehlt Filme, Bücher, Platten, Serien, Ideen, Haltungen, Hoffnungen und Hits zum Fest.
„Finde einem Schwan ein Boot“ handelt von fragwürdigen Paarbeziehungen und finsteren Aussichten. Anna Weidenholzer hat einen eigenwilligen Roman geschrieben, der trotz aller Ernsthaftigkeiten auf subtile Weise Witz enthält.
Ein gut 100 Jahre altes Künstlerhaus dient als temporäres Heim für Schriftsteller, die sich mit ihrer Umwelt auseinandersetzen. Den Anfang macht Marion Poschmann – die dem Großstadtleben für drei Monate den Rücken zukehrt.
Der Kulturwissenschaftler Klaus Theweleit war Mitte dreißig, als 1977 sein spektakuläres Buch „Männerphantasien“ erschien. Jetzt wird es im Herbst neu aufgelegt. Ein Gespräch über Werk und Leben.
Die Vorauswahl zum Deutschen Buchpreis 2019 steht fest: Ein Blick auf die Verteilung der nominierten Romane – und auf die Hoffnungen des Buchmarkts.
César Airas zwei neue Novellen konzentrieren sich auf die Flüchtigkeit des Nichtigen. Der Autor zeigt sich wieder als gewohnter Meistererzähler.
Emmanuel Carrères Antwort auf Truman Capotes Tatsachenroman „Kaltblütig“: „Der Widersacher“ beruht auf einem realen Mordfall, der Frankreich bewegte.
Ein vor kurzem entdeckter unbekannter Brief von Arthur Rimbaud verrät, dass sich der Dichter in seinem letzten literarischen Lebensjahr keineswegs nur mit den „Illuminationen“ beschäftigt hat. Ganz im Gegenteil.
Noch ist genug Zeit für die wirklich wichtigen Dinge: Die Feuilleton-Redaktion empfiehlt Filme, Bücher, Platten, Serien, Ideen, Haltungen, Hoffnungen und Hits.
Müssen die Museen alle Kunstwerke aus Afrika zurückgeben? Frankreich streitet über einen brisanten Expertenbericht für Präsident Macron, der am Nachmittag übergeben werden soll und so manche Rückgabe empfiehlt.
Entschleunigtes Leben auf dem Dorf? Regisseurin Lola Randl ist von Berlin-Mitte in die Uckermark gezogen – und hat ein Hipster-Idyll in der Natur gegründet. Für viele Auswanderer bedeutet es eine Verheißung.
Konservatismus soll die Partei zu alter Stärke führen, doch auf dieses Etikett erheben neuerdings auch die AfD und die Grünen einen Anspruch. Die Wahl einer oder eines neuen Vorsitzenden ist auch die Suche nach der richtigen Ideologie.
Judith Schalanskys Erzählungssammlung widmet sich dem Verlust. Zu gewinnen ist dabei Literatur, wie man sie sonst nur selten findet.
Entpolemisierter Streit ist die Arena der Philologie: Ein Blick von außen auf die Methodendebatte der deutschen Literaturwissenschaft.
Farce der russischen Computernerd-Szene: Mit seinem Roman „Dunkle Zahlen“ wagt sich Matthias Senkel an die Königsdisziplin aller Romanautoren – das unlesbare Buch.
Ohne Überraschungen geht es nicht: Zwanzig Romane stehen auf der Longlist zum diesjährigen Deutschen Buchpreis. Welche Bücher sind nominiert – und welche nicht?
Große Namen und kleine Verlage: Die Jury hat zwanzig Romane für den Deutschen Buchpreis 2018 nominiert – und freut sich über die Vielfalt der literarischen Formen.
Einige sind schon erschienen, auf andere darf man sich im Herbst freuen: Diese neun Bücher lohnt es sich bald zu lesen. Sie erzählen von Menschen, die am Rande stehen, von der Fremde – und sie gönnen keine Atempause.
Angeblich ging es im Kreis Stefan Georges und bei seinen Nachahmern um „pädagogischen Eros“. Seit die Opfer sprechen, ist klar: Es ging auch um Missbrauch.