Hü und hott in der Commerzbank
Commerzbank-Chef Blessing betitelt seine Strategien längst nicht mehr hoffnungsvoll. Doch wie schnell er diesmal seinen Plan ins Gegenteil umkehrt, ist schon fast atemberaubend.
Commerzbank-Chef Blessing betitelt seine Strategien längst nicht mehr hoffnungsvoll. Doch wie schnell er diesmal seinen Plan ins Gegenteil umkehrt, ist schon fast atemberaubend.
Die Commerzbank kommt nicht zur Ruhe. Die am Dienstagabend bekanntgegebene Kehrtwende in der Strategie gefährdet bis zu 1400 Jobs in dem Konzern.
Gericht stoppt auf Apple-Antrag den Verkauf von Samsung-Tablets in Amerika, Salzgitter leidet unter der Eurokrise und Infineon senkt sein Umsatz- und Gewinnziel. Opel könnte bald Peugeots und Citroëns bauen und die amerikanische Ratingagentur Egan-Jones senkt Deutschlands Kreditwürdigkeit.
Die europäische Schuldenkrise und die eingetrübten Wirtschaftsaussichten veranlassen die Commerzbank dazu, ihren Konzernumbau drastisch zu verschärfen: Die Bank wickelt ihre Immobilien- und Schiffsfinanzierung ab.
Die Aussichten auf Schadensersatz verschlechtern sich weiter: Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs mussten die Banken ihre Kunden beim Verkauf von Lehman-Zertifikaten nicht über den eigenen Gewinn aufklären.
In den Bankentürmen regiert nicht nur das Geld. Viele Häuser beschäftigen eigene Kuratoren, die mit Kunst die Kommunikation der Mitarbeiter ankurbeln sollen.
Nach dem Wahlsieg der konservativen Kräfte in Griechenland tendieren die deutschen Aktien fester. Anfängliche höher Kursaufschläge reduzierten sich aber rasch.
Der Energieversorger EnBW ist laut einem Zeitungsbericht Ziel einer Steuerrazzia geworden, Crédit Agricole sichert sich Vermögenswerte seiner griechischen Tochter und Microsoft kauft die Softwarefirma Yammer für eine Milliarde Dollar. Die Ratingagentur Egan Jones stuft die Bonität Frankreichs herunter und die EZB könnte die Aufsicht über Banken in der Euro-Zone erhalten.
Der italienische Staat hat durch eine Anleiheauktion 4,5 Milliarden Euro eingenommen. Allerdings werden die Kredite für die Italiener immer teurer: Um bis 2015 Geld zu leihen, müssen sie den Anlegern 5,3 Prozent Zinsen zahlen.
Bei einer Auktion von Geldmarktpapieren mit Laufzeit von zwölf Monaten verlangten Investoren am Mittwoch Zinsen in Höhe von 3,97 Prozent. Bei der jüngsten vergleichbaren Versteigerung am 11. Mai waren es noch 2,34 Prozent gewesen.
Die Angst vor einer Ausbreitung der Schuldenkrise der Euro-Zone hält am Dienstag den Aktienmarkt weiter in Schach. Dabei belasten die schwächeren Vorgaben aus den Vereinigten Staaten und Asien weniger stark als viele Marktteilnehmer vor Handelsbeginn befürchtet hatten. Nach dem Hilfeersuchen Spaniens scheint Italien immer stärker in den Fokus der Märkte zu rücken.
Nach heftigen Schwankungen haben die deutschen Aktienmärkte am Mittwoch Boden gut gemacht. Alle wichtigen Leitindizes schlossen im Plus. Dass die Europäische Zentralbank den Banken vorerst keine weiteren Kredite geben will, drückte auf die Stimmung.
Die Ratingagentur Moody’s hat zu einem Rundumschlag gegen deutsche Banken ausgeholt. Wegen der sich zuspitzenden Krise und dem höheren Risiko setzte Moody’s die langfristige Bonitätsbewertung von sieben Instituten in Deutschland herab.
Dank positiver Meldungen zu Spaniens Banken sowie guter Vorgaben aus Übersee legt der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch zu Der Markt reagiert mit Erleichterung darauf, dass die Probleme Spaniens scheinbar endlich angepackt werden. Der Dax steigt um 0,7 Prozent auf 6010 Punkte. Der marktbreite FAZ-Index steigt um 0,75 Prozent auf 1312 Punkte.
Nach erfolgreichem Test beginnt die Commerzbank offiziell die Kooperation mit dem Internethypothekenkreditvermittler Interhyp. Wer eine Immobilie kaufen will, erhält in der Filiale Angebote verschiedener Banken.
Deutsche, amerikanische und britische Renditen sind so niedrig wie nie. Die Kurse am Aktienmarkt fallen seit fünf Wochen. Der Bericht vom internationalen Finanzmarkt.
