Wählen in Zeiten des Terrors
Nach dem schwersten antisemitischen Anschlag, den die Vereinigten Staaten je erlebt haben, kritisieren viele die Hass-Rhetorik des Präsidenten. Der Terror könnte Auswirkungen auf die Zwischenwahlen haben.
Nach dem schwersten antisemitischen Anschlag, den die Vereinigten Staaten je erlebt haben, kritisieren viele die Hass-Rhetorik des Präsidenten. Der Terror könnte Auswirkungen auf die Zwischenwahlen haben.
Ein Rechtsextremist erschoss in einer Synagoge in Pittsburgh elf Menschen. Präsident Trump bekundete Trauer – und setzte die Wahlkampftour fort. Dabei kann er die gewaltbereite Szene eigentlich nicht mehr ignorieren.
Nach dem Attentat von Pittsburgh soll ein bei Rechtsradikalen beliebtes Internetportal offline gehen. Die Betreiber wollen das nicht akzeptieren – und drohen zwischen den Zeilen mit Gewalt. Deutlicher werden die Nutzer.
„Alle Juden müssen sterben“, soll er gerufen haben: In Pittsburgh erschießt ein Mann elf Menschen in einer Synagoge. Die Ermittler sind vom Blutbad geschockt. Der Täter besaß mehr als 20 legale Schusswaffen.
Soll man „Fachleute“ aus der NS-Zeit weiter beschäftigen? Fragen, die sich nach 1945 sowohl in Bonn als auch in Ost-Berlin stellten.
François-Xavier Roth dirigiert seine erste Strauss-Oper: In der „Salome“-Inszenierung des jungen amerikanischen Regisseurs Ted Huffman an der Oper Köln endet der Welttag des Patriarchen mit einem Massaker.
Im nächsten Frühjahr tritt Großbritannien aus der EU aus. Die Zahl jener Briten, die bis dahin die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen wollen, hat sich seit dem Brexit-Votum vervielfacht.
Die hessische AfD präsentiert sich vor der Landtagswahl gemäßigter als der Rest der Partei. Die Angriffe aus der CDU versucht sie, für sich zu nutzen.
Dass Juden die AfD unterstützen, wundert manche. Schließlich existieren in der Partei ausgeprägte faschistische Tendenzen. Dafür, dass sich Juden dort organisieren, gibt es jedoch Gründe. Ein Gastbeitrag.
Sind die Deutschen wirklich von unberechenbaren Habenichtsen aus Irgendwo und von arroganten Vielfliegern aus Überall bedroht? Überlegungen zur Weltlage.
Sie ist 93 Jahre alt und hat den Holocaust überlebt. Und jetzt ist sie Schönheitskönigin: „Miss Holocaust Survivor“. Der Wettbewerb, an dem ein Dutzend Damen teilnahmen, ist nicht unumstritten.
Vorwürfe gegen „die Juden“ gab und gibt es immer wieder. Ein Beispiel aus dem Polen des Jahres 1968.
Berlin ist nicht Weimar, heißt es. Zu Recht? Unheilvolle Tendenzen aus der Weimarer Republik kehren wieder. Man darf sie nicht unterschätzen. Ein Gastbeitrag.
André Yorulmaz ist Sohn eines Muslims und ein ehemaliges AfD-Mitglied. Im F.A.Z.-Gespräch erklärt er, warum die AfD eine Plattform für liberale Muslime sein könnte – und wie sie ihre Radikalität verlieren kann.
Triumph für Polens Patrioten: Neue Erkenntnisse über die „Berner Gruppe“, die Juden vor dem Holocaust rettete, erregen in Polen wie in Israel großes Aufsehen.
Schon vor über 100 Jahren wurde in den Vereinigten Staaten die Idee populär, eine überlegene weiße Rasse zu züchten. Die Entschlossenheit, mit der die Amerikaner zu Werke gingen, begeisterte auch die Nazis.
Eine amerikanische Studentin kämpft gegen ihre Abschiebung aus Israel. Sie soll einer israelkritischen Organisation nahe stehen – und wird derzeit am Flughafen in Tel Aviv festgehalten. Es ist bei weitem nicht der erste Fall.
