Polizei hält Opfer eines antisemitischen Übergriffs für den Täter
In Bonn kommt es am Mittwoch zu einem antisemitischen Übergriff. Statt dem Täter nimmt die Polizei aber zunächst das Opfer fest. Die Beamten haben sich bereits entschuldigt.
In Bonn kommt es am Mittwoch zu einem antisemitischen Übergriff. Statt dem Täter nimmt die Polizei aber zunächst das Opfer fest. Die Beamten haben sich bereits entschuldigt.
Seit dem Machtantritt der AKP wächst die Judenfeindschaft in der Türkei. Dazu tragen auch die Attacken Erdogans gegen Israel bei. Beeinflusst das am Ende auch die in Deutschland lebenden Türken?
Am Tag vor seinem Tod kam Claude Lanzmanns letzter Film in die französischen Kinos: „Vier Schwestern“ erzählt von Schicksalen, die brennend aktuell sind.
Warschau hat ein weiteres Stück seiner Justiz zerstört. Deutschland darf nie auch nur daran denken, den östlichen Nachbarn zu strafen. Ein „Europa B“ im Osten aber wäre eine Gefahrenzone.
Einst war Hossein Nassim Rückenschwimmer, dann als Wasserballer für Iran bei den Olympischen Spielen. Trainer ist er geblieben, Bademeister geworden und auch als Rentner noch aktiv.
Polen hat vor kurzem sein umstrittenes Holocaust-Gesetz geändert und zusammen mit Israels Regierung eine Erklärung dazu veröffentlicht. Die weist die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte allerdings zurück – weil sie historisch fehlerhaft sei.
An diesem Donnerstag ist Claude Lanzmann gestorben. Sein neunstündiges Hauptwerk „Shoah“ hat ihn berühmt gemacht. Was ist das Besondere dieses Films über die Judenvernichtung?
Juden als „Drückeberger“? Emotionale Auseinandersetzung mit einem emotionalen Thema aus dem Ersten Weltkrieg.
Noch als Schüler kämpfte er in der Résistance, sein Film „Shoah“ über den Völkermord an den europäischen Juden hat ihn weltberühmt gemacht: Im Alter von 92 Jahren ist Claude Lanzmann gestorben.
Gestohlene Judaica: Herauszufinden, woher sie stammen und wann die Nazis sie raubten, ist für Provenienzforscher eine der schwierigsten Aufgaben. Eine Fachtagung in Berlin dreht sich um diese Fragen.
Nach einem Brandanschlag auf das Auto des AfD-Politikers von Gottberg ermittelt der Staatsschutz. Eine bislang unbekannte Gruppe bekannte sich zu der Tat – und bezeichnete den AfD-Abgeordneten als „Holocaustleugner“.
Die Migrationsforschung behandelt Antisemitismus unter muslimischen Flüchtlingen mit spitzen Fingern. Dabei sprechen neue Studien eine deutliche Sprache.
Ein neues Buch stellt sich die Frage, wie man mit dem Zionismus umgehen sollte. Was bedeutet das für die Siedlung in Palästina?
In dem weißrussischen NS-Lager Malyi Trostinez wurden mehrere zehntausend Menschen ermordet. Er sei „voll Scham und Trauer“, sagte Bundespräsident Steinmeier bei der Einweihung der nun fertiggestellten Gedenkstätte.
An Nord- und Ostsee wurden jüdische Gäste schon in den 1920er Jahren zu Bürgern zweiter Klasse gemacht. Die Mittelschicht lebte ihren Neid aus. Historiker untersuchen, wer den Hass in die Urlaubsorte brachte.
Energieverschwendung, falsche Schwerpunkte und beklagenswerte Vorstellungen – es gibt Wichtigeres als die Nationalmannschaft. Was sonst noch wichtig wird am Freitag, lesen Sie hier im FAZ.NET-Sprinter.
Es gibt nichts schönzureden: Ein F.A.Z.-Gespräch mit Frank-Walter Steinmeier über den Konflikt in der Koalition und dessen Folgen, den relativierenden Umgang mit der deutschen Geschichte – und über seinen Besuch in einer Gedenkstätte in Weißrussland.
