Mit blonden Haaren fiel sie nicht auf
Siebentausend Juden sind während der NS-Zeit in Berlin untergetaucht. Vier von ihnen porträtiert Claus Räfle in seinem Dokudrama „Die Unsichtbaren“.
Siebentausend Juden sind während der NS-Zeit in Berlin untergetaucht. Vier von ihnen porträtiert Claus Räfle in seinem Dokudrama „Die Unsichtbaren“.
Ein Berliner Pädagoge verbreitet auf Youtube Inhalte, in denen er gegen Politiker hetzt, Verschwörungstheorien verbreitet und den Holocaust relativiert. Dafür wird ihm außerordentlich gekündigt. Zu Recht, urteilte nun das Berliner Arbeitsgericht.
Ein Film zeichnet nach, wie mutige Menschen mitten im Warschauer Ghetto ein Untergrundarchiv gründeten, um das Menschheitsverbrechen der Deutschen zu dokumentieren.
Der AfD-Bundesvorstand hat Doris von Sayn-Wittgenstein die Mitgliedsrechte entzogen. Dies hob das schleswig-holsteinische AfD-Schiedsgericht jetzt auf – auch weil der Vorwurf der Holocaust-Leugnung die AfD-Richter nicht überzeugte.
Angela Merkel reist nach Athen. Dort trifft sie auf Alexis Tsipras, der einst mit seiner radikalen, gehässigen und beleidigenden Anti-Merkel-Rhetorik Wahlkampf machte. Heute sieht das ganz anders aus.
Vor vierzig Jahren zeigten die ARD-Sender die amerikanische Serie „Holocaust“. Jetzt wiederholen sie NDR, SWR und WDR – und erklären, welche Bedeutung sich mit diesem Fernsehstück verbindet.
Die Zahl der Shoa-Überlebenden wird immer kleiner. Doch kein Geschichtsbuch kann Zeitzeugenberichte aus erster Hand ersetzen. Diese Lücke versucht der Heimatsucher e.V. mit seinem Zweitzeugen-Konzept zu füllen.
Vor fünfhundert Jahren begann in Venedig die Herstellung der ersten gedruckten Ausgabe des Talmuds. Um sein Unternehmen verwirklichen zu können, musste ein christlicher Kaufmannssohn aus Antwerpen einige Tricks anwenden.
Mit „Habib Galbi“ erreichte 2015 erstmals ein vollständig arabischsprachiger Song die Nummer eins der israelischen Charts. Gleichzeitig wurde der Song der israelischen Frauenband A-WA auch in arabischsprachigen Ländern ein Hit.
Um das geplante Museum zum Warschauer Getto tobt in Polen und in Israel ein Streit. Dies auch, weil die Regierung für das Projekt einen prominenten israelischen Historiker gewonnen hat.
Frankreich braucht seine Meisterdenker: Fabrice Hadjadj, katholischer Philosoph jüdischer Herkunft, gilt bei unseren Nachbarn als provokativer Star seiner Zunft. Bei einer Begegnung in der Schweiz spricht er über Spiritualität am Wickeltisch.
Es war das große Jubiläumsjahr der Republik, und zugleich war es ein Jahr der inneren Zerrissenheit: Die Warschauer Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“ hat ihre Leser aufgerufen, nach hundert Jahren der Unabhängigkeit Geschichten von ihren Helden zu erzählen.
Die Affäre um Mesut Özil war nicht nur der Anfang vom Ende im Annus horribilis der Nationalelf. Sie verrät auch etwas über ein Land, das mit sich ringt – etwas Beunruhigendes.
In den arabischen Staaten wandelt sich langsam die Einstellung gegenüber Israel. Zwar erkennt ein Großteil noch immer nicht Israel als Staat an – Beziehungen pflegen sie aber dennoch mit dem Land.
Das ZDF habe in der Serie „Unsere Mütter, unsere Väter“ ehemalige polnische Kämpfer gegen Nazi-Deutschland inkorrekt dargestellt, urteilte ein polnisches Gericht. Dies habe Auswirkungen auf die „Ehre und Würde“ der Kläger. Der Sender will sich wehren.
Eine jüdische Familie überlebt die Verfolgung mitten in Frankfurt: In „Kaiserhofstraße 12“ schildert Valentin Senger die Geschichte seiner Angehörigen. Heute vor 100 Jahren kam er zur Welt.
Wenn es einen Gegenentwurf gibt gegen Wut und Hass, dann ist es die Weihnachtserzählung. Warum sie mehr als bloße Staffage ist. Ein Kommentar.
