Juden in der Alternative für Deutschland
AfD-Mitglieder jüdischen Glaubens wollen eine Vereinigung gründen. Es gebe keinen Widerspruch zwischen der Religion und der Partei. Bei jüdischen Gemeinden löst das Befremden aus.
AfD-Mitglieder jüdischen Glaubens wollen eine Vereinigung gründen. Es gebe keinen Widerspruch zwischen der Religion und der Partei. Bei jüdischen Gemeinden löst das Befremden aus.
Der Holocaust ist in Litauen eine noch nicht verheilte Wunde. Deshalb wird das Gebet des Papstes im einstigen Getto ein wichtiges Zeugnis sein, dorthin zu gehen, wo es am stärksten schmerzt.
Streng genommen dürfte ein gläubiger Jude am Schabbat nicht einmal seinen Hausschlüssel mitnehmen, wenn er in die Synagoge geht. Wien hat als einzige Stadt im deutschsprachigen Raum eine Lösung für dieses Dilemma: einen Eruv. Einen was?
Wissen und Geschmack: Inge Feltrinelli war die letzte Königin der Verlagswelt. Jetzt ist die deutsch-italienische Grande Dame der Literatur mit 87 Jahren in Mailand gestorben.
Deutsche Gerichte haben einem Aktivisten verboten, Abtreibungen als Mord zu bezeichnen. Vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ist er nun mit einer Beschwerde dagegen gescheitert.
Viele Verstöße gegen den Jugendmedienschutz im Netz bleiben ungestraft. Wenn Rechtsextremisten und Islamisten Kinder rekrutieren, gehen sie geschickt vor. Ein Gespräch mit Flemming Ipsen von jugendschutz.net.
In Sehnsucht leben: Eine Münchner Tagung erörtert die literarisch-spiritistischen Kosmiker um Alfred Schuler und Ludwig Klages als Phänomen der Mode einer Zeit, die sich selbst bekämpfte.
Auf einer Mitgliederversammlung diskutiert die Frankfurrer FDP über den Angriff auf ein jüdisches Parteimitglied. Parteichef Lieb verurteilt die Straftat. Im Alltag sei der Einsatz jedes Einzelnen gegen antisemitische Äußerungen gefordert.
Lange wurde über die Einwanderung äthiopischer Juden nach Israel gestritten. Nun lenkt Ministerpräsident Netanjahu ein und erlaubt 1000 von ihnen zu immigrieren. Manchem geht dieses Zugeständnis nicht weit genug.
Ein junger Mann plaudert zunächst mit zwei anderen Männern. Dann gibt er sich als Jude zu erkennen und wird unvermittelt angegangen. Nun ermittelt der Staatsschutz. Auch der Frankfurter Bürgermeister meldet sich zu Wort.
Kein Heiligenschein, sondern eine nüchterne Beschreibung eines außergewöhnlichen Lebens.
Die neue Gesamtausgabe der Gedichte Paul Celans verbindet den Epochenzusammenhang mit der Werkwelt – eine Lehrstunde über fremdartige Kunst, Kitsch und das Unsagbare.
Viele Zeugen Jehovas wurden im „Dritten Reich“ verfolgt und mit dem Tod bedroht. Spuren ihrer Schicksale sind auch in Frankfurt immer noch sichtbar.
Ultraorthodoxe Juden gelten als streng und freudlos. In Israel beweisen Frauen gerade, dass das nicht stimmt – und revolutionieren die Mode.
Das Spielfilmdebüt des Dokumentarfilmers Joshua Weinstein zeigt den Alltag in einer chassidischen Gemeinde – auf jiddisch.
Das Jüdische Forum für Demokratie bemängelt den Umgang von Polizei und Staatsanwaltschaft mit der Attacke auf ein jüdisches Restaurant in Chemnitz. Die Öffentlichkeit habe zu spät von dem Vorfall erfahren.
Der Vorsitzende der britischen Labour-Partei Jeremy Corbyn tritt dafür ein, dass die Gründung Israels als „rassistisch“ bezeichnet werden darf. Ist es Sturheit, historische Unkenntnis oder ideologische Verblendung?