Für das im März in Kraft getretene Holocaust-Gesetz ist Polen heftig kritisiert worden, vor allem von Israel. Jetzt hat das Parlament einen zentralen Paragraphen gestrichen – auf Initiative von Ministerpräsident Morawiecki.
An der John-F.-Kennedy-Schule ist laut einem Zeitungsbericht ein jüdischer Schüler antisemitisch beleidigt und gemobbt worden. „Ausmaß und Ernsthaftigkeit“ des Vorfalls sollen zunächst unterschätzt worden sein.
Eine Tagung an der TU Berlin beschäftigt sich mit dem „Fall Rolf Peter Sieferle“. Hat der Autor von „Finis Germania“ dem Gedankengut der AfD den Weg geebnet?
Kaum ein europäisches Land hat so komplexe Beziehungen zu Israelis und Palästinensern wie Großbritannien. Ein Drahtseilakt für Prinz William beim ersten royalen Besuch in dem Land.
An diesem Papst scheiden sich die Geister. Noch ein Buch über die Zeit der deutschen Besetzung Italiens.
Ein 26 Jahre alter Mann wird von Rechtsextremen in der Westfalenstadt mehrfach beschimpft. Einem Faustschlag entgeht er. Drei Täter identifiziert die Polizei. Der Vierte wird gesucht.
Der angeklagte Palästinenser, der einen Kippa-Träger mit dem Gürtel attackiert haben soll, will gar nichts gegen Juden haben. In Berlin wird heute der Prozess fortgesetzt – der bis jetzt ein Lehrstück in Sachen Antisemitismus ist.
Ein mehr als tausend Seiten starkes Werk erzählt das Leben von Felix Hausdorff. Das Schicksal des Mathematikers, Dichters, Philosophen und deutschen Juden verdient, bekannter zu werden.
Eine wegweisende Konferenz in Düsseldorf beleuchtet, wie sehr die jiddische Hochkultur vor dem Holocaust von ihrem europäischen Bezugsrahmen geprägt war.
Auch Berlin hat gemerkt, was da alles geboten wurde: Nach achtundzwanzig Jahren endet die glückliche Zeit von Andrea Palent als Intendantin der Musikfestspiele Potsdam.
Die Öffentlichkeit ist beunruhigt, weil Juden in Deutschland offen angefeindet werden. Eine Allensbach-Umfrage für die F.A.Z. zeigt aber, dass der Antisemitismus insgesamt abnimmt – nur bei Anhängern einer Partei nicht.
Der angeklagte syrische Flüchtling sagte vor Gericht seine Tat tue ihm leid und er bitte um Entschuldigung. Er habe nichts gegen Juden und sei seinerseits beleidigt worden.
Die Staatsanwälte haben es sich bei ihrer Verfahrenseinstellung gegen Kollegah und Farid Bang zu leicht gemacht. Junge Fans nehmen deren menschenverachtende Texte zum Nennwert.
Der jüdische Sportverein Makkabi Frankfurt bekommt eine eigene Anlage. Die Auswahl des Architektenbüros sorgt für Unverständnis. Ein Zeichen der Versöhnung?
Zwischen Kollaboration und Résistance: Ein Gespräch mit dem Schriftsteller und Übersetzer Georges-Arthur Goldschmidt über Frankreichs Nachkriegsgesellschaft und was auf sie folgte.
Eine in Iran geborene Künstlerin dreht einen Film über die Sängerin, die in Ägypten als Nationalsymbol verehrt wird: Shirin Neshat über Oum Kulthum, die Tücken des Biopics und die Macht der Künstlerin.
Die Regisseurin Ruth Zylberman rekonstruiert die Schicksale der Bewohner eines Hauses im jüdischen Viertel von Paris: Die Arte-Dokumentation „Die Kinder aus der Rue Saint-Maur“ ist ein kluger Film, der wenig Trost bietet.
Frank Plasberg gerät schon vor der Sendung zum Thema Flüchtlinge unter Druck. Das zeigt, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk zum politischen Schlachtfeld für Linke und Rechte geworden ist. Die anschließende Sendung zeigt, wie Widerstand zu leisten ist.
Alexander Gauland stellt zwei Tage nach seiner Rede in Thüringen in Abrede, dass er Verbrechen der Nationalsozialisten habe bagatellisieren wollen. Die Empörung über seine „Vogelschiss“-Äußerung hält an.