Ex Cathedra
Otto Kallscheuer durchquert die Geschichte des Papsttums und eröffnet einen ideengeschichtlichen Zugang zu Herrschaftsanspruch, Politik und Diplomatie des Heiligen Stuhls.
Otto Kallscheuer durchquert die Geschichte des Papsttums und eröffnet einen ideengeschichtlichen Zugang zu Herrschaftsanspruch, Politik und Diplomatie des Heiligen Stuhls.
Frankreich liebt drastische Autofiktion: Constance Debrés schonungslose Selbstbespiegelung in „Love Me Tender“.
Es gibt Abschiede, von denen weiß man nicht, dass es welche sind. Für sein Schreiben darüber hat Frank Witzel nun den Wortmeldungen-Literaturpreis erhalten.
Furchtlos Nachdenken über Verpflichtung und Freiheit, Nähe und Ferne zwischen Menschen und Tieren: Hiromi Itōs „Hundeherz“ beginnt liebevoll und wird dann drastisch.
José F. Oliver begibt sich mit „In jeden Fluss mündet ein Meer“ auf essayistische Erkundung des eigenen Andalusisch-Schwarzwälder Lebensweges zum Sprachspieler.
Geograph der ausschweifenden Art und anarchistischer Theoretiker zudem: Ein Band präsentiert drei Texte von Élisée Reclus.
Maschinenwörter, Wortmaschinen – Gedankenarbeit im Keller der KI unter Anleitung von Wolfgang Hilbig
Ein grundsätzlich anarchischer Schriftsteller: Die rauschhafte Landschaftsprosa des literarischen Solitärs Hans Jürgen Wense ist in einer umfangreichen Edition wiederzuentdecken.
Auf dem Weg ins Staubzeitalter: Cal Flyn besichtigt geschundene Orte, an denen kaum noch Menschen leben. Tiere und Pflanzen allerdings können dort häufig gut zurechtkommen. Was folgt daraus?
Wie viel Interesse an Gegenständen jenseits des Gewohnten ist heutigen Kulturdebatten zumutbar? Das neue Onlinemagazin „Berlin Review“ sieht da eine Marktlücke.
Hinter den Mauern der Stadt: Mit einem Freund lief Anne Weber sechshundert Kilometer durch Seine-Saint-Denis, das Sorgenkind unter den französischen Départements. Was suchte sie dort, und was fand sie? Unterwegs in der Banlieue.
Wovon bei Sexarbeit nicht mehr die Rede sein kann: Theodora Becker analysiert aufschlussreich und eigenwillig den bürgerlichen Skandal- und Rätselcharakter käuflicher Lust.
Asien intellektuell einkreisen: Martin Mulsow macht mit Münzgelehrten als Akteuren der frühneuzeitlichen Globalisierung bekannt.
Zwei Bücher: Über die Suche nach einem Riesenuhu und einen Atlas über das Feiern
Da hilft nur Umkehr und Einkehr: Amitav Gosh zieht alle Register entschiedener Zivilisationskritik.
Dürre bleibt eine unvermeidliche Realität an der amerikanischen Westküste: Mark Arax erzählt in „Risse in der Erde“ die Geschichte des kalifornischen Central Valley.
Boomtown, Kriegsschauplatz und künstliche Metropole unter der Knute eines Diktators: Walter Sperling erzählt die Geschichte der tschetschenischen Hauptstadt Grosny.
Als hätte Marcel Proust einen Thriller geschrieben: Laurent Mauvignier zeigt in dem Roman „Geschichten der Nacht“ über ein Dorf tief in Frankreich seine literarische Meisterschaft.
Wo der Gebrauchswert sein Recht verloren hat: Jule Govrin sondiert, wie sich Pekuniäres und Affektives miteinander verschränken.
Von Köln aus rund um die Welt: Anne Haeming und Carl Deußen machen mit dem Ethnologen und Sammler Wilhelm Joest bekannt.
In Hannes Bajohrs KI-Romanversuch „(Berlin, Miami)“ verschmelzen vier Gegenwartsromane mit dem kollektiven Bewusstsein zu einem Text voller Überraschungen. Ist das also Literatur?
Von der transatlantischen Sklaverei bis zu den NS-Vernichtungslagern: Iris Därmann untersucht den Sadismus als organisierte Gewaltpraxis – und erklärt, warum der Marquis de Sade ein bizarrer Abolitionist gewesen ist.
Buchmessen-Skizzen
Ursprünglich wurden in Russland kriminell sozialisierte Bürgerkriegskinder als „Gopnik“ bezeichnet. Viktor Jerofejew erklärt in „Der Große Gopnik“, warum Wladimir Putin mit Russland identisch ist: Ein Roman der Stunde.
Wie wollen wir als Menschen in einer von KI dominierten Welt leben? Die Wissenschaftsforscherin Helga Nowotny plädiert für einen digitalen Humanismus.
Eduardo Kohn über Lektionen aus der Beschreibung amerindianischen Welt- und Selbstverständnisses
Kann Konfuzius gegen die Verunsicherungen unserer Spezies durch Künstliche Intelligenz helfen? Zwei Neuerscheinungen von Hans van Ess und Tu Weiming geben Anlass, die „Gespräche“ wie ein gegenwärtiges Buch zu lesen.
Seit sie Mutter ist, putzt, kocht und räumt unsere Autorin immerzu – selbst wenn der Tag zum Verzweifeln war. Warum sie damit im Trend liegt – und selbstgebackene Kuchen unsolidarisch sind.
Ist die Zeit der Kaminrahmenhandlung vorbei? Susanne Stephan schreibt eine Literaturgeschichte zum Bedürfnis nach Wärme - und zeigt, dass Heizungsstreit keine Erfindung der Gegenwart ist.
Der Historiker A. Dirk Moses stellt geschichtliche Großverbrechen nebeneinander. Mit postkolonialer Attitüde betreibt er die Umwertung der Erinnerung an den Holocaust. Ein Gastbeitrag.
Neue Rechte für den Schutz der Natur: Sacha Bourgeois-Gironde sondiert die Verfahren, Ökosystemen Rechtspersönlichkeit beizulegen.
Während Alexander Solschenizyn zu Weltruhm gelangte, konnte Warlam Schalamow seine Werke nicht veröffentlichen und starb verbittert. Franziska Thun-Hohenstein beschreibt sein lebenslanges Ringen.
Peter Voß erkennt bei den Öffentlich-Rechtlichen eine hohe „Skandaldichte“. Stefan Brandenburg räumt Fehler ein und weist Manipulationsverdacht zurück. Ein Beispiel aus dem „heute journal“ zeigt, wie man Dinge dreht. Ein Gastbeitrag.
in Wagen fährt durchs Tal, zwischen dunklen Fichtenwäldern, und eine Dame spricht das Dichterwort: „Wer hat dich, du schöner Wald, aufgebaut da droben?“
Wenn der sinnliche Genuss in der Ehe nicht länger dem Zwang des Rechts untersteht: Johannes Kleinbeck schreibt eine Diskursgeschichte des einvernehmlichen Sex.
Wie kann das Verhältnis von Natur und Kultur neu bestimmt werden? Auf einer Tagung in Greifswald regten Begegnungen mit Tieren die begriffliche Phantasie an.