Europa glaubt nicht mehr an das Sparen
Die Stimmung in Europa kippt: Die Rosskur für die Schuldenländer macht alles nur noch schlimmer, sagen die Gegner des Sparens. Und empfehlen üppige Ausgabenprogramme.
Die Stimmung in Europa kippt: Die Rosskur für die Schuldenländer macht alles nur noch schlimmer, sagen die Gegner des Sparens. Und empfehlen üppige Ausgabenprogramme.
In Südeuropa kippt die Stimmung: Immer lauter werden die Warnungen vor dem vermeintlichen „Kaputtsparen“. Doch wenn die Spar- und Reformbemühungen erlahmen, kann die Krise schlagartig eskalieren.
Die von den führenden Notenbanken betriebene expansive Geldpolitik führt insbesondere in Deutschland zu Inflationsängsten. Doch wie die Bank Sarasin erklärt, sind inflationsindexierte Anleihen derzeit kein besonders guter Inflationsschutz.
Der Zuspruch für das Frankfurter Occupy Camp bröckelt. Das Ordnungsamt reagiert immer strenger. Die Zahl der Untergruppen nimmt trotzdem beständig zu.
Als Lehre aus der Schuldenkrise hat EZB- Präsident Mario Draghi von der Politik eine Vision für Europa angemahnt. „Wir müssen einen Pfad für den Euro festlegen: Wo wollen wir in zehn Jahren stehen?“
Enttäuschende Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten sowie schwindende Zinssenkungsfantasien in Europa haben die Kurse der deutschen Aktien ins Minus gedrückt.
Beim einzigen direkten Schlagabtausch vor der französischen Stichwahl um das Präsidentenamt haben sich Herausforderer François Hollande und Nicolas Sarkozy nichts geschenkt. Das Verhältnis zu Deutschland in der Euro-Krise wird zum Streitfall.
Vor dem Arbeitsmarktbericht aus Amerika ist der Dax am Freitag mit einem Minus von 0,36 Prozent in den Handel gestartet. Die Anleger dürften vor dem Höhepunkt der Woche äußerst zurückhaltend agieren, hieß es am Markt.
Der Leitzins von einem Prozent dürfte nach der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank unverändert bleiben. Zu der in Barcelona stattfindenden Sitzung werden Demonstrationen erwartet.
Die deutschen Aktienmärkte starten nach guten Vorgaben aus den Vereinigten Staaten und Asien am Mittwoch im Plus. Im Fokus stehen auch die amerikanischen Arbeitsmarktdaten am Nachmittag, die für frische Impulse sorgen könnten.
Die deutschen Aktien sind mit festerer Tendenz in die verkürzte Woche gestartet. Gestützt wurde der Dax am Montagmorgen von deutlichen Kursgewinnen bei Adidas.
Bullen und Bären liefern sich einen heftigen Kampf. Keine der Parteien scheint derzeit in der Lage, die Oberhand zu gewinnen. Der Bericht vom internationalen Finanzmarkt.
Trotz neuer Verbündeter bleibt Bundesbankpräsident Jens Weidmann am Ende des ersten Amtsjahres in der Opposition. Seine Leistung liegt vor allem darin, was die EZB in den vergangenen zwölf Monaten nicht beschlossen hat.
Europa spart - so hieß es bisher, und die Deutschen waren froh darüber. Doch jetzt mehren sich die Stimmen, die vor „gnadenlosem Sparen“ in der Rezession warnen.
Die Bankvolkswirte rätseln über verschiedene Zinssignale: Soll der Leitzins bis 2014 auf niedrigem Niveau belassen werden, wie vom Offenmarktausschuss beabsichtigt?
Die EU-Kommission hat den Streit über die Unabhängigkeit der ungarischen Zentralbank beendet. In den Vertragsverletzungsverfahren zur Justiz und zum Datenschutz hingegen klagt die Kommission gegen Ungarn.
Andreas Dombret, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, verteidigt die Aufstockung der Finanzen des Internationalen Währungsfonds und warnt vor Nebenwirkungen der langfristigen Ausleihungen der EZB.
Sorgen um die Konjunktur der Eurozone haben den deutschen Aktienmarkt am Montag deutlich ins Minus gedrückt. Der Dax rutschte nach der ersten Stunde um 2,2 Prozent auf 6604 Punkte ab.
