Zwischen Ratten, Müll und Stacheldraht
Mindeststandards? Fehlanzeige. Manche Flüchtlinge leben in Deutschland unter erbärmlichen Bedingungen. Doch die privaten Betreiberfirmen machen mit ihren Unterkünften Kasse.
Mindeststandards? Fehlanzeige. Manche Flüchtlinge leben in Deutschland unter erbärmlichen Bedingungen. Doch die privaten Betreiberfirmen machen mit ihren Unterkünften Kasse.
Die Hessen-SPD hält den Einsatz privater Sicherheitsdienste etwa in Flüchtlingsunterkünften für notwendig. Mit Blick auf die Übergriffe auf Asylbewerber in Burbach heißt es: „Das ist eine Riesen-Sauerei.“
Vor wenigen Tagen hat der Landkreistag mehr Geld vom Land für die Aufnahme von Flüchtlingen in Hessen gefordert, nun reagiert das Land: Die Kommunen sollen von 2015 an 30 Millionen Euro mehr erhalten.
Die Zahl der Flüchtlinge steigt rapide. Der hessische Ministerpräsident nennt es daher „hanebüchen“, dass das deutsche Recht eine Unterbringung in leeren Bürogebäuden verbietet.
Andere Bundesländer schicken immer mehr Flüchtlinge in die hessische Erstaufnahmestelle in Gießen - zuletzt kamen 250 aus Dortmund. Nun beschwert sich Hessens Sozialminister und fordert eine nationale Asylkonferenz.
Die zunehmende Zahl an Flüchtlingen überfordert viele Kommune in Hessen finanziell, wie der Landkreistag feststellt. Er fordert mehr Geld vom Land.
Die FDP fordert einen „Flüchtlingsgipfel“ für Hessen. Auch wenn derartige Treffen bisher oft ergebnislos versickerten, spricht vieles für einen Gipfel - um so eine geordnete Aufnahme neuer Flüchtlinge zu planen.
Syrien, Eritrea oder Afghanistan. Immer mehr Menschen fliehen vor Krisen und Kriegen aus ihrer Heimat - auch nach Hessen. Kommunen und Städte müssen bei der Unterbringung improvisieren.
Alle Flüchtlinge, die in Hessen landen, kommen erst einmal nach Gießen. Die Einrichtung dort ist überfüllt. Nun wurden sogar Zelte aufgestellt.
Der Flüchtlingsrat hatte der Stadt Wiesbaden vorgeworfen, Asylbewerber menschenunwürdig unterbringen zu wollen. Die SPD verteidigt die geplanten Containerwohnungen. Aber auch Privatleute sollen Unterkünfte anbieten.
Die Zahl der Asylanträge wächst in Deutschland rasant. Ein neues Programm soll Flüchtlinge künftig während der monatelangen Wartezeit auf den Arbeitsmarkt vorbereiten.
Arm und Reich gehen sich aus dem Weg. Der Bau neuer Stadtteile verstärkt den Trend, dass sich die Quartiere unterschiedlich entwickeln. Die Politik hat wichtige Instrumente aus der Hand gegeben, dies zu verhindern.
Die Zahl jugendlicher Flüchtlinge in Frankfurt ist so hoch wie in den achtziger Jahren nicht mehr. Um sie angemessen zu versorgen, müssen die Helfer kreativ werden.
Mit der wieder steigenden Zahl von Asylsuchenden wachsen Probleme: Wo sollen die Leute leben? Kreise und Städte müssen reagieren. Streiflichter aus der Region.
Rund 350 Flüchtlingen im Jahr eine zumutbare Bleibe zu bieten, ist für das hochverschuldete Mainz auf Dauer schwierig. Aber beim Bau neuer Unterkünfte sollten nicht nur ökonomische Kriterien zählen.
Der Stadt Mainz bleibt nichts übrig, als Containerdörfer zu bauen. Jeweils 160 Menschen sollen in Weisenau und der Oberstadt unterkommen.
203 Syrer haben bisher in Hessen Zuflucht gefunden. Unter den Aufgenommenen sind 184 Flüchtlinge aus einem im Mai 2013 aufgelegten Programm.