Die israelische Serie „Fauda“ handelt vom Kampf gegen palästinensische Terroristen und ist auf Netflix aktuell der Renner. Aber was sagen die Palästinenser dazu?
In Frankfurt wurde eine Anwältin bedroht – von einem „NSU 2.0“. Im ersten Revier schickten Beamte einander Hakenkreuze und Hitler-Bilder zu. Wie konnte so etwas unbemerkt bleiben?
Vor achtzig Jahren floh ein jüdischer Junge nach England. Er wurde britischer als die Briten – und kehrte nach dem Krieg nach Deutschland zurück. Doch dort blühte der Antisemitismus. So als wäre nichts geschehen.
Der Warschauer Ghetto-Aufstand gilt als größter Kampf von Juden gegen ihre Ermordung durch Nationalsozialisten. Der letzte lebende Kämpfer, Simcha „Kazik“ Rotem, ist nun im Alter von 94 Jahren verstorben.
Die Ausstellung „Welcome to Jerusalem“ im Jüdischen Museum Berlin zeichnet den komplexen Ist-Zustand einer umkämpften Stadt. Dem israelischen Premierminister passt das nicht.
Das Rechtsstaatsverfahren gegen Polen hat Warschau bislang wenig beeindruckt. Es ist höchste Zeit, mit besseren Mitteln auf die Bedrohung der Demokratie zu reagieren. Ein Gastbeitrag.
Am 3. November 1943 wurden im Konzentrationslager Majdanek 17.000 Juden ermordet. Doch einer der mutmaßlichen Täter entgeht einem Prozess.
Wie feiert man in Deutschland eigentlich richtig Weihnachten? Unser Autor ist in einer stressigen und verwirrenden Zeit. Das hat mit seinen drei verschiedenen Kulturen zu tun.
Israel verlangt von Deutschland, dem Jüdischen Museum Berlin die Mittel zu kürzen, gleichzeitig arbeitet Netanjahu mit Ungarn an einem fragwürdigen Holocaust-Museum. Noch immer will er die Darstellungen Israels voll kontrollieren.
Als einzige Hochschule in Hessen bietet die Goethe-Universität einen Jiddisch-Kurs an. Wer die Sprache lernt, kann in der Bibliothek in eine umfangreiche Sammlung historischer Bücher eintauchen.
Jair Netanjahu ist auf Facebook schon häufiger mit anti-muslimischen Äußerungen aufgefallen. Nach einem abermaligen Ausfall zog das Netzwerk jetzt die Notbremse. Der Bestrafte wehrt sich heftig.
In vielen Städten ist die jüdische Küche aus dem Alltag fast komplett verschwunden. Eine Spurensuche in Berlin, Wien und Brünn.
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ist die erste Antisemitismusbeauftragte in NRW. Im Interview erklärt sie, warum sie die richtige für das Amt ist, wie die AfD die Diskussion verändert hat – und welche Rolle „eingewanderter Antisemitismus“ spielt.
Hass, Beleidigungen und sogar Angriffe: In den europäischen Ländern haben viele Juden Angst um ihre Sicherheit – und denken deshalb sogar übers Auswandern nach.
Russland führt einen Krieg gegen die Ukraine. Den darf man in Deutschland aber nicht so nennen. Warum eigentlich?
Mit „Soko Chemnitz“ hat das „Zentrum für politische Schönheit“ (ZPS) einen Online-Pranger eingerichtet, auf dem Teilnehmer rechter Demonstrationen in Chemnitz gemeldet werden sollen. Die Reaktion darauf entlud sich bereits nach wenigen Stunden vor einem Büro des ZPS.
Die AfD-Vorsitzende in Schleswig-Holstein, Sayn-Wittgenstein, hat bestätigt, 2014 Werbung für den als rechtsextrem eingestuften Verein „Gedächtnisstätte“ gemacht zu haben. Heute gehe sie aber „natürlich“ auf Distanz zu ihm, sagte sie der F.A.Z.
Die AfD sieht sich in einem weiterem Fall mit dem Vorwurf der Nähe zu Rechtsextremen konfrontiert. Die AfD-Vorsitzende in Schleswig-Holstein, Sayn-Wittgenstein, hat offenbar einen Verein von Holocaust-Leugnern unterstützt.
Eine Umfrage des amerikanischen Fernsehsenders CNN in sieben europäischen Ländern zeigt große Wissenslücken beim Thema Holocaust – und dass alte Vorurteile über Juden weiter präsent sind.