Alles begann in Trappstadt
Goldman Sachs wird 150 Jahre alt. Gegründet wurde das berühmt berüchtigte Geldhaus von dem Sohn eines Viehbauern aus Franken. Die Großbank ist nicht die einzige mit deutschen Wurzeln.
Goldman Sachs wird 150 Jahre alt. Gegründet wurde das berühmt berüchtigte Geldhaus von dem Sohn eines Viehbauern aus Franken. Die Großbank ist nicht die einzige mit deutschen Wurzeln.
Auf der Flucht durch die polnischen Wälder: In „Totenvogel“ schildert Edward Dębicki in schlichten, klaren Worten seine Erinnerungen an das Schicksal der polnischen Roma im Zweiten Weltkrieg.
Der Chirurg Ferdinand Sauerbruch gilt bis heute als einer der bedeutendsten deutschen Mediziner. Die Serie „Charité“ thematisiert nun sein Verhältnis zum NS-Regime. Weniger bekannt ist die Tragik seiner letzten Jahre.
Iran bereite einen neuen Holocaust vor, sagt der amerikanische Vizepräsident. Schon vorher hatte Israels Ministerpräsident mit einer Videobotschaft für Wirbel gesorgt.
Die Polizei hat für 2018 deutlich mehr antisemitische Straftaten erfasst. Die meisten Täter kommen aus dem rechtsextremen Milieu. Aber auch die Mehrheitsgesellschaft entwickle sich in eine kritische Richtung, sagt der Vizepräsident des Zentralrats der Juden.
Die Führung der Demokraten wirft der muslimischen Abgeordneten Ilhan Omar Antisemitismus vor. Diese bittet um Entschuldigung. Doch konservative Kritiker attestieren der ganzen Partei eine falsche Haltung.
Hunderte Deutsche sollen bei der Neonazi-Demo am „Tag der Ehre“ in Budapest gewesen sein. Einer der Redner, ein bekannter Dortmunder Neonazi, zitierte Hitler.
Tausende jüdische Kinder wurden nach der Pogromnacht von Frankfurt aus ins Ausland gebracht und gerettet. Till Lieberz-Groß will die Erinnerung daran sichtbar machen.
Der Mythos des Schweigens ist fraglich. Die Aufarbeitung des Holocaust begann schon vor den sechziger Jahren. Noch während des Weltkriegs dokumentierten jüdische Historiker die Verbrechen der NS-Zeit.
Aufgelebt, und wie: Else Lasker-Schüler wäre an diesem Montag 150 Jahre alt geworden. Eine Leipziger Tagung fragte nach ihrem Verhältnis zu Palästina, der „Sternwarte ihrer Heimat“.
Anfang der siebziger Jahre gibt es keinen Rabbiner mehr in Polen. Die meisten Juden, die Krieg und Holocaust überlebt haben, verlassen ihre Heimat nach den antisemitischen Ausschreitungen von 1968. Wer blieb trotzdem? Und warum? Und wo? Antworten geben Fotografien wie diese.
Barbara Honigmann erzählt in „Georg“ das Leben ihres Vaters. Es ist diesmal kein Roman, sondern ein knapp 160 Seiten langes Stück erzählter Erinnerung über den Wiesbadener, Juden und Kommunisten.
Als das Gedicht 1905 in Berlin erschien, stand das Judentum dort in einer tiefen Krise. Else Lasker-Schülers Zeilen sind ein zwiespältiges Bekenntnis zu „ihrem Volk“.
In seiner Gedenkrede im Bundestag erinnert Saul Friedländer an das Schicksal europäischer Juden – und kritisiert den „nur dürftig verhüllten“ Antisemitismus heute.
Der malaysische Ministerpräsident Mahathir Mohamad behauptet, er sei kein Antisemit. Aber seine Wortwahl ist eindeutig. Ausgerechnet er ist nun Hoffnungsträger des Landes.
Bei der Judenverfolgung kollaborierte das besetzte Frankreich mit den Deutschen. Aber es gab auch Widerstand. Zwei neue Bücher stellen die Verhältnisse klar.
„Ich konnte bis vor einem halben Jahr nicht darüber sprechen“, sagt Eintracht-Fan Helmut Sonneberg. Nun aber spricht er doch noch: über seine Zeit im KZ Theresienstadt.