Flüchtlinge und Asylbewerber sollen in ein einstiges Hotel in Kassel einziehen. Doch als die Brandschutzversicherung davon erfährt, kündigt sie den Kontrakt. Die Stadt ist empört.
Die scheinbar heiße Spur zu einer möglichen Erklärung für das Verschwinden von Flug MH370 ist wohl keine: Der Terrorverdacht gegen zwei Männer mit gestohlenen Pässen an Bord erwies sich als falsch. Indes scheint es eine Spur zum Wrack zu geben.
Mehr als 10.000 Männer, Frauen und Kinder dürfte es auf der Flucht vor Gewalt und Armut in anderen Ländern dieses Jahr nach Hessen verschlagen. Die Kommunen müssen sie versorgen - und haben zu wenig Geld dafür.
Der CDU-Abgeordnete Irmer hat Flüchtlingen „Asylmissbrauch“ und „Einwanderung in die Sozialsysteme“ vorgeworfen. Die Grünen - einst in der Opposition schärfste Kritiker Irmers - versuchen nun die Woge zu glätten.
Der Plan des Landkreises Offenbach, in Rodgau 80 Flüchtlinge in Containern einzuquartieren, ist auf heftige Kritik der Bürger gestoßen. Sie fordern reguläre Wohnungen.
Rund 40 Gemeinden schützen Flüchtlinge vor der sicheren Abschiebung, indem sie ihnen Kirchenasyl gewähren. Auch das zuständige Bundesamt respektiert die Praxis – niemand will Gotteshäuser von Polizisten stürmen lassen.
Nudeln, Reis, H-Milch, eingeschweißte Brötchen und Wurst wurden bisher den Flüchtlingen in der Asylbewerberunterkunft in Aschaffenburg ausgehändigt. Von Freitag an gibt es aber Bares.
Nach ihrer Flucht um die halbe Welt haben 22 Männer aus Afrika in der Frankfurter Gutleutkirche Obdach gefunden. Ob sie bleiben können, ist ungewiss.
Auch über Weihnachten ist der syrische Student Mohammad Abazid im Dauereinsatz für Flüchtlingsfamilien in Südhessen gewesen. Andere bringen Geschenke. Aber sie helfen auch in Syrien.
Der Streit um die Finanzierung der Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen darf nicht zu einem Signal für mangelnde Hilfsbereitschaft oder für parteipolitisch motivierte Kämpfe werden.
Die Zahl der Flüchtlinge in Hessen steigt. Doch die Kosten für ihre Unterbringung seien nicht gedeckt und so fordern die Kommunen mehr Geld vom Land.
Das frühere Sozialrathaus Gallus stand leer, dann wurde es besetzt. Jetzt finden dort Minderjährige aus Krisengebieten Unterkunft.
Mehr und mehr Asylbewerber kommen nach Deutschland. Sie suchen Frieden, aber auch Wohlstand. Dafür müssten sie eigentlich arbeiten. Vielen fehlt es dafür an Bildung – und andere lässt man nicht.
Am Flughafen Kassel-Calden sind 175 syrische Flüchtlinge aus Lagern im Libanon gelandet. Sie wurden begrüßt mit den Worten: „Werden Sie hier in Deutschland glücklich“.
Die Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt zeigt Brasilien als Zufluchtsort deutscher Emigranten.
Deutschland hat sich verpflichtet 5000 syrische Flüchtlinge aufzunehmen. Doch viel mehr Einreiseanträge sind bereits gestellt. So setzt die Familie von SPD-Chef Mike Josef nun große Hoffnungen in ihn.
Die Leiterin des Sozialamts spricht über die gestiegene Zahl minderjähriger Flüchtlinge, die in Frankfurt ankommen. Andere Städte und Kreise müssten mehr von ihnen aufnehmen.
Seit zweieinhalb Jahren ist Guuraa auf der Flucht. Von Mogadischu nach Frankfurt war es ein weiter und gefährlicher Weg für den 16 Jahre alten Somali. Ob er bleiben darf, ist noch immer nicht entschieden. Dabei fühlt er sich längst zu Hause.
In den vergangenen Monaten kommen viele, vor allem junge Flüchtlinge nach Hessen. Jedoch sind Unterkünfte kaum vorhanden. Das Sozialministerium kritisiert, dass die Landkreise ihren Pflichten nicht nachkämen.