„Die Zukunft ist nicht die Einweg-Papiertüte“
Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf zum Verbot von Plastiktüten beschlossen. Nur die durchsichtigen Beutelchen an der Obst- und Gemüsetheke dürfen bleiben – vorerst noch.
Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf zum Verbot von Plastiktüten beschlossen. Nur die durchsichtigen Beutelchen an der Obst- und Gemüsetheke dürfen bleiben – vorerst noch.
Plastiktüten für Supermarkteinkäufe oder Shoppingtouren sollen in Deutschland künftig der Vergangenheit angehören. Das Bundeskabinett beschloss einen Gesetzentwurf von Umweltministerin Svenja Schulze, der ein Verbot von leichten Kunststofftragetaschen vorsieht und bei Verstößen für Händler ein üppiges Bußgeld.
Mit der neuentwickelten Abfangvorrichtung soll die Einleitung von Plastikmüll in die Weltmeere über Flüsse auf ein Minimum begrenzt werden. Zwei Schiffe seien bereits in Indonesien und Malaysia im Einsatz.
Plastik galt einmal als Inbegriff der Moderne – heute betrachtet man es fast nur noch als Müll. Dabei könnte es helfen, viele ökologische Probleme zu lösen.
Zwischen den Sparren soll gedämmt werden, aber wie? Wenn es nicht gerade Polystyrol sein soll, kommen Mineralwolle oder Naturstoffe in Betracht. Recht neu ist Jute, die einige Vorzüge hat.
Die Plastikabfälle im Meer haben weiter drastisch zugenommen, und für südafrikanische Forscher stehen die Schuldigen fest. Einfacher wird es damit nicht, das Plastikproblem loszuwerden.
Die Philippinen haben ein Umweltproblem, viel zu viel Plastik gelangt ins Meer. Ein Dorfchef aus der Nähe von Manila hatte eine Idee: Er nimmt Plastikmüll an und gibt den Menschen dafür Reis.
Die Umweltpolitik dieser Wochen erinnert an das Prinzip des Einarmigen Banditen in der Spielhalle. Plastiktüten, Inlandsflüge, Ölheizungen – alles mal sofort, mal in zehn Jahren oder irgendwann wahlweise verbieten oder begrenzen oder abwracken. Zusammen passt da nichts mehr.
Bundesumweltministerin Svenja Schulze will Plastiktüten vom kommenden Jahr an aus den Geschäften verbannen. Dies sei der erste Schritt aus ihrem Fünf-Punkte-Plan, mit dem sie Plastikmüll und Umweltverschmutzung vermindern will.
Händlern könnten bei Missachtung Geldstrafen von bis zu 100.000 Euro drohen, sollte der Gesetzentwurf abgesegnet werden. Bestimmte Plastikbeutel sollen allerdings vom Verbot ausgenommen werden.
Während in Deutschland Umweltministerin Svenja Schulze mit einem Verbot von Plastiktüten liebäugelt, macht die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen das Thema zur Chefinnensache. Doch die Maßnahme ist umstritten.
Keine Entwarnung: Die Weltgesundheitsorganisation hält die Gesundheitsgefahren von Mikroplastik im Trinkwasser für gering – auch, weil man praktisch nichts weiß über die Folgen der Plastikverschmutzung.
Die WHO mahnt aber, dass mehr Studien und Kampf gegen die Plastikverschmutzung nötig seien: Sollte diese im derzeitigen Tempo voranschreiten, werde dies langfristig Folgen für Wasser-Ökosysteme und die Gesundheit der Menschen haben.
Einmalplastik und Plastiktüten sollen verschwinden. Die Kunststoffindustrie kämpft gegen den starken Gegenwind aus Politik und Gesellschaft – und warnt vor klimaschädlichem „Plastikfasten“.
Eine an der thailändischen Küste gestrandete Baby-Seekuh ist mit Plastik im Bauch gestorben. Die „Mariam“ getaufte Seekuh starb den Behörden zufolge an einer Infektion, die sich wegen Plastikteilen in ihrem Magen verschlimmert hatte.
Plastik im Meer und an den Stränden ist, selbst wenn es nicht immer sichtbar ist, auch ein deutsches Problem. An der Nordsee wird klar: Es ist überall und wird nie mehr verschwinden.
Verbote spalten die Gesellschaft. Sie kennen nur Schwarz und Weiß. Sie passen nicht in eine bunte Welt.
Ein Expertenteam des Alfred-Wegener-Instituts vermutet, dass die Kunststoffteilchen über die Atmosphäre selbst in entlegenste Regionen transportiert werden.
