Wenn die Kernfamilie implodiert, ist Berlin der Fallout
Musa Okwonga erzählt in seinem Roman „Es ging immer nur um Liebe“ autobiographisch vom Verschwindenwollen eines ugandischen Exilanten.
Musa Okwonga erzählt in seinem Roman „Es ging immer nur um Liebe“ autobiographisch vom Verschwindenwollen eines ugandischen Exilanten.
Ein Denunziant verlangt, die Kunstausstellung in der Moskauer Tretjakow-Galerie in Einklang mit den „geistig-sittlichen“ Werten des Staates zu bringen. Der Angriff, der von der radikalen Kulturfront orchestriert sein dürfte, richtet sich gegen längst kanonisierte russische Kunst der Siebzigerjahre.
Wie man den Täter zum Opfer macht: Vor neunzig Jahren erschütterte der Fall des pädophilen Schauspielers Alfred Lohner das Wiener Burgtheater – aber nur kurz.
Im Genfer Musée d’art et d’histoire, dem zweitgrößten Museum der Schweiz, bekommt der Künstler Ugo Rondinone eine Carte blanche – und verzaubert den Ausstellungsraum.
Proteste, Absagen aus der Ukraine und ein Beschluss des Magistrats, der lange auf sich warten ließ – die Internationalen Maifestspiele in Wiesbaden bleiben wegen der geplanten Auftritte der russischen Opernsängerin Anna Netrebko umstritten.
Das Schlagerfestival von Sanremo bringt seit Generationen die Generationen in Italien zusammen. Doch jetzt herrscht Streit. Der Anlass: die geplante Videobotschaft des ukrainischen Präsidenten.
Hier ist wirklich für jeden Geschmack etwas geboten: Die Kunst- und Antiquitätenmesse BRAFA in Brüssel schwelgt im Art Nouveau und der Kultur der Vielfalt.
Im Frankfurter Gallus Theater zeigt der Butoh-Tänzer Tadashi Endo ein neues Werk.
Im Hotel Dolce findet bis Samstag das OVAG-Varieté-Festival statt. Es gibt nicht nur beeindruckende artistische Nummern, sondern auch etwas zum Lachen.
Mit den „Drawing Rooms“ zeigt die Städtische Galerie Karlsruhe eine Ausstellung des Neorealisten Karl Hubbuch und zieht Verbindungen bis zu seinem heutigen Nachfolger Marcel van Eeden.
Ein Brief aus Charkiw lässt den Streit um den geplanten Auftritt der russischen Opernsängerin Anna Netrebko bei den Maifestspielen in Wiesbaden in neuem Licht erscheinen. Und die Antwort des Intendanten irritiert.
Noch ist er Finanzchef, ab 2024 steht Thomas Coesfeld an der Spitze des viertgrößten Musikunternehmens der Welt. Er folgt auf Branchenveteran Hartwig Masuch. Auch Coesfelds Bruder gehört dem Topmanagement des Medienkonzerns an.
Adel Ibrahim Sudany hat im Irak Physik studiert, dann musste er aus seinem Heimatland flüchten. Dabei drehte sich sein Leben immer nur um eines: die Kunst der Kalligraphie.
Die Kreise haben kaum noch Kapazitäten für die Unterbringung von Flüchtlingen und Migranten. Blinken bemüht sich um Deeskalation in Israel. Führt an neuen EU-Schulden kein Weg vorbei? Und: Scholz in Brasilien.
Frankfurts Einwohnerzahl steigt, Ältere kehren der Stadt jedoch den Rücken. Die russische Sopranistin Anna Netrebko ist in der Alten Oper aufgetreten, ob Wiesbaden sie auch empfängt, ist aber noch unklar. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Rund um das diesjährige Comicfestival von Angoulême eskaliert die Auseinandersetzung um die Pornographievorwürfe gegen den Starzeichner Bastien Vivès.
Wird die Kunstfreiheit bemüht, sind manche Politiker schnell überfordert. Das zeigt die Kontroverse um den geplanten Auftritt der russischen Operndiva Anna Netrebko bei den Internationalen Wiesbadener Maifestspielen.
Der genesene Kevin Trapp strahlt seine gewohnte Sicherheit aus, Tuta hat die Hitze und der Künstlerische Leiter der Frankfurter verstärkt seinen formidablen Eindruck. Nur der Älteste ist nicht ganz der Alte.
Er sah sich selbst bei der Flucht zu: Das Pariser Museum für Kunst und Geschichte des Judentums zeigt eine Retrospektive des Fotografen Erwin Blumenfeld.
Eine Tönung für die Augenbrauen? Das ist gar nicht so absurd, sondern gerade ein großer Trend. Ein Selbstversuch.
Die schweizerisch-iranische Kuratorin Yasmin Afschar vertritt Direktorin Stefanie Böttcher in deren Elternzeit in der Kunsthalle. Das ermöglicht neue Blicke.
Vor dem Ersten Weltkrieg kamen viele jüdische Künstler aus Ost- und Mitteleuropa nach Paris, um in der französischen Hauptstadt ihr Glück zu machen. Das Jüdische Museum Berlin zeichnet ihre Schicksale nach.
Nach der Debatte um Netrebko sehen die Maifestspiele Wiesbaden unter der Leitung von Intendant Uwe Eric Laufenberg derzeit keine Programmänderung.
Milo Rau wird Festwochen-Chef
Die Ausstellung „Paris Magnétique“ zeigt die Werke jüdischer Künstler, die die Moderne prägten, bevor sie nach 1940 fliehen mussten oder ermordet wurden.
Von Padua und seinem Umland geht ein eigener Zauber aus. Nun werden die maritimen Wege der Riviera del Brenta wiederentdeckt.
Soll Anna Netrebko in Wiesbaden im Namen der Freiheit singen? Und Roger Waters trotz Antisemitismusvorwürfen in der Frankfurter Festhalle? Darum ist ein Streit entbrannt, der weit über Lokalpolitik hinausreicht.
Der Sohn des amerikanischen Präsidenten ist unter die Künstler gegangen und verkauft seine Werke für viel Geld. Die Republikaner mutmaßen: Soviel zahlt womöglich nur, wer indirekt Einfluss auf Joe Biden ausüben will.
Die ersten acht Kandidaten für den deutschen Vorentscheid zum diesjährigen Eurovision Song Contest stehen fest, darunter auch das Duo Frida Gold. Über Tiktok wird allerdings noch ein neunter Teilnehmer gesucht.
Mythisch, gewaltig, umstritten: Milo Rau wird von Juli 2023 an als Intendant die Leitung der Wiener Festwochen verantworten. Er kündigt an, sich dort für ein vielstimmiges, kämpferisches Welttheater einzusetzen.
Programme wie Dall-E, Stable Diffusion oder Midjourney liefern beeindruckende Bilder. Trainiert wurden die KIs mit Datensätzen, die auch Bilder menschlicher Künstler enthalten.
Die Quadratbilder von Josef Albers stellen uns vor eine Welt, die gerade angelegt ist und deshalb explodiert und zerfließt: In Bottrop, der Geburtsstadt des Malers, wird mit der klassischen Serie ein Museumsanbau eingeweiht.
Michael Wollny geht voran, Julia Hülsmann und Christopher Dell, Nils Wülker und Arne Jansen, Vincent Peirani und Émile Parisien, Omer Klein und das Aris Quartett folgen ihm auf verschlungenen Pfaden.
Viele renommierte Klangkörper und Solisten sind in Frankfurt zu Gast: Vom Concertgebouworkest bis zum City of Birmingham Symphony Orchestra, von Lisa Batiashvili bis zu Kirill Gerstein