Ein richtiger Bruch
Die evangelische Kirche bricht mit ihrem Pazifismus. Sie bejaht nunmehr Gewalt gegen Aggressoren, um die Demokratie zu schützen und Frieden wiederherzustellen. Das war bitter nötig.
Die evangelische Kirche bricht mit ihrem Pazifismus. Sie bejaht nunmehr Gewalt gegen Aggressoren, um die Demokratie zu schützen und Frieden wiederherzustellen. Das war bitter nötig.
Laut einer neuen Denkschrift der EKD lässt sich der Pazifismus als generelle politische Ethik „ethisch nicht legitimieren“. Das kommt einem Bruch mit bisherigen Positionen gleich.
Auch in der kirchlichen Friedensethik zieht durch den Ukrainekrieg ein neuer Realismus ein. Trotzdem bleibt der Pazifismus bitter nötig.
Erstes Schreiben Leos +++ Greser & Lenz +++ Karl Schlögel +++ Laubbläser +++ Drohende Produktionsstopps
Die EKD plant, das Flaggenverbot an Kirchen aufzuheben. Doch könnte dadurch ihre Identität verwässert werden. Eine Kirche sollte sich nicht gemein machen.
Auf ihrer diesjährigen Synode debattiert die EKD über Macht, die AfD – und die Regenbogenfahne. Und über eine Verordnung, an die viele Kirchen sich nicht halten.
Die katholische Kirche feiert sich für sechzig Jahre Dialog mit dem Judentum. Aber zum Antisemitismus äußert sich der Papst nur formelhaft. Und viele Bischöfe schweigen.
Im Schatten des Mont Ventoux in der Provence wachsen nicht nur herrliche Weine, sondern auch Sehnsüchte nach dem Glück im Süden: auf den Spuren einer deutschen Winzerin jenseits der Klischees.
Ein Buch wie ein Panoramagemälde des Lebens in den finnischen Schären: Volter Kilpis grandioser Roman „Zur Kirche“ erzählt von einem Boot, in dem die unterschiedlichsten Menschen zusammenkommen.
Ein gemeinsames Schicksal verband die einsam im Wald liegende Sternbacher Kirche und Kloster Arnsburg. Es betrieb mit Wickstadt einen großen Wirtschaftshof, wovon noch Bauten aus sechs Jahrhunderten zeugen.
In der Türkei interessieren sich immer mehr junge Leute für das Christentum – und wollen konvertieren. Das hat mit der Politisierung des Islams zu tun.
Die Warnung von Jürgen Habermas vor einer Verflachung der christlichen Glaubensgehalte zieht Kreise. Aber sind wir in seiner Lesart nicht alle Postmetaphysiker?
Haben deutsche Bischöfe Minderjährige missbraucht? Gibt es in der Kirche Täternetzwerke wie anderswo? Eine Kanzlei sagt, dafür gebe es keine Hinweise. Wurde wirklich danach gesucht?
Migration und Lieferdienste, Rassismus und Digitalisierung: Der Berliner „Tatort: Erika Mustermann“ ist ein gesellschaftskritisches Erziehungsfilmchen.
Kirchenskeptiker mit besonderer Faszination für biblische Themen: Bei seinem Tod vor fünfzig Jahren hinterließ Pier Paolo Pasolini das Drehbuch zu einem Film über den heiligen Paulus.
Gold, Diamanten und Saphire im Wert von zehn Millionen Mark: Vor 50 Jahren stahlen Diebe den Kölner Domschatz. Wie war das möglich? Und wie gelang es dem Geheimagenten Werner Mauss, sie zu überführen?
Am 1. November gedenken Katholiken der Toten, doch nicht überall in Deutschland ist Allerheiligen ein gesetzlicher Feiertag. Mexiko begeht den Tag auf ganz besondere Weise.
Am 31. Oktober ist Reformationstag. In einigen Bundesländern ist er ein Feiertag. Wo genau und welchen Hintergrund der Tag hat – ein Überblick.
In der oberschwäbischen Einöde liegt das einzige Kartäuser-Kloster Deutschlands. Diese Lebensform steht im Maximalkontrast zum Zeitgeist – und verweigert sich ihm bis heute.
Die Sagrada Família in Barcelona hat nun den größten Kirchturm der Welt. Das Nachsehen hat der bisherige Rekordhalter aus Deutschland.
Ein neuer Bericht zum Missbrauch im Bistum Trier zeigt: Es gab seit 2010 deutliche Fortschritte – aber immer noch Versäumnisse. Opfer vermissen die Perspektive der Betroffenen.
Alles wie immer, nur mit mehr Prunk und Pomp: „Dracula – Die Auferstehung“ von Luc Besson bringt den Vampirklassiker wieder einmal ins Kino.
Zensurpraktiken in der Reformation – ein Blick in den Spiegel.
Auf den Familienfotos sehen sie wie Siedler in Amerika aus, barfuß und in selbstgenähten Kleidern: Wenn Niklas Luhmann seine Verwandten in Lebus im Oderbruch besuchte, betrat er ein Wandervogelnest.
1945 bekannte die evangelische Kirche, in der NS-Zeit Schuld auf sich geladen zu haben. Vielen ging das zu weit. Später war es vielen zu wenig.
Papst Leo XIV. erlaubt die Alte Messe im Petersdom, und die Gläubigen strömen herbei. Ein Zeichen der Annäherung an die Traditionalisten?
Der Religionswissenschaftler Bradley Onishi war früher evangelikaler Pastor. Heute warnt er davor, dass in den USA Glaube und Politik verschmelzen – und christlicher Nationalismus in Faschismus kippt.
Die Dorfkneipe ist in der Krise. Wer braucht sie überhaupt noch? Ein Abend im „Dorfkrug“ in Südbrandenburg.
Christliche Influencer bekommen auch in Deutschland immer mehr Zulauf. Ihre Botschaften reichen von liberalen Thesen bis zu neurechten Provokationen nach dem Vorbild von Charlie Kirk.
Karlsruhe betont mit seinem Diakonie-Urteil den Spielraum der Kirchen – der EuGH hatte im selben Fall die staatlichen Kontrollmöglichkeiten hervorgehoben. Droht ein Konflikt wie einst bei der EZB?
Es war das erste gemeinsame öffentliche Gebet eines Oberhauptes der anglikanischen Kirche von England mit einem Papst überhaupt: König Charles III. und Papst Leo XIV. waren gemeinsam bei einer ökumenischen Gebetsfeier.
Steile Pfade umgeben von felsdurchsetzten Wäldern und 612 Stufen führen zur „Pforte am Himmel“ am Kloster Engelberg. Zwischen Glimmerschiefer und Buntsandstein gedeihen hoch über dem Untermain Weiß- und Rotweine.
Der Beschluss zu konfessionslosen Bewerbern ist eine wichtige Entscheidung in Zeiten des Gleichheitswahns – für das religiöse Selbstbestimmungsrecht, aber auch darüber hinaus.
Die EU-Staats- und Regierungschefs tagen in Brüssel, die „Steuerschätzer“ veröffentlichen ihre Prognose – und: Darf die Diakonie nicht christliche Bewerber ausschließen? Der F.A.Z. Frühdenker.
In Jerusalem wird Simeon zum neuen Erzbischof des Katharinenklosters geweiht. Rund um das älteste durchgehend bewohnte Kloster der christlichen Welt waren zuletzt mehrere Konflikte eskaliert.