Nicht nur das Meer, auch die Atemluft ist schon Müllhalde für Mikroplastik. Ein deutsch-schweizerisches Team hat Abertausende winziger Partikel im Schnee nachgewiesen. Vor allem Bayern sticht heraus.
Alle Jahre wieder entdeckt die Politik im Sommer das Thema Müll für sich. Nachdem Umweltministerin Schulze ein Verbot von Plastiktüten gefordert hat, legt sie jetzt den nächsten Vorschlag vor.
Ein Gesetz soll den letzten Plastiktüten den Garaus machen. Doch Kunden nutzen sie nur noch selten, seit viele Händler Geld dafür verlangen. Das liegt auch an der wachsenden Kritik an Müllexporten in ärmere Länder.
Rewe will seine Kunden bei dem Gebrauch von Plastiktüten umerziehen: Eine Woche lang sollen die Kunden Obst und Gemüse anders einpacken. Markus Söder verlangt sogar dauerhaft ein bundesweites Plastiktütenverbot.
Sportvereine mit Kunstrasenplätzen können nun wieder aufatmen. Die EU plant kein Verbot von Kunstrasenplätzen. Offen ist allerdings noch, wie Mikroplastik trotzdem reduziert werden kann.
Die Debatte um Mikroplastik auf Kunstrasenplätzen geht weiter. Ein Verbot könnte zur Umrüstung oder gar Schließung vieler Sportplätze führen. Doch wie schädlich sind die kleinen Kunststoff-Partikel eigentlich?
Ganz Deutschland spielt auf Granulatanlagen Fußball – doch die EU prüft wegen des Mikroplastiks ein Verbot. Wie schlimm steht es wirklich um den Kunstrasen?
Auf tausende Fußballvereine in Deutschland kommt ein Problem zu: Wenn die EU Mikroplastik verbietet, sind auch Kunstrasenplätze gefährdet. Minister Horst Seehofer setzt sich für eine Übergangsregelung ein.
Die „Einkauf aktuell“ erreicht wöchentlich bis zu 20 Millionen Haushalte. Eine Bürgerinitiative stört sich an der Umweltbelastung und erhebt Vorwürfe gegen die Post. Jetzt soll der Fall vor Gericht gehen.
Noch immer gelingt kein perfekter Kreislauf in der Abfallwirtschaft. Eine neue Studie schlägt vor, auf chemisches Recycling zu setzen. Das soll der Umwelt helfen und Rendite bringen.
Adidas müht sich wie andere Sportausrüster, nur noch recyceltes Plastik einzusetzen. Das ist ein langwieriger Umstellungsprozess. Nach Gebrauch sollen die Produkte nicht Müll sein, sondern wieder neu entstehen.
Indonesien will Plastikmüll an mehrere Industrieländer zurückschicken. Auch Deutschland steht auf der Liste. Es ist nicht das erste Mal, dass ein asiatisches Land den Westen wegen seines Abfalls in die Schranken weist.
Daimler und BMW planen einen Uber-Klon als Taxi-Konkurrenz. Und warum auch kompostierbare Plastiktüten nicht in den Biomüll gehören. Das und was sonst noch wichtig ist in der Region, lesen Sie in der FAZ.NET-Hauptwache.
In einer Liste über Plastikmüll stehen Tampons ganz oben. Daraus entwickelt eine junge Publizistin ein Geschäftsmodell: Tampons aus Bio-Baumwolle. Sie weisen noch eine Besonderheit gegenüber der Konkurrenz auf.
Eis ohne Plastiklöffel, Shakes im Papierbecher: Tausend Tonnen Plastik will die Fast-Food-Kette McDonald’s im Jahr einsparen. Da bleibt allerdings noch immer viel übrig.
Plastikmüll bedroht die Ökosysteme der Meere. Nun haben sich an der italienischen Adriaküste mehrere Dutzend Fischer zusammengetan, um das Meer vor ihrer Haustür wieder sauber zu bekommen.
In Zeiten der Diskussionen um Mikroplastik und Zusatzstoffe steht auch ein Alltagsprodukt wie das Duschgel auf dem Prüfstand. Unsere Autorin hat zehn Naturkosmetik-Produkte getestet.
Der Plastikabfall aus der ersten Welt wird zum Teil ins Ausland verschifft. Weil China seit 2018 keinen Plastikmüll mehr ins Land lässt, stapeln sich die Müllberge in anderen asiatischen Ländern.