Großbritanniens gefährlichster Export
Europas Linke begeht einen Fehler, wenn sie dem Führer der Labour Party folgen möchte. Ein Gastbeitrag.
Europas Linke begeht einen Fehler, wenn sie dem Führer der Labour Party folgen möchte. Ein Gastbeitrag.
Der Antisemitismus werde „immer dreister, anmaßender und auch physisch brutal“, meint Felix Semmelroth. In seiner neuen Funktion will er entschlossen dagegen vorgehen.
Der frühere Hanauer Richter Gerhard Lüdecke erforscht das Schicksal jüdischer Juristen nach 1933. In dem städtischen Landgericht wird an elf Mitarbeiter erinnert.
Im Lager Malyj Trostenez in der Nähe von Minsk ermordeten die Nazis Zehntausende, doch kaum jemand kennt diesen Ort. Das Land tut sich schwer mit der Erinnerung. Ein Ortsbesuch.
Israels neues Grundgesetz treibt vor allem die treue Minderheit der Drusen auf die Barrikaden. Doch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weicht nicht zurück.
Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens haben ein Zeichen gegen Geschichtsvergessenheit gesetzt: In Auschwitz haben sie gemeinsam der Opfer des Nationalsozialismus gedacht und einen Kranz niedergelegt.
Die britische Labour-Partei trat traditionell für Benachteiligte ein. Wie konnte daraus nur eine Partei werden, vor deren Regierungsübernahme britische Juden nun ernsthaft warnen?
Ohne Flüchtlingsstatus hätten mehr als fünf Millionen registrierte Flüchtlinge, die in den Palästinensergebieten und Israels Nachbarländern leben, kein Recht auf Rückkehr nach Israel. Das Hilfswerk der UN könnte ebenfalls nicht mehr tätig werden.
Die amerikanische Nahostpolitik hat einen heilsgeschichtlichen Horizont. Ein „Neuer christlicher Zionismus“ wirbt jetzt dafür, dass die Solidarität mit Israel auch Kritik erlaubt.
Giftmord auf offener Bühne. Der erste „Tatort“ nach der Sommerpause zieht eine breite Spur in das Fluchtland Argentinien. Stimmen die historischen Fakten – und taugt ein Kugelschreiber als Lebensretter?
Juden hatten einen Einfluss auf die Entstehung des Islams. Dieser ist in einer Zeit entstanden, in der der Glaube weltliche Macht verheißen hat. Die Religion ist aber in jener Entwicklung steckengeblieben.
Als ich in Australien ankam, war ich ein Flüchtlingskind. In welchem Land würde ich leben? Und was würde vom Deutschsein bleiben? Geschichte einer Migration.
Ursula Haverbeck sitzt wegen der Leugnung des Völkermords an den Juden im Gefängnis – zu Recht, sagt das Bundesverfassungsgericht. Aber nicht jede beschönigende Darstellung des Nationalsozialismus ist strafbar.
Einmal grandios, einmal matt: Die Überarbeitung der „Meistersinger von Nürnberg“ ist als Ganzes ein Fest. Theatralisch effektvoll wird Wagners antisemitischer Diskurs porträtiert. Dafür enttäuscht „Der fliegende Holländer“ die Bayreuther.
Seine engagierten Projekte waren altmodisch: Der Filmemacher Artur Brauner, Organisator des deutschen Nachkriegskinos, wird hundert Jahre alt.
Und manch einer überlebte in Sibirien: Eine Berliner Ausstellung erinnert an die Ausweisung der polnischen Juden aus Deutschland im Herbst 1938.
Das Gericht zeichnet im Wehrhahn-Prozess ein düsteres Bild des Angeklagten Ralf S. – doch für eine Verurteilung für den früheren Berufssoldaten reicht es nicht aus. Auch wegen des Unterschiedes zwischen Gesehenem und Gehörtem.
Das „Feinberg’s“ in Berlin wird immer wieder Ziel antisemitischer Übergriffe. Wie sieht der Alltag des Betreibers Yorai Feinberg und seiner Angestellten aus? Unsere Autorin hat drei Tage lang dort gekellnert.