S&P beziffert die Wahrscheinlichkeit für ein griechisches Euro-Aus auf ein Drittel, Egan-Jones stuft Großbritannien herab und die australische Zentralbank senkt den Leitzins.
Der Dax ist am Freitag mit leichten Verlusten in den Handel gestartet. Im Mittelpunkt des Börsengeschehens dürften am letzten Handelstag der Woche Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten stehen.
Zeitenwende in der Deutschen Bank: viele gehen, Anshu Jain und Jürgen Fitschen kommen.
Nach dem Platzen der Immobilienblase haben die deutschen Banken ihr Engagement in Spanien zwar reduziert, stehen aber weiterhin mit 112 Milliarden Euro im Feuer. Die meisten ausstehenden Kredite weist die Deutsche Bank auf. Auch der deutsche Staat wäre von der Krise in Spanien getroffen.
Nach freundlichem Start tendieren die wichtigsten deutschen Aktienindizes am Donnerstag wenig verändert. Der Dax verliert leicht und fällt auf 6283 Punkte. Der marktbreite FAZ-Index verliert 0,2 Prozent auf 1374 Punkte. Der EU-Sondergipfel in Brüssel habe keine konkreten Beschlüsse zu Tage gefördert, so die Meinung der Helaba-Experten. „Es war ein Versuch der Annäherung.“
Die Commerzbank-Aktionäre gehen auf der Hauptversammlung in Frankfurt hart ins Gericht mit Vorstand und Aufsichtsrat. Sie rügen Kapitalvernichtung und angehobene Vorstandsgehälter.
Die Blockupy-Protesttage sollen Frankfurts Finanzszene lahmlegen. Sie lähmen aber auch den Einzelhandel. Ladeninhaber rechnen mit Krawall und weniger Umsatz.
Der Commerzbank-Turm und das ebenfalls von dem Kreditinstitut belegte Hochhaus Galileo in Frankfurt werden wegen der geplanten Blockupy-Aktionen für vier Tage geschlossen.
Die Furcht vor einer endgültigen Abkehr Griechenlands vom Sparkurs und eine schwache Anleihenauktion in Spanien setzten den Börsen am Montag zu.
Die Nachrichten zur europäischen Schuldenkrise könnten kaum schlechter sein, trotzdem fällt der Goldpreis weiter. Seit Anfang des Jahres sind die Gewinne im Rohstoffsektor dahin.
Für den Vorstandsvorsitzenden der Commerzbank ist die Zeit der Bescheidenheit vorbei: Einem Zeitungsbericht zufolge wird das Grundgehalt von Martin Blessing in diesem Jahr nahezu verdreifacht.
Die Commerzbank hat das Gehalt ihres Vorstandsvorsitzenden fast verdreifacht, nun regt sich heftige Kritik. Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger hält die neuen Bezüge für „vollkommen unangemessen“, die Commerzbank verteidigt sich nach Kräften.
Die Commerzbank hat Investmentbankern ihre Boni verweigert, weil sie in der Finanzkrise Verlust angehäuft hatten. Jetzt entscheidet ein Gericht: Das geht nicht, die Bank muss 52 Millionen Euro nachzahlen.
Drei Monate vor Ablauf der Frist hat die Commerzbank die von der Europäischen Bankenaufsicht ermittelte Kapitallücke von 5,3 Milliarden Euro schließen können. Der Nettogewinn ging im ersten Quartal allerdings deutlich zurück, die Gewinnprognose für das erste Halbjahr ist gesenkt.
Rohöl wird billiger: Der Preis für die Sorte Brent ist inzwischen auf ein 3-Monats-Tief gesunken. Die Vereinigten Staaten haben so große Ölvorräte wie seit 20 Jahren nicht mehr.
Nach deutlichen Auftaktverlusten gehen die deutschen Aktienmärkte am Montag erholt aus dem Handel. Besonders stark gewinnen Commerzbank und Adidas.
Die Berichtssaison in Deutschland erreicht ihren Höhepunkt. Die am Donnerstag vorgelegten Zahlen sind fast durch die Bank recht ansprechend. Das gilt weniger für die Commerzbank und Klöco.
Bankaktien sind so billig wie nie. Kein Wunder nach mehr als vier Jahren Krise. Mutige Anleger fassen jetzt wieder Vertrauen.
Die Bundesrepublik hat ihre geplante Kreditaufnahme am Mittwoch deutlich verfehlt. Eine Auktion 30-jähriger Staatsanleihen traf nur auf geringe Nachfrage.
Alle Banken schrumpfen. Nur die eine nicht: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau hat sich heimlich, still und leise zu einer gigantischen Staatsbank gemausert.