Mit ihrer verspielten Architektur fällt die Villa Renaissance selbst unter den Bad Homburger Kurvillen auf. Doch das markante Gebäude hat auch eine dunkle Geschichte.
Ein Besuch in Stockholm als Widerstand gegen die NS-Diktatur: Vor 75 Jahren rettete der Diplomat Georg Ferdinand Duckwitz die dänischen Juden vor der Deportation.
Die neu gegründete Vereinigung „Juden in der AfD“ hat sich erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Kritiker werden in gewohnter Manier angegangen.
Die AfD sei eine „Partei der Religionsfreiheit“ und deshalb auch offen für Muslime. Nur dürften sie keine „Islamisierung“ befürworten.
Ehrenamtliche haben dem lange vernachlässigten Jüdischen Friedhof in Bad Soden viele Geschichten entlockt. Dafür wurden sie jetzt ausgezeichnet. Mit dem Preisgeld sollen die Biographien der Verstorbenen niedergeschrieben werden.
„Wir stehen vor einem Ungetüm“, sagt die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, in Bezug auf die AfD. Dem amerikanischen Botschafter wirft sie Gefährdung der Demokratie vor.
„Die Zeit der Provokation ist vielleicht erst mal vorbei“: Rapper Kollegah distanziert sich von umstrittenen Textstellen auf seinem Album. Der Besuch in Auschwitz sei eine aufwühlende, klärende Erfahrung für ihn gewesen.
Bei seiner Pressekonferenz mit der Kanzlerin lobt Benjamin Netanjahu deren Einsatz für gute bilaterale Beziehungen. Er fordert aber auch eine klarere Haltung gegenüber Iran. Die Kanzlerin reagiert – mit Zustimmung und Widerspruch.
Zwischen Antisemitismus, rechten Annäherungsversuchen und Holocaustgedenken: Die Ethik und Kultur der Juden bleibt in Debatten auf der Strecke. Das ist jedoch fatal. Ein Gastbeitrag.
Netflix verfilmt die Entführung Adolf Eichmanns, gespielt von Ben Kingsley. An Emotionalität und Abenteuer fehlt es nicht. Dafür an der Tiefenschärfe.
Lange hat Oliver Polak Witze über sich selbst gemacht. Jetzt macht er mit dem Appell gegen Antisemitismus ernst. Und hat deswegen ein Buch geschrieben, das viele Fragen offen lässt.
Wieso werden Juden Mitglied in der AfD? Und wer sind diese Leute? Eine Spurensuche bei einer Gruppe, die sich nicht so recht äußern will.
Das kommt zur richtigen Zeit: Ein Sammelband hebt zwanzig Schätze der Holocaustliteratur. Darin wird auch die alte Frage neu aufgeworfen, wie Schreiben nach und über Auschwitz möglich ist.
Mit Gert Voss konnte er die brillantesten, unschlagbarsten und abgrundinnigsten Komplementäre des deutschsprachigen Welttheaters bilden. Doch der Tragikomiker war mehr. Zum Tode des Schauspielers Ignaz Kirchner.
Dalia Grinfeld vertritt mehr als 25.000 junge Juden bundesweit. Im Interview spricht sie über die Gründung der jüdischen Vereinigung in der AfD, Sicherheit im Alltag – und wie sich die nächste jüdische Generation ihre Zukunft in Deutschland vorstellt.
Merksätze fürs Leben: David Schalkos Ganovenstück „Schwere Knochen“ erzählt fabelhaft pointenprall die Geschichte eines Verbrecher-Quartetts.
Insbesondere zugewanderte Juden aus Russland hegen Sympathien für die AfD. Nun wird sich in wenigen Tagen die Gruppe „Juden in der AfD“ gründen. Die jüdischen Organisationen stehen daher vor einer großen Aufgabe.
In wenigen Tagen wird sich in Offenbach die Gruppe „Juden in der AfD“ gründen. Ein Russlanddeutscher aus Wiesbaden ist Initiator. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Offenbach nennt den Plan „aberwitzig“.
Michel Friedman ist einer der prominentesten Vertreter des deutschen Judentums und ein Mann, der gerne Klartext spricht. Zur geplanten Gründung einer Gruppe von Juden in der AfD hat er eine klare Meinung.