Gold und Immobilien werden immer teurer. Es ist viel Geld in der Welt. Platzt bald die nächste Blase?
Die Griechen sind gerettet, der Höhepunkt der Krise ist überschritten: Das hatte EZB-Chef Mario Draghi vor vier Wochen verkündet. Jetzt zeigt sich: So leicht wird man diese Krise nicht los.
Norm Boersma, Fondsmanager bei Templeton, spricht über den besonderen Charme abgestürzter Aktien und seine Vorliebe für Europa.
Bundesbank-Präsident Weidmann warnt vor einer zu lockeren Geldpolitik der EZB. Die großzügige Liquiditätsversorgung dürfe nicht dazu führen, dass Regierungen notwendige Anpassungen aufschieben, sagte Weidmann der Sonntagszeitung.
Plötzlich ist Europa auf die Schwellenländer angewiesen: Die EU hofft auf Krisengeld von Brasilien, China und Indien - doch die verlangen im Gegenzug einen Umbau des Internationalen Währungsfonds.
Obwohl die neuen Anleiheauktionen gelingen, fürchten viele Anleger eine größere Krise Spaniens. Das lässt den Aktienmarkt auf rekordnahe Tiefstände sinken.
Nach dem Ende eines Booms an einem Vermögensmarkt gerät die Geldpolitik in Schwierigkeiten, wenn anschließend Unternehmen, Haushalte und Banken ihre Schulden reduzieren. Das hat das Beispiel Japans in den 90er Jahren gezeigt. Nach der Lehman-Krise verläuft die Entwicklung in den Vereinigten Staaten und Europa nach dem gleichen Muster.
Die führenden Forschungsinstitute sehen die deutsche Wirtschaft trotz der Euro-Schuldenkrise im Aufwind. Im nächsten Jahr trauen sie der Wirtschaft sogar einen Zuwachs von 2,0 Prozent zu.
Deutlicher kann man es kaum formulieren: In ihrem Frühjahrsgutachten warnen die großen deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute, dass „Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit der EZB auf dem Spiel stehen“. Deutliche Worte finden sie auch zur deutschen Finanzpolitik.
Die Stadt Frankfurt hat die Genehmigung für das Occupy-Camp in der Innenstadt nach Gesprächen mit dem Veranstalter verlängert. Allerdings muss die Entsorgung geklärt werden.
Viele Investoren fürchten einen höheren Kapitalbedarf für spanische Banken als bisher geschätzt. Die Bundesbank spricht sich allerdings gegen Hilfen aus. Auch die Bundesregierung sieht keinen Bedarf.
Wenn eine kreditfinanzierte Blase platzt, müssen Unternehmen und Privatpersonen oft sparen. Richard Koo nennt das Bilanzrezession. In ihr gelten traditionellen Weisheiten nicht mehr.
Am Donnerstag übergeben acht Wirtschaftsforschungsinstitute der Bundesregierung das Frühjahrsgutachten. Darin zeichnen sie ein günstigeres Bild der deutschen Konjunktur, haben nach F.A.Z.-Informationen aber zugleich große Sorge um die Glaubwürdigkeit der Europäischen Zentralbank.
Investoren legen vor allem in Kupfer, Gold und Öl mehr Kapital an. Im ersten Quartal stieg das weltweit verwaltete Vermögen auf Rekordhöhe.
Trotz zahlreicher Beschwerden über die Zustände im Camp wird die Stadt Frankfurt die Genehmigung für das Lager möglicherweise noch einmal verlängern.
Seit Wochen warnen einige Ökonomen vor Milliarden-Risiken in der Bilanz der Deutschen Bundesbank im Rahmen des Zahlungsverkehrssystems Target. Jetzt hat ein Jurist den Vorstand der Bundesbank wegen Untreue angezeigt.
Die Wirtschaftsprognosen fallen wieder optimistischer aus: Der Internationale Währungsfonds korrigiert seine Wachstumserwartungen leicht nach oben, auch der ZEW-Indikator steigt. Beide Organisationen sehen aber noch deutliche Risiken.
Einen Bonus als Staatsmann hat Nicolas Sarkozy im Wahlkampf nie gehabt. Ihm schadet, dass die Franzosen seine Sprunghaftigkeit im Amt schon kennen. Vor seiner Angriffslust ist dabei nicht einmal die eigene Europapolitik sicher.