Weidmanns Schlacht
Der Bundesbank-Chef will verhindern, dass die EZB eine Notenbank nach italienischem Vorbild wird. Dafür erwägt er sogar den Rücktritt. Der Kampf um den Euro eskaliert.
Der Bundesbank-Chef will verhindern, dass die EZB eine Notenbank nach italienischem Vorbild wird. Dafür erwägt er sogar den Rücktritt. Der Kampf um den Euro eskaliert.
Es ist verständlich, dass Bundesbankpräsident Weidmann über einen Rücktritt nachgedacht hat. Schließlich fühlt er sich nicht nur von der Bundesregierung verlassen - sondern er ist es auch. Ohne Rückhalt in Berlin kann Weidmann nur auf die Bevölkerung zählen.
ruh. FRANKFURT, 31. August. Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat in den vergangenen Wochen mit Vertrauten mehrfach die Möglichkeit seines Rücktritts erwogen.
Die Debatte um die Ausrichtung der Europäischen Zentralbank geht Jens Weidmann nahe: Der Bundesbankpräsident hat in den vergangenen Wochen mit Vertrauten mehrfach darüber diskutiert, ob er zurücktreten sollte.
Nicht nur deutsche, sondern auch französische Banken reduzieren ihre Engagements in den Euroländern. Morgan Stanley befürchtet eine „Balkanisierung“ des Bankenmarktes im Euroraum.
Eigentlich ist die Notenbank-Konferenz in den Rocky Mountains ein Pflichttermin für Zentralbanker. Doch EZB-Präsident Draghi hat jetzt überraschend abgesagt. Grund sei die hohe Arbeitsbelastung.
Das Thema passt bestens zu Frankfurt. Und doch wurde es noch nie ausführlich und öffentlich in dieser Stadt erörtert. Das wird sich nun ändern.
Die Europäische Zentralbank beschreibt erstmals öffentlich ihre künftige Rolle in der Bankenaufsicht: Sie fordert Zugang zu allen notwendigen Informationen, Eingriffsrechte sowie das Recht, nicht lebensfähige Banken zu schließen. Die Bundesbank dagegen warnt vor einem Zielkonflikt.
Bundesbank-Präsident Jens Weidmann kämpft gegen den geplanten Kauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank. Die Kanzlerin unterstützt ihn dabei kaum, sie lobt lieber EZB-Präsident Mario Draghi. Das Verbot der Staatsfinanzierung ignoriert auch sie.
Bundesbank-Präsident Jens Weidmann übt scharfe Kritik an den Plänen der Europäischen Zentralbank (EZB), ein neues Programm zum Kauf von Staatsanleihen aufzulegen. Für ihn sei das „zu nah an einer Staatsfinanzierung durch die Notenpresse“.
Jörg Asmussen ist Deutschlands Mann in der EZB. Jetzt hilft er, die Notenpresse anzuwerfen. Der Kanzlerin ist’s recht. Sein alter Freund, Bundesbankchef Jens Weidmann, schreit auf.
In Arbeitsgruppen rangeln die Notenbanker um die Ausgestaltung des Anleiheprogramms.
Der ehemalige Bundesbankpräsident Ernst Welteke ist ein leidenschaftlicher Anhänger und Verteidiger der Währungsunion und zugleich ein ausgewiesener
Im Kampf gegen die Schuldenkrise stellt die Europäische Zentralbank mehrere Optionen in Aussicht. Diskutiert werden Käufe von Staatsanleihen in unbegrenzter Höhe sowie Zinsschwellen für künftige Käufe. Die Bundesbank hält allerdings an ihren grundsätzlichen Bedenken fest.
EZB-Direktor Asmussen hat im Streit über die Krisenpolitik der Europäischen Zentralbank den Kurs von Notenbankchef Draghi und das neue Programm zum Ankauf von Anleihen verteidigt. Bedenken von Bundesbank-Präsident Weidmann wies Asmussen zurück.
Vor 60 Jahren trat Deutschland dem Internationalen Währungsfonds und der Weltbank bei. Passend zum Jubiläum kommen nun Warnungen vor einer Überdehnung der Rolle des IWF.
Die Euro-Staaten sind in der Bailout-Spirale gefangen. Welche Optionen hat Europa jetzt? Entweder zurück zum Maastricht-Vertrag oder vorwärts in den Einheitsstaat.
Nach Jahren der Krise hat die Sorge ums Geld die normalen Leute erfasst. Sie halten ihr Geld zusammen. Und die Reichen stürzen sich auf Immobilien.
