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Blog | Per Anhalter durch die Arbeitswelt

Bildungsstreik 2009: Ein typisches Wintermärchen

Das Bundeskartellamt verurteilte die Kaffeeröster Dallmayr, Tchibo und Melitta zu einer Geldbuße im dreistelligen Millionenbereich, weil ihre internen Absprachen die Logik des freien Marktes zu Lasten der betroffenen Kunden außer Kraft gesetzt haben. Was hat das mit Bildungsstreik an deutschen Hochschulen zu tun? Nun: Genial am Reiseführer „Per Anhalter durch die Arbeitswelt" ist, dass er solche Zusammenhänge aufdeckt - gerade auch im Bildungsuniversum.

Christian Scholz
11.01.2010 09:34 Uhr

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Blogs | Chaos as usual

Kapitalismus, Sozialismus und ein schlechter Pferdesattel

"An einem Morgen im Frühherbst des Jahres 1909 begaben sich zwei Duellanten in Begleitung ihrer Sekundanten zum Austragungsort ihres Ehrenkampfes, wie es der code duello vorschrieb. Keiner der beiden war ein sonderlich guter Fechter. Nach einigem Herumgefuchtel mit ihren Säbeln traf jedoch schließlich der Säbel des einen Duellanten den anderen an der Schulter und fügte ihm einen Schnitt zu. Kaum hatte das Blut zu fließen begonnen, schritten die Sekundanten auch schon ein und erklärten das Gefecht für beendet. Schlugen sich die beiden Rivalen um die Hand einer Frau? Waren es Offiziere, die einen Ehrenkampf austrugen? Nein. Der eine war Professor, der andere Bibliothekar. Und sie schlugen sich um die Frage, ob Studenten leichteren Zugang zu Büchern erhalten sollten oder nicht. Der Professor, der das Duell für sich entschied, war Schumpeter selbst." Das ist nur eine der zahlreichen Anekdoten, die in der Schumpeter-Biographie von Thomas K. McCraw, die im Oktober 2008 auch auf deutsch erschienen ist, nachzulesen sind. Es gibt nicht viele Biographien, zumal nicht über Nationalökonomen, die man mit Spannung und konstant guter Unterhaltung liest, aber diese ist mit Sicherheit eine davon. Sie hat in meinen Augen das Zeug, in Sachen Joseph A. Schumpeter das zu werden, was Robert Skidelskys Werk über John Maynard Keynes bereits ist: ein Klassiker. Was natürlich in nicht geringem Maße in der schillernden Figur Schumpeters selbst begründet liegt, der in dieser Hinsicht dem englischen Lord um nichts nachstand.

Thomas Strobl
06.06.2009 21:03 Uhr
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Bewerber aufgepasst: Die absolute Relativität der ECTS-Note

Auch wenn die Bologna-Vision mit ihrem wunderschönen Traum vom Europäischen Hochschulraum selbst von ihren Protagonisten als gescheitert angesehen wird, bleibt sie uns noch einige Zeit erhalten. Die Leidtragenden sind die Studenten, die ihre „relative ECTS-Note" bekommen. In diesem Detail verbirgt sich für die Betroffenen allerdings eine gefährliche arbeitsmarktrelevante Sprengladung.

Christian Scholz
06.03.2009 07:36 Uhr

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