Ich Jude, du Muslim
Deutschland diskutiert über Antisemitismus, viele zeigen dabei auf die Muslime. Der israelische Politologe David Ranan findet das unlauter. Auch Forscher würden die Situation verkennen.
Deutschland diskutiert über Antisemitismus, viele zeigen dabei auf die Muslime. Der israelische Politologe David Ranan findet das unlauter. Auch Forscher würden die Situation verkennen.
Literatur als fortgesetzte Autobiographie: Der Schriftsteller Georges-Arthur Goldschmidt wird neunzig. Er hat für die Franzosen Nietzsche übersetzt und rezipiert – und zudem versucht, die französischen Verrenkungen der Heidegger-Interpretationen aufzuklären.
Israel hat empört auf Aussagen von Palästinenserpräsident Abbas zur Schuld der Juden am Holocaust reagiert. Auch in Amerika sind die Reaktionen auf die teils antisemitische Rede entsetzt.
Der Berliner Kippa-Vorfall hat gezeigt: Wenn Deutschland den Antisemitismus wirklich bekämpfen will, muss es der Sicherheit der Juden mehr Priorität einräumen. Auch bei der Entscheidung, wen es künftig ins Land lässt. Ein Gastbeitrag.
Die drei Jünglingsferkel im Feuerofen: Die makabren Tierfabeln von Ydessa Hendeles in der Kunsthalle Wien schnüren den Besuchern die Luft ab.
In einer Rede hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas das jüdische Volk für den Holocaust verantwortlich gemacht. Es war nicht sein erster antisemitischer Ausfall.
Die Kritik an Söders Kreuz-Erlass reißt nicht ab. Der ehemalige CSU-Vorsitzende Erwin Huber verteidigt im FAZ.NET-Interview die umstrittene Entscheidung – und erklärt, warum er die Empörung für übertrieben hält.
Erst in der Nacht gab es einen Angriff auf Syrien – steckt Israel dahinter? Die israelische Justizministerin, Ayelet Shaked, sitzt im Sicherheitskabinett der Regierung. Wie bewertet sie die außenpolitischen Konflikte ihres Landes?
„Spaltung, Unruhe, Gegeneinander“: Der Münchener Kardinal Reinhard Marx kritisiert Markus Söder nach dem Kruzifix-Erlass scharf und sieht die Deutungshoheit bei der Kirche – und nicht in der Politik.
Der designierte Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung führt den unverhohlener gewordenen Hass auf Juden in Deutschland auch auf die AfD zurück. Björn Höcke und Co. sind für Felix Klein dabei aber nicht das einzige Problem.
Burak Yilmaz ist Sozialarbeiter in Duisburg-Marxloh. Um dem Antisemitismus entgegenzuwirken, fährt er mit jungen Leuten in die KZ-Gedenkstätte. Ein Gespräch über Wege aus der Intoleranz.
Wo Erwin Piscator meinen „Stellvertreter“ uraufgeführt hat, soll ein Warenhaus errichtet werden: Der drohende Abriss der Ku’damm-Bühnen ist ein Skandal. Ein Brandbrief.
Offener Antisemitismus, mitten in Deutschland. Gespräche mit Juden zeigen: Sie trauen sich immer weniger, ihren Glauben offen zu leben. Die Judenfeindlichkeit, die sie im Alltag erleben, ist häufig muslimisch.
Der Bundestag debattiert über das besondere deutsche Verhältnis zum jüdischen Staat. In zentralen Punkten besteht Einigkeit. Streit gibt es mit den Linken und der AfD.
Kippas soweit das Auge reicht: In Berlin setzen 2000 Menschen ein Zeichen gegen Antisemitismus und solidarisieren sich mit den dort lebenden Juden. Doch das kann erst der Anfang sein.
Der Labour-Vorsitzende Corbyn will Antisemitismus-Vorwürfe gegen seine Partei entkräften – die Kritik trifft indes auch ihn selbst. Die Stimmung ist vergiftet.
Eigentlich sollte es ein Solidaritätstag gegen Antisemitismus werden. Doch in Berlin gab es auch einen Zwischenfall auf eine kleine proisraelische Kundgebung. Sie musste schnell abgebrochen werden.
