Die Begierde lässt nicht nach
Im Hintergrund regte sich Unmut – aber am Ende ist die Tefaf in Maastricht doch das weltbeste käufliche Museum auf Zeit – dieses Jahr mit besonderen Renaissance-Preziosen und anderen Raritäten
Im Hintergrund regte sich Unmut – aber am Ende ist die Tefaf in Maastricht doch das weltbeste käufliche Museum auf Zeit – dieses Jahr mit besonderen Renaissance-Preziosen und anderen Raritäten
Neue Regeln für die „Vetting Committees“: Bisher wurden die Positionen von Kunstmarkt-Experten besetzt. Das soll sich jetzt plötzlich ändern.
Ein Vergleich seit dem Vertrag von Maastricht zeigt: Ein guter Teil der gegenseitigen Polemiken ist unbegründet. Italiens Wachstum war nicht immer schwächer. Erst seit der Finanzkrise hinkt es hinterher.
Vor 20 Jahren gab die Bundesbank grünes Licht für eine Währungsunion – inklusive Italien. Interne Dokumente zeigen nun, wie sehr über die Entscheidung gestritten wurde. Viele Versprechen wurden gebrochen.
Beeindruckende Qualität und Entspannung: Auf der Tefaf in Maastricht reagiert man gelassen auf Macrons neue Kunstpolitik.
Holländische Fenster sind meist nackt. Unsere Nachbarn lassen sich mitten in ihr Zuhause schauen. Über das Wohnen auf dem Präsentierteller.
Sieben fette und sieben magere Jahre beeinflussten sein Geschäft: Das Museum Ludwig in Köln entdeckt den Porträtisten Mantz und stellt ihn neben den bekannten Architekturfotografen.
Ein französisches Sprichwort besagt: Je mehr sich die Dinge ändern, um so mehr bleiben sie gleich. Stimmt das? Ein kurzer Blick auf den Euro.
Als in Maastricht 1991 aus der Europäischen Gemeinschaft (EG) die Europäische Union (EU) wurde, waren die Europäer darauf nicht vorbereitet. Mit dem „Verfassungsvertrag“ gab es wieder mehr Europa, worauf 2005 die Ablehnung in Frankreich und den Niederlanden folgte.
Die noch junge Universität Maastricht fördert Offenheit und kritisches Denken. So lockt sie jede Menge ausländische Studenten an – und sogar prominente Spitzenforscher.
Für den früheren deutschen Wirtschaftsminister Ludwig Erhard war wirtschaftliche Freiheit wichtiger als staatliche Versorgung. Leider ist genau das eingetreten, was er befürchtet hat.
Die European Fine Art Fair in Maastricht feiert dieses Jahr ihren 30. Geburtstag und bleibt eine Messe der Superlative und der Spitzenqualität.
Europa ist wegen seiner Vielfalt reich geworden, nicht wegen seiner Einheit. Deshalb: Vielen Dank, liebe Briten!
Ein Vierteljahrhundert nach Unterzeichnung des Vertrages von Maastricht sind viele Illusionen zerstört. Aber auch die Eurokritiker sahen die größten Probleme des Euros nicht.
Der Vertrag von Maastricht wird 25 Jahre alt. Was Kohl, Mitterand und Major damals sagten – und wie zwei junge Deutsche heute über Europa denken.
Vor 25 Jahren beschlossen die europäischen Staats- und Regierungschefs in Maastricht den Start in die Währungsunion. Die Hoffnungen haben sich nicht erfüllt – die Befürchtungen schon.
Aus der Währungsunion wurde eine Schulden- und Haftungsunion, in der nach Belieben Regeln gebrochen und Verträge gebeugt werden. Die Nichtbeistandsklausel des Maastrichter Vertrags ist das Papier nicht wert, auf dem sie steht. Und die Politisierung der Geldpolitik geht weiter. Ein Kommentar.
Geht es nach Matteo Renzi, muss sich Europa an der italienischen Tagespolitik orientieren. Mit seiner Haushaltspolitik fällt er in den Stil der achtziger Jahre zurück.
Gisela Stuart ist deutschstämmige Politikerin der Labour Party und Leiterin der britischen Kampagne zum EU-Austritt „Vote Leave“. Ein Gespräch über die Vorteile eines Brexits, die EU und ihr Verhältnis zu Deutschland.
