Vierfacher Blick auf ein Zugunglück
Was kann man wissen über einen Großvater, der starb, als man selbst drei Jahre alt war? Eric Schneider erzählt in „Opi“ von einem Lokführer, der bei einem der schlimmsten deutschen Zugunglücke ums Leben kam.
Was kann man wissen über einen Großvater, der starb, als man selbst drei Jahre alt war? Eric Schneider erzählt in „Opi“ von einem Lokführer, der bei einem der schlimmsten deutschen Zugunglücke ums Leben kam.
Die junge australische Autorin Jennifer Down erzählt in ihrem zweiten Roman, „Körper aus Licht“ vom Lebens- und Leidensweg einer sozial deklassierten Frau.
Astronomisch-literarische Weltkunde: Nadja Küchenmeisters Langgedicht „Der Große Wagen“ erschließt einen kosmologischen Wissenshorizont für das, was über die wiederkehrenden Abschiede zu dichten ist.
Einst eine der reichsten, dann eine der hässlichsten Städte der Welt und heute ein Experimentierfeld der Kultur: Charleroi bringt mit aller Macht Farbe in das „Schwarze Land“ der Wallonie.
Nach vier Jahren Pause die letzte Staffel „How To Sell Drugs Online (Fast)“, ein Cop-Thriller mit Tom Hardy und die 21. Staffel „Grey’s Anatomy“. Eine Auswahl der Streaming-Highlights im April.
Auch das fröhlichste Kind ist manchmal traurig. Das gehört zum Leben dazu. Bedenklich wird es, wenn sich die Traurigkeit an nichts Konkretem festmachen lässt und einfach nicht weggehen will. Wie bei unserer Zehnjährigen.
„Ich dachte, bis dahin bin ich tot“: In ihrer Autobiographie geht die frühere RAF-Terroristin Silke Maier-Witt hart mit sich ins Gericht. Aber ihr Bekenntnis bleibt zwiespältig.
Seine Memoiren haben Epoche gemacht, trotzdem ist Giacomo Casanova lange nicht in seiner literarischen Bedeutung erkannt worden. Und vielen gilt er immer noch nur als Verführer.
Technologisch hat die Zeitenwende längst begonnen. Aber in der Gesellschaft fehlt es an einer Sexualpädagogik und an Aufklärung über die Risiken, zum Opfer sexueller Gewalt zu werden. Politik und Strafverfolgung hinken ohnehin hinterher.
Manche Menschen lassen ihrem Partner keine Ruhe und kontrollieren alles, was der andere tut. Betroffene suchen den Fehler oft bei sich. Dabei muss man das nicht erdulden. Wie kann man den Absprung schaffen?
Seit mehr als 50 Jahren ist Angus Young die Galionsfigur der Band AC/DC – dem teuflischen Gitarristen zum 70. Geburtstag.
Ukrainische Lebensmittel in Neapel und Ferien vom Krieg in der toten Stadt: Das Bild dieser Woche.
Eine Petition zum Handyverbot an Schulen erfährt gerade große Zustimmung im Netz. Parallel kündigen immer mehr Bundesländer Regelverschärfungen an. Worauf kommt es dabei an? Fragen an eine der Initiatorinnen.
Ein Netzwerk konservativer Berater liefert Donald Trump eifrig Argumente für seinen Handelskrieg. Im Zentrum steht Oren Cass, der aus den Republikanern eine Arbeiterpartei machen will. Ökonomen halten ihn für einen Scharlatan.
Daniel Cordier ist zum französischen Mythos geworden: Sein Heimatland feiert den vor fünf Jahren gestorbenen Résistance-Kämpfer, Kunstsammler und -stifter mit Ausstellungen.
Der französische Schriftsteller Édouard Louis hat mit seinem Debütroman die Geschichte einer unerträglichen Kindheit geschrieben: Jetzt hat Jan Friedrich „Das Ende von Eddy“ in Mainz am Staatstheater auf die Bühne gebracht.
Er hat Spaniens Modernisierung begleitet und die Schrecken der Vergangenheit nicht vergessen: Zum siebzigsten Geburtstag des Schriftstellers und Journalisten Julio Llamazares.
Beim zweiten Kind fragen sich viele Eltern: Wie sorgt man dafür, dass beide Kinder gleich behandelt werden? Und wie wird aus Geschwistern ein Team? Nora Imlau empfiehlt: Erst mal die Erwartungen runterschrauben.
