Der neue Papst ist milder als Franziskus
Papst Leo XIV. respektiert den Klerus, trägt die Mozzetta und sieht in konservativen Amerikanern keine Gegner. Was unterscheidet ihn noch von seinem Vorgänger?
Papst Leo XIV. respektiert den Klerus, trägt die Mozzetta und sieht in konservativen Amerikanern keine Gegner. Was unterscheidet ihn noch von seinem Vorgänger?
Die Päpstliche Kinderschutzkommission attestiert Italiens Bischöfen große Defizite im Umgang mit Missbrauch. Die Bischofskonferenz bedankt sich und sagt, die Zahlen seien unvollständig.
Das Germanische Nationalmuseum verblüfft mit der explosionsartigen Globalisierung der Welt vor 500 Jahren – von Nürnberg aus. Die Entwicklung lässt sich an selten kostbaren Schaustücken minutiös nachvollziehen.
Die kommunistischen Machthaber verschärfen ihr Vorgehen gegen Gläubige. Der Zeitpunkt der jüngsten Festnahmen war wohl kein Zufall.
In einem neuen Beitrag kritisiert Jürgen Habermas, dass inhaltlich merkwürdig unbestimmte Theologien an die Wurzeln des Theismus rührten. Stattdessen sollten die Kirchen weiter auf Transzendenz pochen.
Eine Art Ausbremsen: Die Grundschule im thüringischen Crossen an der Elster steht beispielhaft für das, was falsch läuft im (ost-)deutschen Bildungssystem.
Das erste Schreiben von Leo XIV. hat die Botschaft: Die Armen gehören ins Zentrum der Kirche. Das wollte auch Franziskus. Aber der neue Papst korrigiert seinen Vorgänger auch.
Erstmals gibt das Oberhaupt der katholischen Kirche in Finanzfragen Anordnungen. Sie lassen mehr Fragen offen als sie Antworten liefern. Die internen Konflikte im Vatikan könnten sich fortsetzen.
Wozu steckt ein Hammer hinter dem Schreibtisch? Der neue Schauspielintendant Kay Voges setzt in Köln nicht ausschließlich auf politische Didaktik. Das Ensemblestück „Imagine“ zeigt, was das Theater mit seinen einfachsten Mitteln tun kann.
Immer weniger Gläubige, immer weniger Geld. Die Kirchen in Deutschland müssen ihre Strukturen anpassen. Nicht überall ist die Reformbereitschaft gleich groß.
Sarah Mullally war früher „Chefkrankenschwester“ von ganz England und erhielt die Ritterwürde. Nun wird sie als erste Frau die Anglikanische Kirche führen.
Der Sohn von Armin Laschet hat sich in Aachen trauen lassen. Unter Beifall fuhr das Paar in einem Oldtimer davon. Die Kleiderordnung für die Gäste war strikt – Sneaker waren nicht erlaubt.
Auch wenn die Zahl der Nonnen in Schottland zurückgeht, scheint die Neugier junger Frauen auf das katholische Ordensleben zu steigen. Exerzitien-Retreats und digitale Angebote erleichtern den Zugang zum Alltag im Kloster.
Schon als Bischöfin von London hat Sarah Mullally in der anglikanischen Staatskirche Geschichte geschrieben. Nun wechselt sie auf den Stuhl des Erzbischofs von Canterbury – und wird erste Primatin.
Deutsche Uraufführung in Moskau: Hans-Jürgen Syberberg zeigt seinen Film „Nachtgesang“ über die Toten von Demmin. Die Veranstaltung verbindet Trauerarbeit, Versöhnungsgeste und kulturelles Gedächtnis.
Im Vatikan ruft Arnold Schwarzenegger zu entschlossenem Handeln gegen den Klimawandel auf. Die Kirche und jeder Einzelne müssten Verantwortung übernehmen.
Ein Messebesucher hat dem prominenten Priester Don Maurizio Patriciello eine Pistolenpatrone übergeben – offenbar im Auftrag der Mafia. Ministerpräsidentin Meloni nennt den Vorfall „inakzeptabel“.
Während eines Gottesdienstes im US-Bundesstaat Michigan hat ein 40-jähriger am Sonntag mindestens vier Menschen getötet. Er setzte die Kirche in Brand, ehe die Einsatzkräfte den Bewaffneten töteten.