Um die Erinnerung an den Holocaust lebendig zu halten, sprach der jüdische Historiker Saul Friedländer am Donnerstag im Bundestag.
Der israelische Historiker und Holocaust-Überlebende Saul Friedländer hat die Deutschen aufgerufen, für Toleranz, Menschlichkeit und Freiheit, "kurzum: die wahre Demokratie" zu kämpfen.
Bei der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus erinnert der Holocaust-Überlebende Saul Friedländer an die „grundsätzliche moralische Verpflichtung“, das Existenzrecht Israels zu verteidigen.
Das 1945 erschienene Buch „Der Rauch über Birkenau“ war Beweisstück bei den Nürnberger Prozessen und in Polens Schulen Pflichtlektüre. Warum ist der Lagerbericht von Seweryna Szmaglewska in Deutschland unbekannt?
Zwei Unternehmen, spezialisiert auf Verbrennungstechnik, machten den Massenmord der Nazis möglich. Nach dem Krieg schaute niemand so genau hin – mit einigen wenigen Ausnahmen.
Nach 25 Jahren kommt „Schindlers Liste“ wieder ins Kino. Der Film funktioniert noch immer – aber warum ist er bis heute die wirkmächtigste filmische Waffe gegen das Vergessen geblieben?
Die Kanzlerin beklagt am Holocaust-Gedenktag Antisemitismus und Hetze und Außenminister Maas forderte neue Ansätze der Gedenkkultur. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet legte derweil in Auschwitz einen Kranz nieder.
Die AfD verlässt den Bayerischen Landtag während einer Rede zum Gedenken an den Holocaust – das hat es noch nicht gegeben. Bemerkenswert ist die Debatte, die darauf folgt.
Es gibt nur noch wenige Zeitzeugen, die vom Holocaust erzählen können. Was bedeutet das für die Erinnerungsarbeit in den ehemaligen Konzentrationslagern? Ein Gespräch mit der Leiterin der Gedenkstätte Ravensbrück Insa Eschebach.
Plötzlich werden Romane viel beachtet, in denen Emigranten und deren Kinder die untergegangene Welt ihrer Vorfahren heraufbeschwören: Warum wächst das Interesse am irakisch-jüdischen Kulturerbe?
Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus mahnt nicht nur die Kanzlerin zum Aufstehen gegen Antisemitismus. Die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden beklagt eine „Pogromstimmung“ in sozialen Netzwerken.
Weil sie ihre Söhne und Töchter nicht mehr schützen konnten, schickten viele jüdische Eltern sie zwischen 1938 und 1940 ins rettende Ausland. Nun erinnert ein Buch über das jähe Ende der glücklichen Kindheit einer Frankfurterin.
Während einer Gedenkveranstaltung im Bayerischen Landtag hatte Charlotte Knobloch die AfD attackiert. Seitdem wird sie bedroht und beschimpft.
Kranzniederlegungen, Kerzen, ernste Worte über Verantwortung und Erinnerung und das mahnende „nie wieder“: Die Erinnerung an den Holocaust bleibt präsent. Doch wie sind jenseits des Gedenkens etwa die Alltagserfahrungen jüdischer Schüler?
Nirgends auf der Welt stehen so viele Häuser im Bauhaus-Stil wie in Tel Aviv. Lange Zeit wurden sie vernachlässigt. Doch im Jubiläumsjahr werden die Gebäude herausgeputzt.
Eklat im bayerischen Landtag: Aus Protest gegen die Rede von Charlotte Knobloch verlassen einige AfD-Abgeordnete den Saal. Die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden hat die Partei zuvor stark kritisiert.
Eins gilt als gesichert: Christian Peter Wilhelm Beuth, der Vater der Ingenieurwissenschaften, agitierte gegen Juden. Was aber folgt für die nach ihm benannte Hochschule aus diesen Fakten?
Assimilation als Utopie der Weltkultur: Friedrich Schlichtegrolls 1786 gehaltene Rede zum Gedenken an Moses Mendelssohn ist eine bemerkenswerte Auseinandersetzung mit der Lage der Juden in einer Übergangszeit.
Im Skandal um rechtsextreme Polizisten in Hessen sollte man nicht vorschnell auf ein ganzes Netzwerk schließen. Ein solcher Generalverdacht lässt sich später nur schwer widerlegen. Nun ist die Politik in der Handlungspflicht.