The European Fine Art Fair gilt als die schönste Kunstmesse der Welt. Gelingt es ihr, diesen Ruf zu verteidigen? Die aktuelle Ausgabe zeugt von einem Geschmackswandel und setzt auf Originalität.
Das wird spannend: The European Fine Art Foundation expandiert und ruft in Amerika zwei neue Ableger zur Messe in Maastricht ins Leben.
Ob Euro-Rettung oder Flüchtlingshilfe: Das Recht wird gebrochen, um den Traum grenzenloser Solidarität zu verwirklichen. Dabei sind Grenzen für eine offene Gesellschaft unverzichtbar.
Das geplante Gesetz zum Kulturgutschutz stößt auf heftigen Widerstand. Trifft der Vorwurf zu, dass es zu einer Enteignung der Sammler führen könnte? Die Staatsministerin für Kultur und Medien über bestehendes Recht und knifflige Einzelfälle.
Diese Woche trifft sich die internationale Kunstgemeinde wieder in Maastricht. Auch 2015 behauptet die European Fine Art Fair ihren Rang. Wer hätte auch etwas anderes erwartet?
Für ein internationales Studium an einer Spitzenuni muss man nicht weit reisen. Denn das gibt es nebenan in den Niederlanden. Und die Atmosphäre ist nicht nur wegen der vielen Fahrräder gemütlich.
25 Jahre nach dem Fall der Mauer: Wir sehen das neue Europa mit alten Augen. Peter Gauweiler spricht im F.A.S.-Interview darüber, wie sich am 9. November in der deutschen Geschichte Freude und Schmerz mischen.
Der Gedanke einer europäischen Integration wurde von den Beneluxländern und Italien aufgegriffen. Man suchte Einigungsprojekte im wirtschaftlichen Bereich, die ohne großen Widerstand durchgeführt werden konnten. Am Ende dieser Phase stand die EWG-Gründung im März 1957.
Das Subsidiaritätsprinzip ist die Lösung für fast alle Probleme der Europäischen Union. Öffentliche Aufgaben sollen so nah wie möglich an den Menschen erledigt werden.
Kunstkauf in Zeiten von Gurlitt und Beltracchi: Die Tefaf hält die Qualitätsstandards in schwierigen Zeiten. Doch auch in Maastricht sollte man genau hinschauen.
„Mehr“ Europa wäre manchmal nicht schlecht, „weniger“ Europa manchmal auch. Wie aber könnte eine „bessere“ Europäische Union aussehen? In den vergangenen Jahren wurden erste Konturen wirklich europäischer Innenpolitik sichtbar.
Bald eröffnet die Tefaf in Maastricht, die wichtigste klassische Kunstmesse. Kann auch dort das Gespenst der Fälscher die Käufer erschrecken? Die Fälschungsfälle der letzten Jahre hinterlassen eine Spur der Verwüstung im Markt und in den Köpfen.
Bei der Bundestagswahl im vorigen Jahr hat die Linke 340.000 Stimmen an die AfD verloren. Jetzt macht Sahra Wagenknecht der AfD Konkurrenz: Sie will die D-Mark zurück.
Der Versuch, in der Präambel des Wahlprogramms die EU als „neoliberale, militaristische und weithin undemokratische Macht“ zu geißeln, wurde vereitelt. Grabenkämpfe, Kampfkandidaturen und einen Ost-West-Konflikt gibt es auf dem Parteitag der Linken in Hamburg dennoch.
Ist die Währungsunion der Preis, den die Deutschen für die Zustimmung der Franzosen zur Wiedervereinigung zahlen mussten? So simpel war die Geschichte nicht, weiß der Historiker Andreas Rödder: Auch die Deutschen wollten den Euro – aber einen ganz anderen.
Unter welchen Voraussetzungen dürfen EU-Bürger in Deutschland leben? Welche Sozialleistungen bekommen? Wann liegt ein Missbrauch vor? Eine Handreichung zur „Armutseinwanderung“.
Der neue Parteisekretär der größten italienischen Regierungspartei wettert laut gegen die europäischen Regeln zur Staatsverschuldung: Der Grenzwert von drei Prozent des BIP sei ein „Anachronismus“; es sei klar, dass man ihn überschreiten könne.