Im US-Bundesstaat Michigan fallen Schüsse in einer Kirche, dann geht das Gebäude in Flammen auf. Nun hat die Polizei ein Update zu Opfern und dem mutmaßlichen Täter gegeben – und auch der US-Präsident äußert sich.
Der frühere Herzchirurg wurde 2018 Präsident der Kirche. Den Angaben zufolge hinterlässt er eine Frau, acht Kinder, 57 Enkelkinder und mehr als 167 Urenkel.
Der 28 Jahre alte Tobias Orzeszko ist seit kurzem Kantor im Taunus. Er spielt Orgel in Messen, leitet Chöre – und kümmert sich um die Musik bei einer queeren Performance-Gruppe.
Als Stadtdekan repräsentiert Holger Kamlah die evangelische Kirche in Frankfurt und Offenbach. Er setzt auf kooperativen Führungsstil, denn er ist auch für ein mittelgroßes Sozialunternehmen verantwortlich.
Um 1600 war er einer der Schrägsten: Der Bildhauer Ludwig Münstermann begeistert im Oldenburger Landesmuseum nicht zuletzt durch seine Unvergleichbarkeit.
In der sachsen-anhaltischen Ortschaft Pobles ist ein Kulturort für die ganze Welt geschaffen worden. Dazu brauchte es einen mutigen Eigentümer und einen einfallsreichen Künstler.
Eine Wurlitzer-Theaterorgel aus den USA hat durch Zufall ihre neue Heimat in Hanau gefunden. Nach der aufwendigen Restaurierung soll sie jetzt wieder aufgebaut werden und bringt jede Menge Klangvielfalt.
Natur als Kunstform: Die „bemerkenswerten Gärten“ Belgiens vereinen Geschichte, Ästhetik und Spiritualität mit einer sprudelnden Wasserfülle.
In seinem ersten Interview äußert sich Papst Leo XIV. zu Elon Musk und dem synodalen Prozess. In der Ukrainepolitik geht er auf Distanz zu seinem Vorgänger.
Die Ablösung der Staatsleistungen bleibt ein ungelöstes Problem. Länder und Kirchen blockieren, obwohl 600 Millionen Euro jährlich auf dem Spiel stehen.
Die Zahl der Kirchenasyle steigt trotz sinkender Asylanträge. Ist diese Institution noch zeitgemäß?
In San Cassiano im Gadertal sind Gegenwart und Zukunft der Südtiroler Spitzenhotellerie ebenso zu studieren wie die Vergangenheit als Korallenriff und Zufluchtsort für den prähistorischen Höhlenbären.
Das Arbeitsgericht Hamm hat entschieden: Ein kirchliches Krankenhaus darf einem Chefarzt untersagen, Schwangerschaftsabbrüche vorzunehmen – auch in seiner Privatpraxis. Das Urteil überzeugt jedoch nicht vollends.
Der Bundeskanzler war vor 70 Jahren in heikler Mission in Moskau. Dass sein Treffen mit den Sowjets ein Erfolg wurde, hatte auch mit der Wahl der Getränke zu tun.
Nach langen Grabungsarbeiten wird St. Johannis in Mainz keine normale Kirche mehr sein können. Ein Museum wollen die Mainzer aus ihrem Alten Dom aber auch nicht machen.
Der Vatikan und Israel bemühen sich um Tauwetter. Papst Leo XIV. schlägt einen anderen Ton an als Franziskus. Doch sieht man in Rom das Vorgehen in Gaza weiter kritisch.
Von den Zeitgenossen bewundert, von der Nachwelt lange vergessen: Die Erzählungen von Charlotte Mew liegen nun erstmals in einer deutschen Ausgabe vor. Und zeigen eine Autorin, deren realistischer Blick auf die Zeit um 1900 von phantastischen Schreibweisen begleitet wird.
In Zeiten der KI ist die Frage nach der Wahrheit von Bildern aktueller denn je. Ein Blick auf den Streit zwischen Ikonoklasten und Bilderverehrern in Byzanz vor dreizehnhundert Jahren zeigt: Alles war in anderer Form schon einmal da.