Mindestlohn für die Zeitarbeit kommt nicht voran
Der Plan, in diesem Jahr einen Mindestlohn für Zeitarbeiter einzuführen, droht zu scheitern. Dem Arbeitsministerium liegt noch kein Tarifvertrag vor.
Der Plan, in diesem Jahr einen Mindestlohn für Zeitarbeiter einzuführen, droht zu scheitern. Dem Arbeitsministerium liegt noch kein Tarifvertrag vor.
svs. FRANKFURT, 8. September. Die Einführung des Mindestlohns für die Zeitarbeit in diesem Jahr droht zu scheitern. Nach Informationen dieser Zeitung liegt dem Bundesarbeitsministerium noch kein Tarifvertrag vor, auf dessen Basis ...
Zu "Das Märchen vom Jobwunder Zeitarbeit" (F.A.Z. vom 2. August): Sehr interessant, wie Gerd Herzberg sich die Fakten zurechtlegt, wie er sie braucht. Dass die neugeschaffenen Stellen im vergangenen Jahr vielfach Zeitarbeitsstellen sind, mag sein.
Zum Beitrag von Gerd Herzberg "Das Märchen vom Jobwunder Zeitarbeit" (F.A.Z: vom 2. August): Zunächst ist Gerd Herzberg zuzustimmen, wenn mit der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts zur Tarifunfähigkeit der Christlichen Gewerkschaften ...
Über 900 000 Beschäftigte werden derzeit von ihrem Arbeitgeber an ein anderes Unternehmen "verliehen". Ihre Zahl ist seit 1980 um das 27fache gestiegen. Von 322 000 neu geschaffenen Stellen im letzten Jahr entstanden 182 000 bei Leiharbeitsfirmen.
Die Zweifel an einer nachhaltigen Erholung der Weltwirtschaft dürften der Zeitarbeitsbranche weiter gute Geschäftsergebnisse bescheren, sagte der Vorstandsvorsitzende des niederländischen Anbieters Randstad bei der Erläuterung der ...
Die Erfolge der Zeitarbeit provozieren etablierte Gewerkschaften: Niedrigere Löhne schaffen Arbeitsplätze. Ein fragwürdiger Richterspruch bedroht die Existenz vieler Leiharbeitsfirmen und strapaziert die Grenzen der Rechtsstaatlichkeit.
In der Zeitarbeitsbranche ist das Zittern groß. Zuerst macht es sich an diesem Mittwochvormittag vor dem Arbeitsgericht Berlin nur in kleinteiligen Vorwürfen an den Vorsitzenden Richter bemerkbar: Mal wurden Schriftsätze nicht zugestellt, mal fehlen Kopien, dann wurden gleich diverse Fakten nicht „von Amts wegen" ermittelt. Fast eineinhalb Stunden überhäufen die Rechtsanwälte der Zeitarbeitsbranche das Gericht in dem Verfahren um Gehaltsnachzahlungen mit Vorwürfen, bevor sie ihr eigentliches Geschütz auffahren.