Die Wahrheit des heutigen Tages
Eine „antirussische politische Bestellung, gedreht mit russischen Budgetmitteln“? Im Westen wird Andrej Swjaginzews Film „Leviathan“ gefeiert, in der Heimat des Regisseurs verunglimpft.
Eine „antirussische politische Bestellung, gedreht mit russischen Budgetmitteln“? Im Westen wird Andrej Swjaginzews Film „Leviathan“ gefeiert, in der Heimat des Regisseurs verunglimpft.
Wieso in der Kirche beichten, wenn auch die Klatschpresse zuhören würde? Wo es knallt, wissen die schreibenden Pyrotechniker ganz genau. Und wer ist denn nun der deutsche George Clooney?
Die katholische Kirche in Norddeutschland hat ein neues Oberhaupt. Für das Erzbistum Hamburg ist die Bestellung eines Kölners gleichwohl ein kleiner Kulturschock.
Zum Wiederkäuen: Warum blickt die Kirche nur so starr auf das Kaninchen?
Die griechische Regierungspartei Pasok könnte nach den kommenden Wahlen in Griechenland nur noch außerparlamentarisch existieren. Viele Griechen würde das nicht stören. Doch die Partei hat auch einige Verdienste.
Papst Franziskus versteckt sich nicht hinter Floskeln und Formeln. Er spricht stattdessen von „Karnickeln“, von „geistlichem Alzheimer“. Was bedeutet das für die Weltkirche?
Rund 1500 Menschen nehmen in Brüssel Abschied von Junior Malanda, der bei einem Autounfall verunglückte. Auch die ehemaligen Mitspieler vom VfL Wolfsburg sind in der Nationalbasilika von Brüssel anwesend.
Nach katholischer Lehre sind künstliche Verhütungsmittel verboten. Ob das dauerhaft so bleibt? Auf dem Rückflug von den Philippinen sagte der Papst, Katholiken müssten sich nicht unkontrolliert fortpflanzen.
Im westafrikanischen Niger brennen Polizeiautos und katholische Kirchen. Junge Männer ziehen mit Eisenstangen und Knüppeln durch die Straßen. Sie protestieren gegen die Mohammed-Karikaturen.
Die Parteien diskutieren über die Abschaffung der Bekenntnisbeschimpfung. Die großen Kirchen in Deutschland befürworten eine Beibehaltung des Status quo.
Der Weg zur Reform: Was im Christentum gelang, sollte auch im Islam möglich sein. Die vielen liberalen Traditionen sind durchaus geeignet, um sie auf die Gegenwart zu übertragen.
„Charlie“ stellt eine Bilanz für die Tage nach dem Attentat auf und unterteilt die Ereignisse in Pro und Contra. Die Zeichner freuen sich, dass Madonna ihnen aus Solidarität ihr Höschen zuwirft – dass Merkel ebenfalls keins trägt, gefällt ihnen weniger. Erfreulich weiterhin, dass die französische Regierung nun eine Million Euro für „Charlie“ „locker macht“. Doch die Ermordeten bringt dies nicht ins Leben zurück. Sonntags, wenn die ganze Welt für „Charlie“ auf die Straße geht und nicht in die Kirche, marschieren auch Marine Le Pen und ihr Vater mit, die die typischen Schilder hochhalten, auf denen jedoch „Ich bin beglückt“ („Je suis ravie“) und „Ich bin Karl Martell“ („Je suis Charlie Martel“) steht – Karl Martell wehrte 732 die einfallenden Araber in der Schlacht von Tours ab. Der Ewigen Flamme unter dem Triumphbogen ist’s egal: Sie bekommt von der allgemein vorgetragenen nationalen Einheit „eine Erektion“.
Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu äußert sich im F.A.Z.-Interview über die vermeintliche Logik von Pegida, zunehmende Islamophobie, europäische Solidarität in Zeiten des Terrors und den Syrien-Konflikt.
Der Papst trifft in Sri Lanka trifft auf eine kriegsversehrte Gesellschaft. Auch die Kirche selbst ist tief gespalten. Heute will Franziskus am Marienheiligtum in der tamilischen Stadt Madhu mit Bürgerkriegsopfern beten.
Glockenläuten in aller Herrgottsfrühe hat Anwohner einer Kirche in Bad Nauheim aus dem Schlaf gerissen. Des Rätsels Lösung: Ein Waschbär hat wohl den Knopf gedrückt.
Italien liegt im geologischen Risikogebiet: Platte an Platte, deren Tektonik erneut eine schwere Katastrophe auslöste. Über das schwere Erdbeben im Süden berichtet die Frankfurter Zeitung am 14. Januar 1915.
