„Alle müssen die Komfortzone verlassen“
Der Darmstädter Energieversorger HSE verdient kaum noch Geld. Jetzt hat die neue Vorstandsvorsitzende Marie-Luise Wolff-Hertwig einen Strategiewechsel angekündigt.
Der Darmstädter Energieversorger HSE verdient kaum noch Geld. Jetzt hat die neue Vorstandsvorsitzende Marie-Luise Wolff-Hertwig einen Strategiewechsel angekündigt.
In der CSU ist ein offener Streit über den Vorschlag Ilse Aigners ausgebrochen, die Energiewende über Kredit zu finanzieren. Ministerpräsident Seehofer hat deshalb nun sogar seine Rede auf der Klausur in Wildbad Kreuth verschoben.
Die Energiewende ist bisher auch eine Kohlewende: Im vergangenen Jahr wurde in Deutschland soviel Braunkohle-Strom produziert wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.
Der Netzbetreiber 50Hertz plant neue Verbindungen mit Schweden, Dänemark, Polen und Tschechien. Sie werden gebraucht, um überschüssigen Ökostrom verkaufen und deutsche Nachfragespitzen ausgleichen zu können.
Bayern will den weiteren Ausbau der Wind - und Sonnenenergie über Kredite finanzieren. Wer die teure Ökostromförderung ernsthaft reformieren will, sollte aber bei den Ausgaben anfangen, nicht bei der Verteilung der Kosten.
Die Ökostrom-Umlage steigt seit Jahren. Wie können Verbraucher und Industrie entlastet werden, ohne die Energiewende zu gefährden? Aus der CSU kommt dazu jetzt ein neuer Vorschlag.
In diesem Jahr sind in Deutschland weniger Stellen weggefallen als 2012 – aber auch weniger neue geschaffen worden. Im kommenden Jahr soll es besser werden, dank einer guten Konjunktur.
Der neue Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel geht hart mit der Vorgänger-Regierung ins Gericht. Die Energiewende brauche einen „Neustart“: „Da herrscht zum Teil Anarchie.“
Die Energiewende sollte nicht nur ein Thema für die Industrie sein, sondern auch für jeden Privathaushalt: Denn der verbraucht immer mehr Strom - und kann leicht etwas dagegen tun.
Martin Roth ist ein ehemaliger Recycling-Unternehmer, der sich ganz der Transition-Idee verschrieben hat. Er engagiert sich vor allem dabei, alte Kulturtechniken wieder zu beleben, die für einen nachhaltigeren Lebensstil wichtig sein könnten.
Schon seit vielen Jahren sind die beiden Tübinger Anaim und Klaus Gräff in der Ökologiebewegung aktiv. Die Landwirtschaft hat für sie einen hohen Stellenwert.
Schwarz-Grün in Hessen kann kommen. Nicht nur die CDU hat der Koalition zugestimmt, auch bei den Grünen gab es eine Mehrheit. Sogar eine große.
Lange haben sich Bundesregierungen bemüht, Subventionen zu streichen. Im schwarz-roten Koalitionsvertrag ist davon keine Rede. Experten vermuten dahinter Kalkül und kritisieren „Phrasen ohne jegliche Substanz“.
Die SPD überlässt grünen Fachleuten einflussreiche Führungsposten bei Wirtschaft, Umwelt und Justiz. Trotz einer schwarz-roten Koalition kommt dem Zusammenspiel zwischen Rot und Grün weiterhin eine wichtige Bedeutung zu.
Bislang war das Wirtschaftsministerium nur selten federführend zuständig für ein Gesetzesvorhaben. Jetzt zieht der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel als Superminister ein – und will dem Ministerium zu einer neuen Rolle verhelfen.
Seit Wochen wird die schwarz-grüne Koalition in Hessen verhandelt, jetzt werden die letzten offenen Fragen geklärt. Nächste Woche soll der Koalitionsvertrag vorliegen - das Personaltableau soll aber erst im neuen Jahr stehen.
Fast drei Prozent der Fläche Südhessens soll zu Vorranggebieten für Windkraft erklärt werden. Doch Planer und Regionalpolitiker sind sich jetzt schon sicher, dass zahlreiche Standorte wieder aus dem Entwurf fliegen werden.