Alois Prinz ist mit dichten Biographien bekannt geworden. Jetzt schafft er es, Albert Schweitzer, eine Persönlichkeit, die schon zu Lebzeiten aus der Zeit gefallen wirkte, für junge Leser interessant zu machen.
Ein Mädchen kommt neu in die Klasse und setzt sich neben Klapper. Sie kommunzieren über Counter Strike und in Kollegah-Zitaten miteinander. Kurt Prödels Romandebüt ist überwältigend.
Blick zurück nach vorn: Daniel Cohn-Bendit und Claus Leggewie tauschen biographische Geschichten aus und unterhalten sich über Migration, Krisen, Kriege und den Klimawandel.
Brüssel plädiert für einen „proaktiven“ Ansatz, der auch Vorbereitungen auf einen Krieg einschließt. Private Haushalte sollen sich mindestens 72 Stunden lang selbst versorgen können.
Seit Beginn des Gaza-Kriegs ist es nur vereinzelt zu Protesten gegen die mit harter Hand herrschenden Islamisten gekommen. Nun wagen sich einige Menschen aus der Deckung. Auch in Israel gibt es neue Proteste gegen die Regierung. Der Überblick.
So hat noch niemand über Kriegstraumata geschrieben: Faruk Šehićs Roman „Von der Una“ handelt vom Fluss der Erinnerungen und seinem schwärzesten Treibgut – den einander gegenseitig angetanen Schrecken in Bosnien.
Martin Dörrs Schlafexperiment im Frankfurter Saasfee Pavillon verbindet digitale Technologie mit Kunst. Und man darf seinen Schlafsack mitbringen.
Der norwegische Olympiasieger und Weltmeister Jakob Ingebrigtsen sagt vor Gericht gegen seinen Vater und ehemaligen Trainer aus. Er spricht von Angst und Gewalt in seiner Kindheit – und wird konkret.
Feministische Sozialdemokratinnen schätzten sie ebenso wie Helmut Kohl: Jutta Limbach. Eine neue Biographie zeichnet das Leben der ersten Frau an der Spitze des Bundesverfassungsgerichts nach.
Lange sah man sie ausschließlich als Einschränkung, heute aber gelten Autismus, Tourette oder ADHS vielen als Bereicherung. Aber wie sieht das im Berufsalltag aus?
Kaleidoskop der Unmöglichkeit: Karin Henkel inszeniert „Die Abweichlerin“ von Tove Ditlevsen mit Lina Beckmann als lebensmüder Schriftstellerin am Schauspielhaus Hamburg.
Flipperautomaten schienen aus der Mode zu sein. Doch das schnelle Spiel mit der Kugel findet wieder mehr Fans. Das zeigt ein Turnier im Massif Central in Frankfurt.
Sven Wassmer hat sich ganz der Alpenküche verschrieben, bringt in seinem Restaurant „Memories“ im Grand Resort Bad Ragaz meisterhaft die Raffinesse des Simplen auf den Teller und wird dafür fürstlich mit drei Michelin-Sternen belohnt.
Doch, doch, dieses Werk zeugt von Besessenheit: Ein Band präsentiert eine Auswahl der großartigen Trinkhallen-Fotos, die Tata Ronkholz im Rheinland und Ruhrgebiet aufgenommen hat.
Donald Trump behauptet, der Panamakanal werde von China kontrolliert. In Panama selbst sieht man das ganz anders. Man will weder auf Washington noch auf Peking verzichten.
Literarisches Versteckspiel von höchsten Gnaden: Normen Gangnus gibt die von ihm fingierten Aufzeichnungen und Briefe eines im Dritten Reich wirkenden Kunsthistorikers heraus. Entstanden ist ein Buch, wie es noch keines gab.
Fünfzig Jahre nach dem Tod von Rolf Dieter Brinkmann kommt dessen Gedichtband „Westwärts 1 & 2“ neu heraus, begleitet von einer Biographie.
Ihr Geburtstagswunsch ist eine Leiche zum Sezieren: Christine Wunnickes Roman „Wachs“ erzählt funkelnd klug vom Leben der Anatomin Marie Biheron und stellt die immer gültige Frage nach dem Unterschied zwischen Mensch und Maschine.