Für die Europäische Zentralbank kommt die Stunde der Wahrheit. Der Euro wird „gerettet“ - um den Preis der Stabilität.
Die Zinsen für Tagesgeld sind gefallen. Als Grund gilt die Leitzinssenkung im Euroraum vor vier Wochen. Doch es gibt noch attraktive Angebote.
Die Bundesbank hat die zweitgrößten Goldreserven der Welt. Der Schatz soll das Vertrauen der Bürger ins Geld stärken. Doch ein Großteil des Goldes lagert im Ausland. Seit langem hat es keiner mehr gesehen. Womöglich ist es nicht mehr da.
Weil die Politik gescheitert ist, soll der Euro jetzt mit der Notenpresse gerettet werden. Ein gefährlicher Plan. Der ehemalige EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing sieht die Stabilität des Geldes als gefährdet an.
Es gibt in Deutschland keine Spur einer Immobilienblase, meint das IW. Vorsicht, bitte.
ppl. FRANKFURT, 3. August. Die Deutsche Bundesbank wehrt sich gegen den Eindruck, dass ihr Präsident im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) isoliert ist.
Als Einziger hat Bundesbank-Präsident Jens Weidmann im EZB-Rat gegen die neuen Anleihekäufe gestimmt. Deutsche Kommentatoren sehen ihn isoliert; spanische und italienische polemisieren gegen Deutschland.
Die Deutsche Bundesbank steht in ihrer Ablehnung alleine da: EZB-Präsident Draghi stellt weitere Ankäufe von Staatsanleihen in Aussicht, formuliert aber einige Bedingungen. Das enttäuscht wiederum die Märkte.
Der Konflikt über Anleihekäufe der EZB spitzt sich zu. Der Bundesbank Präsident Weidmann will derlei Käufe verhindern. Kann er den EZB-Präsidenten Draghi bremsen?
Mit seinem Bekenntnis zur Rettung des Euro hat der Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, hohe Erwartungen an die nächste Ratssitzung am Donnerstag geweckt. Doch Bankenvolkswirte bezweifeln, dass die Zentralbank bald die Anleihekäufe von Krisenstaaten wieder aufnimmt.
Der hessische Europaminister und FDP-Chef Hahn hat die Bundesregierung aufgefordert, eine Klage gegen die Europäische Zentralbank vor dem Europäischen Gerichtshof zu prüfen. Der Ankauf von Staatsanleihen der Krisenländer habe mit dem Auftrag der EZB nichts mehr zu tun.
Das Rad der Krisendiplomatie dreht sich immer schneller: Auch der italienische Ministerpräsident Monti will nun „alles tun, um die Eurozone zu schützen“. Der amerikanische Finanzminister Geithner wird in Deutschland erwartet, und EZB-Präsident Draghi möchte in Frankfurt die Wogen glätten.
Deutschland und Frankreich wollen die Eurozone mit allen Mitteln absichern. Spekuliert wird über eine Gemeinschaftsaktion von EZB und Rettungsfonds. Doch die Bundesbank wehrt sich gegen Anleihekäufe.
Auf den Spuren Mario Draghis: Am Donnerstag versprach der EZB-Chef, alles Notwendige zu tun, um den Euro zu erhalten. Die Bundesbank versuchte, ihn zu bremsen. Doch nun folgen Kanzlerin Merkel und der französische Präsident Hollande dem Italiener fast wortidentisch.
Nach dem kräftigen Kurssprung am Vortag schicken Gewinnmitnahmen den Dax abwärts. Die Diskussion um mögliche Anleihenkäufe durch die EZB hat am Freitag bisher das Geschehen an der Börse bestimmt.
Die Not der Südländer ist so groß, dass EZB-Chef Draghi neue Käufe von deren Staatsanleihen andeutet. Die Bundesbank ist aus guten Gründen sehr skeptisch. Doch Draghi hat gezeigt, dass er zu vielem fähig ist. Auch zum Beiseiteschieben deutscher Bedenken.
Zu „Die Normativität des Praktischen“ (F.A.Z. vom 11. Juli): Mit der „normativen Kraft des Faktischen“ pflegen Juristen, wenn auch nicht immer unbedingt ernst, ...
Am Donnerstag stimmt der Bundestag über die Hilfskredite für Spanien ab. Bundesbank-Präsident Weidmann hat gefordert, nicht nur auf die Bankensanierung zu drängen. Doch er wird ignoriert.