Beethoven, aber ihr könnt mich auch Van nennen
Als völlig Fachfremder gründete Hartmut Welscher 2013 „Van“, ein Online-Magazin über klassische Musik. Dessen Recherchen wirbeln inzwischen die Branche auf.
Als völlig Fachfremder gründete Hartmut Welscher 2013 „Van“, ein Online-Magazin über klassische Musik. Dessen Recherchen wirbeln inzwischen die Branche auf.
Oberkirch ist die unbestrittene Welthauptstadt des Obstbrandes. Fast achthundert Brennereien gibt es in dem Städtchen am Rand des Schwarzwalds, in dem aus Hochprozentigem Hochklassiges wird. Die Kolumne Geschmackssache.
In seinem früheren Leben war das „Cordo“ in Berlin-Mitte einmal eine turbulente Weinbar. Heute ist es ein entspanntes Feinschmeckerrestaurant, in dem es der junge Koch Yannic Stockhausen allerdings noch immer krachen lässt. Die Kolumne Geschmackssache.
Anachronismus mit Aerodynamik: Das alte Viertel Tiong Bahru atmet noch einen Geist, der überall sonst in der Fortschrittsversessenheit von Singapur verschwunden ist. Jetzt wird es für den Tourismus entdeckt.
Der Sohn kündigt eine Übernachtung bei einem Schulfreund an. Bei der Mutter geht der Puls hoch. Wer ist dieser Max? Wie ticken seine Eltern? Droht wieder eine lange Aufarbeitung über Identität und Kultur im Anschluss?
Tanzen, um die Feinde zu ärgern: Die Tallinn Music Week zieht an die EU-Außengrenze in Narva.
Am „Tag des Sieges“ am 9. Mai zeigt sich jedes Jahr, wie unterschiedlich Letten und russische Minderheit Vergangenheit und Gegenwart sehen. Was passiert nun angesichts des Kriegs in der Ukraine?
Ein russischer Arzt und Schriftsteller auf der Flucht: „Wir hassen den Krieg, wir hassen den, der ihn entfesselt hat – und wollen raus aus Russland“. Ein Gastbeitrag.
Praktisch, lässig, vielseitig: Die Bermudashorts erweisen sich diesen Sommer nicht nur an Männerbeinen als besonders vielseitig. Sie haben auch eine bewegte Geschichte hinter sich.
Der Schauspieler Tom Schilling macht weiter Popmusik. Nennt seine Band jetzt Die Andere Seite, schreibt sehnsüchtige Texte wie aus dem Märchenbuch und wünscht sich, ein ausgeglichener Mensch zu sein. Sein neues Album „Epithymia“ macht trotzdem Spaß.
Kiefer Sutherland über sein wildes Leben, den berühmten Vater, einen Sommer in Köln und die Serie „24“ – die er selbst nicht angeschaut hat.
Hier sind allein die Frauen die Helden: Anne Lenk überträgt Kleists Verwechslungskomödie „Amphitryon“ am Staatstheater Nürnberg in die Gegenwart.
Auch in Czernowitz in der Westukraine kommt der Krieg immer näher. Doch der Kulturkrieg ist schon seit Jahren da. Die Ukrainer trennen sich von den Resten der russischen Welt.
Gern zu kochen, ja es zu zelebrieren ist ein Distinktionsmerkmal geworden. Genauso wie vegan sein oder Lastenfahrrad fahren. Ist ja okay, aber nicht für jeden. Hier schreiben vier Kolleginnen und Kollegen, warum sie Kochen schrecklich finden. Vielleicht geht’s Ihnen ähnlich?
Es sieht niedlich aus, aber was bedeutet es für Zwillinge, wenn Eltern sie immer gleich anziehen? Unser Autor war in seiner Kindheit selbst betroffen – und denkt zurück an einen Kampf um die eigene Identität und Persönlichkeit.
Die neue Innenministerin hat die Zuständigkeit für das Bauen abgeben. Die Heimat hat sie aber behalten. Was hat Nancy Faeser damit vor?
In den Südtiroler Dolomiten hängt die Messlatte ein wenig höher als im Rest der Alpen, jedenfalls wenn es um Architektur und Kulinarik geht: vier Einkehrschwünge.