Wie Juden während des Nationalsozialismus schikaniert wurden, erfahren Schüler meist erst in der neunten Klasse. Dabei kann man die Zusammenhänge schon Grundschülern in einer einfachen Übung vermitteln.
Die deutsche Literatur hat in diesem Herbst ein Leitmotiv: die Gewalterfahrungen des zwanzigsten Jahrhunderts. Vier große neue Romane erzählen Zeitgeschichte auf je ganz eigene Weise.
Alex Jones ist ein vehementer Unterstützer von Donald Trump und ein Verschwörungstheoretiker vor dem Herrn. Jetzt haben Youtube und Facebook Kanäle von ihm gesperrt. Jones hält das selbstverständlich für Zensur.
Das Nationalstaatsgesetz schafft nicht die Demokratie in Israel ab. Aber das Land beschreitet mit ihm einen dunklen Weg. Ein Kommentar.
Schon Thomas Mann hat angedeutet, dass der ganze Hitler im frühen Bewunderer Wagners steckt. Ein Germanist macht diese These nun plausibel. Wie sprang der Funke über?
Der Vorname Adolf ist verpönt. In dem Film „Der Vorname“ geht es um die Frage, ob man seinem Kind einen Namen geben kann, der für Krieg, Vertreibung und den Mord an Millionen Juden steht.
Die Berliner Studie zum Antisemitismus im Netz leistet Großes. Bei der Unterscheidung von Judenhass und legitimer Israel-Kritik verrennt sie sich aber im Positivismus.
Das Berliner Kammergericht urteilt im Streit zwischen der Publizistin Gabriele Kuby und der Schaubühne um das Stück „Fear“. Beide Seiten sehen sich als Sieger.
Ungarns Ministerpräsident Orbán wird immer wieder Antisemitismus vorgeworfen. Doch Israels Regierungschef Netanjahu verteidigt ihn. Wie passt das zusammen?
Mark Zuckerberg will Postings, in denen der Holocaust geleugnet wird, bei Facebook nicht löschen. Die deutsche Justizministerin Katarina Barley meldet sich dazu gleich zu Wort. Und lehnt sich weit aus dem Fenster.
Das Netz empört sich über Mark Zuckerbergs Aussagen zur Holocaust-Leugnung auf Facebook. In Deutschland ist diese strafbar. Das Justizministerium weist auf die Rechtslage hin.
In Berlin wurde die bisher größte Studie zum Antisemitismus und der „Netzkultur des Hasses“ vorgestellt. Sie beweist: Die Klischees sind lebendiger denn je.
Der Streit um Antisemitismus im Internet verschärft sich. Im Falle von Holocaust-Leugnern hat Facebook-Chef Zuckerberg nun Stellung bezogen. Seine Begründung ist doch sehr eigenwillig.
Besonders in sozialen Medien verbreitet sich judenfeindliches Gedankengut, resümieren Forscher der TU Berlin. Der Präsident des jüdischen Zentralrats sieht damit belegt, was viele Juden schon lange empfänden.
FPÖ-Landesrat Waldhäusl will das Schächten in Niederösterreich einschränken. Die Israelitische Kultusgemeinde sorgt sich, dass Juden sich beim Kauf von koscherem Fleisch künftig namentlich registrieren lassen müssen.
Joseph Ratzinger, der emeritierte Papst, greift eine Formel seines Vorgängers zum Verhältnis von Christen und Juden an. Er moniert sprachliche Petitessen – und wurde kurioserweise selbst nicht redigiert.
Ein Podium im Centrum Judaicum diskutierte anlässlich der dort wiedereröffneten Dauerausstellung, was das „jüdische Berlin“ heute bedeutet. Unbequeme Fragen wurden aber lieber ausgespart.
Im Bundesarchiv liegt ein Blatt Papier, das Martin Heideggers Mitwirkung am Holocaust beweisen soll. Tatsächlich belegt die vermeintliche große Entdeckung nur den denunziatorischen Eifer von Heideggers Gegnern.