Jeden Montag demonstrieren Menschen in Dresden. Ihre Gruppe nennen sie „Pegida“. Was bedeutet das Wort, und welches Anliegen, welche Forderungen, welche Geschichte haben die Demonstranten?
Im Bistum Limburg entsteht eine Großpfarrei nach der anderen. Der Aufwand ist riesig, es gibt Protest, auch im Nordosten Frankfurts. Ohne Optimismus geht nichts.
Ein sehr persönlicher Rückblick des Bischofs von Mainz auf Ereignisse und Gestalten des Jahres 1965.
Den Wittenberger Reformator zum Zweck des Judenhasses zu vereinnahmen war möglich. Bei ihm finden sich Wendungen, die das zulassen. In Deutschland wie in vielen anderen Ländern stellen sich die protestantischen Kirchen diesem belastenden Erbe.
Attentat zum Erscheinungstermin: Die Schüsse auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ fielen am Tag der Auslieferung von Michel Houellebecqs Islam-Roman „Unterwerfung“.
Die Kirchen haben sich schon von Pegida distanziert. Auch ein Krippenbauer aus dem Rhein-Main-Gebiet setzte ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit – mit einem speziellen Hinweisschild.
Um Kirchen wieder zum Zentrum der Gemeinde zu machen, könnte man sie doch einfach mit kostenlosem WiFi ausstatten. Schlägt der Komponist von „Jesus Christ Superstar“ vor.
Der Kölner Dom bleibt dunkel. Domprobst Norbert Feldhoff, der zum Spitzenpersonal der katholischen Kirche in Deutschland gehört, hat diese Entscheidung eigenmächtig getroffen.
Licht aus, Spot an! Die Verdunkelung des Doms soll aller Welt offenbaren, dass die Kirchen sich nicht mit „Pegida“ gemein machen wollen. Ein Problem aber bleibt.
Die Kirchen in Deutschland versuchen, sich nicht von Pegida vereinnahmen zu lassen. An diesem Montag soll dazu sogar der Kölner Dom verdunkelt werden. Es geht um nicht weniger als das Verständnis des Christentums.
Am Abend gibt es die erste Pegida-Demonstration in Köln. Aus Protest dagegen bleibt der Dom dunkel. Dompropst Norbert Feldhoff ist erschüttert über die Reaktionen.
Die Geschichte um die Seeschlacht von Lepanto hat enormes parteipolitisches Potential für die AfD. Allerdings sollte man dabei beachten, dass es nicht das Christentum, sondern die Heilige Liga war, die vor über 400 Jahren die Muslime besiegte.
Deutsche Politiker sprechen von einem wichtigen Signal für die Religionsfreiheit: Erstmals seit der Gründung der Republik hat die türkische Regierung den Bau einer neuen christlichen Kirche genehmigt.
Zum zweiten Mal hat der Papst in seiner Amtszeit neue Kardinäle ernannt - und für große Überraschungen gesorgt. Von den als Favoriten gehandelten Kandidaten kürte Franziskus nur wenige zum Kardinal.
Am Sonntag wird der zweite New Yorker Polizist zu Grabe getragen, der kürzlich erschossen wurde. Der Bürgermeister der Stadt, Bill de Blasio, wird wieder sprechen. Wird er erneut auf Hunderte von Rücken in dunkelblauen Uniformen schauen - das Zeichen stummer Opposition?
Papst Franziskus hat den römischen Lauf der Dinge gehörig aus dem Tritt gebracht. 2015 will der Kirchenführer das Reformtempo weiter steigern – kritisch beäugt von vielen Kardinälen und Bischöfen. Das ist nicht ohne Risiko. Ein Kommentar.
Viele kubanische Dissidenten glauben nicht an den Wandel. Das Regime überwacht und schikaniert sie weiterhin. Auch wer sich arrangiert hat, fürchtet stets, alles zu verlieren.
Ist Deutschland ein christliches Land? Wie man’s nimmt. Auf dem Papier binden die Kirchen noch Millionen Menschen. Doch im Leben des Einzelnen ist ihre Macht gering. Aus der Spätzeit des Christentums.
Wenn wir von Europa sprechen, von seinen Werten und Idealen, dann meinen wir meist den Westen. Dabei ist Europa eine Tatsache, der Westen hingegen ist ein Projekt. Gerade Deutschland sollte wissen, wie lang der Weg dorthin ist.
In den neuen Büchern lesen, die letzten Plätzchen essen, spazieren gehen: Zwischen den Jahren steht selbst das Hamsterrad still. Herrlich. Oder gerade nicht?