Mit seiner Selbstdarstellung als Intellektueller ist Franco A. weit gekommen. Doch vor Gericht verfängt sie nicht. Ein Psychogramm.
Tocotronic machen auf ihrem 13. Album „Nie wieder Krieg“ fast nichts neu und fast alles richtig. Aber braucht es das wirklich: Gitarrengeschrammel, Wortspielereien, Berufsjugendlichkeit und eine Handvoll Melodien?
Für ihre verwunschenen Gärten und die schummrigen Straßen macht die rumänische Hauptstadt keine Werbung. Zu entdecken gibt es dort trotzdem eine ganze Menge.
Zu seinen Lebzeiten war Norman Mailer ein weltberühmter Autor. Jetzt bemerkt sein Verlag, dass Mailer einst das N-Wort verwendet hat – und sagt ein Buchprojekt ab. Ein Skandal wird leider nicht daraus.
Nach der Messe einen Cappuccino: Der Moskauer Priester Andrej Schtschenikow war früher Schauspieler. Seine Kirche des heiligen Antipas wurde zum Sammelpunkt der kreativen Jugend. Doch die westliche Anmutung täuscht.
Fleischlos, zuckerfrei, roh? Die Küche der amerikanischen Südstaaten ist das genaue Gegenteil von den Food-Hipstern in Berlin: Hier liebt man Fleisch. Ein Erweckungserlebnis in Tennessee.
Vor zehn Jahren wurde er mit dem Song „Easy“ bekannt. Jetzt vergleicht er sich mit Elon Musk – und ist doch keinen Schritt weiter. Ein Treffen in Berlin mit dem deutschen Rapper Cro, der heute zumeist auf Bali lebt.
Mit seinem „Levelling up“-Programm will der englische Premierminister Boris Johnson die Angleichung der Lebensverhältnisse für die Menschen im Norden Englands erreichen. Kann das klappen?
Die Kunsthalle Bielefeld feiert das Werk von Nicole Eisenman. Die Gemälde der 1965 in Verdun geborenen Künstlerin wirken wie Echos der großen Krisen unserer Zeit.
Holešovice, der siebte Bezirk der tschechischen Hauptstadt, ist eines der aufregendsten Stadtviertel Europas: alternativ, jung, lebendig und weit weg von den Touristenmassen der Altstadt.
Tagebuch einer sterbenden Stadt: Mit dem Film „Für Sama“ erklärt eine Mutter ihrer Tochter, warum sie für die Freiheit Syriens ihr Leben gäbe. Ein Kriegsfilm eigenen Ranges.
Als Retter vor dem Verkehrsinfarkt der Städte gegen das Auto in Position gebracht und als klimafreundlich bejubelt, verspricht das Cargobike noch dazu Fahrspaß. Kein Wunder, dass es mächtig in Mode ist.
Diese Frisur überwindet und verbindet: Der Vokuhila ist plötzlich wieder aktuell – auch als Widerstand gegen die glattgebürstete Gegenwart.
Mit Veganz will das erste vegane Unternehmen in Deutschland an die Börse. Ein Gespräch mit Gründer Jan Bredack über seinen eigenen Veganismus, Hipster-Hochburgen und die Pläne für die Zukunft.
Mit einem Jahr Verspätung eröffnet in Dubai die Weltausstellung Expo 2020. Der deutsche Pavillon, der die Besucher mit Öko-Diplomen beglückt, enttäuscht architektonisch und inhaltlich.
In Scharen streben Sinnsuchende aus der Großstadt aufs Land. In Gerswalde in der Uckermark kann man sehen, wie Welten aufeinander prallen. Unmut regt sich in Berlins hipstem Vorort nicht nur wegen der explodierenden Immobilienpreise.
Es fühlt sich gut an, viel Geld für die Gesundheit auszugeben: Anne Lenk eröffnet die Spielzeit des Schauspiels Hannover mit Molières „Eingebildetem Kranken“.
Am Tag der Bundestagswahl stimmen die Berliner auch über das Abgeordnetenhaus ab. Der rot-rot-grüne Senat hinterlässt der Hauptstadt einen Berg an Problemen.
Seit Neuestem spielen deutsche Romane am liebsten auf dem Land. Wo Autorinnen wie Juli Zeh oder Judith Hermann leben. Was suchen sie dort? Und was findet man, wenn man ihre Bestseller liest?