Die orientalisch-jüdische Bevölkerung in Israel war lange eine Randgruppe. Nun wird sie immer mehr zum Machtfaktor. Die Politik hat die Entwicklungsstädte längst für sich entdeckt.
Nach langem Streit hat die britische Labour-Partei unter Jeremy Corbyn nun die internationale Antisemitismus-Definition übernommen – mit einer kleinen Änderung. Das lässt Fragen offen.
Die Zuwanderung von Flüchtlingen hat auch Auswirkungen auf den Sport. Die jüdischen Makkabi-Vereine sehen sich immer wieder mit antisemitischen Anfeindungen durch Migranten konfrontiert.
Die Warnungen vor einem „zweiten Fall Galilei“ waren ebenso vergebens wie der Kampf des Mainzer Weihbischofs Reuss. Ein Blick hinter die Kulissen von „Humanae vitae“.
Der Zentralrat der Juden übt Kritik an deutschen Schulbüchern. Selbst wenn Korrekturen vorgenommen worden seien, blieben sie zum Teil im Umlauf. Ministerpräsident Laschet kündigte in NRW Gegenmaßnahmen an.
Ein Podium redet über „importierten Antisemitismus“, ohne unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Vielleicht hat das auch mit Kriminalstatistiken zu tun, die die Wirklichkeit verzerrt abbilden.
Wegen seines konsequenten Vorgehens gegen Drogenabhängige hat der philippinische Präsident schon oft eine Parallele zu Hitler gezogen. Jetzt will er an der Einweihung eines Holocaust-Denkmals in Israel teilnehmen.
Immer wieder fragte das Amt Rosenberg nach: 1938, eine Woche nach der „Reichskristallnacht“, hatte das Taktieren schließlich ein Ende, und die Goethe-Gesellschaft schloss ihre jüdischen Mitglieder aus.
Erst im vergangenen Sommer hatte der WDR mit einem Film über Judenhass in Europa öffentlich gefremdelt. Jetzt zeigt der Sender eine zweite Dokumentation, nicht weniger brisant, zum Thema – versteckt im Spätprogramm.
Die Türkei intensiviert ihren Einsatz für das islamische Jerusalem. Ihr Bündnis mit arabischen Islamisten wird immer enger – nun erreicht es auch das Hochschulsystem.
Endlich soll in Berlin aller Opfer des Vernichtungskriegs der Wehrmacht im Osten Europas sichtbar gedacht werden. Doch eins ist bisher ungeklärt: Soll jede Nation ein eigenes Denkmal erhalten? Ein Gastbeitrag.
Bisher war es eine Forschungslücke. Jetzt widmet sich die Historikerin Iris Idelson-Shein der Bedeutung jüdischer Übersetzungen in der frühen Neuzeit. Unterstützt wird sie vom Europäischen Forschungsrat.
Hakenkreuze in Videospielen waren in Deutschland bisher verboten. Das ändert sich nun. Und ein Berliner Spielestudio setzt sich an die Spitze der Bewegung.
Satire, bitterenst: Spike Lees „BlacKkKlansman“ über den Afroamerikaner Ron Stallworth, der Mitglied des Ku-Klux-Klans wurde, erzählt von Ereignissen, die vor vierzig Jahren stattfanden. Und kommt dennoch keinen Tag zu spät.
Das ZDF berichtete fälschlicherweise von den „polnischen Vernichtungslagern Majdanek und Auschwitz“. Der Sender entschuldigte sich sofort. Ein einstiger KZ-Häftling wollte, dass seine Erklärung dazu veröffentlicht wird. Nun hat der BGH entschieden.
Ruhrtriennale kakophonisch: Eine Podiumsdiskussion zur Bewegung BDS, die zum Boykott von Israel aufruft, streitet darüber, wie viel politisches Gepäck ein Festival schultern darf.
Einmal im Jahr speisen Freunde des Museums Judengasse gemeinsam. Dabei führen sie sich nicht nur jüdische Hausmannskost sondern auch die Geschichte der Judengasse zu Gemüte.
Wie Paul Celan verarbeitete auch Immanuel Weißglas seine Holocaust-Erfahrungen literarisch. Diese Verse des jüdischen Kollegen dienten Celan später als Grundlage für die berühmte „Todesfuge“.