Braunkohle ist noch immer ein wichtiger Energieträger. Doch im rheinischen Revier müssen ihr viele Dörfer weichen. Ein Bürger klagt auf sein Recht auf Heimat. Am Dienstag will Karlsruhe sein Garzweiler-Urteil verkünden.
Die Windkraft gilt vielen als Zukunftstechnologie. Doch die gutgemeinte ökologische Energiegewinnung vernichtet Kulturlandschaften und stärkt unfreiwillig die Kohlekraftwerke.
„Heute ist das durchaus vertretbar, was wir machen“, sagte die Kanzlerin ihrer Partei. Es ist zu befürchten, dass dies der Schlüsselsatz ihrer Regierung werden wird.
Die CDU hat auf ihrem kleinen Parteitag dem Koalitionsvertrag mit der SPD einmütig zugestimmt. Es gab lediglich zwei Enthaltungen. Zuvor hatte Bundeskanzlerin Merkel ihre „roten Linien“ für das geplante Bündnis skizziert. Sie verteidigte sowohl die „Mütterrente“ als auch den Mindestlohn-Kompromiss.
Im Norden zu viel Strom, im Süden zu wenig, dazwischen fehlen Stromautobahnen. Dabei wird es wohl noch länger bleiben. Laut Netzagentur ist in diesem Jahr kein einziger neuer Leitungskilometer des geplanten Ausbauprogramms gebaut worden.
Die Jagd auf Metalle und Mineralien für die Stromquellen von morgen ist in vollem Gange. Wie lässt sich die Versorgung sichern und ein Engpass vermeiden? Ein Lagebericht.
Bei Maybrit Illner üben die neuen Koalitionspartner noch ihre Rollen. Haben sie gegen steigende Strompreise auch in ihrem Koalitionsvertrag kaum Konzepte, finden sie Freude daran, mit alten und neuen Freunden zu streiten.
Die Energieversorger im Rhein-Main-Gebiet schalten auf Sparprogramm. Damit steht vieles auf dem Spiel - nicht nur Arbeitsplätze.
Freie Stellen werden nicht neu besetzt. Und der Plan, bundesweiter Stromanbieter zu werden, liegt auf Eis. Der Energieversorger HSE versucht es erst einmal mit einer neuen Strategie.
Die grüne Umweltministerin in Rheinland-Pfalz will die Aufforstung stoppen – und weckt bei vielen den Verdacht, dadurch Platz für Windräder schaffen zu wollen. Das stört auch manche Grüne.
Er ist ein Kommunenkenner: Als Präsident des Deutschen Städtetags beobachtet Dr. Ulrich Maly die Energiewende in Bürgerhand. Er fordert, dass fossile Rohstoffe und Erneuerbare künftig Hand in Hand gehen.
Große Gegensätze: hier der asketische Kabinettssenior, dort der Genussmensch in den besten Politikerjahren. Wolfgang Schäuble und Sigmar Gabriel werden prägende Figuren der großen Koalition sein – egal in welchen Ämtern.
Solar- und Windaktien haben zuletzt eine Hausse erlebt. Börsianer schließen nun Korrekturen nicht aus. Doch es gibt auch Kursphantasie.
In den Wirtschaftsverbänden blickt man neugierig, aber auch mit einiger Sorge auf die Koalitionsverhandlungen in Wiesbaden. Vor allem dürfe die Leistungsfähigkeit des Frankfurter Flughafens nicht leiden, heißt es.
Union und SPD kommen sich nach heftigen Debatten in der Energiepolitik näher. Die CSU aber übt sich weiter in Kritik. Sie lehnt es ab, die teuren Windparks auf dem Meer länger als bislang zu fördern.
Der Klima-Beirat der Regierung hat hoch gepokert. Und verloren. Es gelang nicht, an der Demokratie vorbei zu tricksen.
Vielleicht wird man bei der Bildung der Bundesregierung an Jimmy Carter denken. 1977 schuf er als amerikanischer Präsident ein neues Ministerium: das ...
Philipp Rösler hat bei der Energiewende versagt, wirft ihm der designierter FDP-Chef Christian Lindner im Interview mit der F.A.S. vor. „Es ist unverzeihlich, dass wir diese Chance nicht genutzt haben.“
Zum Artikel „Spiel mit Katastrophen“ von Jasper von Altenbockum (F.A.Z. vom 12. November): Die deutsche Politik hat die „Energiewende“ beschlossen.