Jüdische Eltern nehmen ihre Kinder immer öfter von staatlichen Schulen. Haben die Behörden das Problem des muslimischen Antisemitismus vernachlässigt?
David Ranan hat mit 70 jungen Muslimen Interviews über muslimischen Antisemitismus geführt. Dabei hat sich eine Frage gestellt: Ist er vor allem durch den Palästina-Konflikt gespeist?
Der Anführer der „Nation of Islam“ fällt durch antisemitische Äußerungen auf und durch Kumpanei mit den Führerinnen der größten sozialen Bewegung Amerikas. Warum lässt die liberale Linke ihm das durchgehen? Ein Gastbeitrag.
Arte schildert die Geschichte Israels so ausgewogen, wie man es sich wünscht. Von der Idee des Judenstaats bis zum Konflikt mit den Palästinensern. Es kommen nur wenige Politiker zu Wort.
Der Frankfurter Bürgermeister ruft zum Tragen der jüdischen Kopfbedeckung auf, um ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Doch die gewünschte Wirkung könnte ausbleiben.
7000 Mitglieder zählt die Jüdische Gemeinde in Frankfurt. Geht es nach Bürgermeister Becker (CDU), tragen am 14. Mai auch Nichtjuden aus Solidarität die Kippa. Frauen inklusive.
Was als Judenfeindlichkeit unter Muslimen bezeichnet werde, sei oft überhaupt kein Antisemitismus, sondern Hass auf Israel, glaubt Politikwissenschaftler David Ranan. Zugleich sieht er politische Gründe für die Abneigung der Muslime gegenüber Juden.
Längst bilden sich auch in bestimmten Vierteln der hessischen Großstädte Parallelgesellschaften. Die Kraft zu entwickeln, solche Entwicklungen zu stoppen, ist wichtiger als das eintägige Tragen einer Kippa.
Wer junge Menschen auf der Straße zu den antisemitischen Zeilen deutscher Rapper befragt, lernt vor allem eins: Der alltägliche Judenhass interessiert sie überhaupt nicht.
Weil er seinem Mops unter anderem den Hitlergruß beigebracht und dies auf Youtube veröffentlicht hat, wurde ein 29 Jahre alter Schotte zu einer Geldstrafe verurteilt. Seine Videos seien antisemitisch und rassistisch, hieß es zur Begründung.
Der jüdische Rapper Ben Salomo hat an den Frieden im Hip-Hop geglaubt. Jetzt schmeißt er hin. Im Interview sagt er, warum.
Antisemitismus ist nicht mit Logik beizukommen, der Hass ist manisch. Wie schwierig das Problem zu lösen ist, zeigte sich in der Sendung von Anne Will.
Manche Flüchtlinge würden eine „neue Form des Antisemitismus“ nach Deutschland bringen, sagte die Kanzlerin einem israelischen TV-Sender. Sie werde konsequent gegen Judenhass in Deutschland kämpfen.
Die Schauspielerin Natalie Portman hat ihre Teilnahme an der Verleihung des renommierten Genesis-Preises in Jerusalem abgesagt. In ihrer Begründung kritisiert sie Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Israelische Politiker reagieren mit scharfer Kritik.
Nach dem mutmaßlich antisemitischen Angriff in Berlin sorgt sich die jüdische Gemeinschaft in Deutschland um ihre Sicherheit. Gleich von mehreren Seiten kommen unterdessen Vorschläge für eine Aktion der Solidarität.
Die Auspeitschung eines Kippa-Trägers ist nicht nur Körperverletzung. Ihre Symbolik weckt düstere Erinnerungen – jetzt braucht es mehr als vorgefertigte Solidaritätsbekundungen.
Die ARD hat eine Doku über die deutsche Rap-Szene wiederholt. Die Autorin geht der Frage nach, ob es im deutschen Hip-Hop eine Spur des Antisemitismus gibt. Die Antwort ist eindeutig.
Der Aufstand im Warschauer Ghetto 1943 gilt als größter Kampf von Juden gegen ihre Ermordung durch die Nazis. Der Gedenktag fällt mitten in die Debatte um ein Gesetz, das unter Strafe stellt, Polen eine Mitverantwortung für Verbrechen der deutschen Besatzer zuzuschreiben.
Ein Video aus Berlin macht sprachlos. Spätestens jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Was heute Hoffnung macht, steht im Sprinter.