Weisen aus dem Orient
Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lieder seiner Vorfahren vor der Vergessenheit zu bewahren: Dudu Tassa spielt mit seiner Band Iraq’n’Roll in der Brotfabrik.
Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lieder seiner Vorfahren vor der Vergessenheit zu bewahren: Dudu Tassa spielt mit seiner Band Iraq’n’Roll in der Brotfabrik.
Während Christen, Muslime und Juden eigene Foren in der Partei haben, ist für Atheisten kein Platz. Sie dürfen auch nicht als „Sozialdemokraten“ auftreten.
Der Ausruf „Du Jude!“ als Schimpfwort - auf vielen Schulhöfen ist das mittlerweile Alltag. Ein Präventionsprojekt des hessischen Kultusministeriums und der Bildungsstätte Anne Frank will aufklären und gegensteuern.
Die Demokratische Partei in Amerika zerbröselt – sie droht, ein Magnet für extreme Positionen zu werden. Sie fragen sich, was dann aus der Partei wird? Ein Blick auf die britische Labour-Partei mit Anführer Jeremy Corbyn weist den Weg. Ein Gastbeitrag.
Wondering about the future of the Democratic Party? Just look at Britain’s Labour.
War Stauffenberg ein Nazi? Ein Gespräch mit Thomas Karlauf über seine neue Stauffenberg-Biographie, die Mythen des militärischen Widerstands und den Einfluss des Dichters Stefan George auf den Widerstandskämpfer.
Offenbach hat dem früheren Direktor des Deutschen Ledermuseums, Hugo Eberhardt, viel zu verdanken. Aber seine zweifelhafte Rolle im „Dritten Reich“ untersucht nun erstmals ein Historiker.
Während EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber in der Krise mit Ungarns Regierungschef noch die Wogen glättete, rollt bereits die nächste Welle. Die Auszeichnung eines antisemitischen Dichters stellen viele Bemühungen Orbáns wieder in Frage.
Am 27. Juni 1936 wurde vom Leipziger Reichsgericht Unrecht gesprochen: Einem jüdischen Musical-Autor wurde der „bügerliche Tod“ erklärt. Die Folgen waren fatal, der Urheber ist nun identifiziert.
Was bewegte Stauffenberg zum Attentat – in einer Lage, da eigentlich nichts mehr zu retten war? Sicher nicht Kritik am Nationalsozialismus. Es war die Lektüre Stefan Georges, schreibt Thomas Karlauf in einer neuen Biographie.
Sechs Frankfurter Museumsaufseher erzählen, welches Ausstellungstück ihnen am meisten bedeutet und warum. Sie berichten auch von Kollegen, die nicht mehr als den Mindestlohn erhalten, von schüchternen und von penetranten Besuchern.
Dietmar Hopps Vater war für die Verschleppung der Hoffenheimer Juden mitverantwortlich. Der SAP-Gründer selbst gilt als Wohltäter und Lokalpatriot. Für knausrige Milliardäre hat er wenig übrig.
Seit 30 Jahren fordert eine Gruppe Frauen gleichen Zugang zu religiösen Ritualen an der Klagemauer. Ultraorthodoxe Juden wollen allerdings an der Geschlechtertrennung festhalten. Am internationalen Frauentag eskaliert die Situation.
Streng religiöse Juden sollen an der Klagemauer betende Frauen angegriffen, beschimpft und bespuckt haben. Die Polizei gibt den „Frauen der Mauer“ eine Mitschuld – sie hätten bewusst provoziert.
In Berlin soll erstmals nach 1945 eine Synagoge vollständig wiederaufgebaut werden. Wie soll das aussehen? Und besteht überhaupt Bedarf?
Der Karnevalsumzug in der belgischen Stadt Aalst lockt jährlich Tausende Besucher. Ein Wagen sorgte in diesem Jahr für einen Aufschrei der jüdischen Gemeinschaft: Er bediene antisemitische Stereotype aus dem dritten Reich.
Pilgern deutsche Neonazis zur Kontaktpflege ins Ausland? Das scheint zumindest bei der Demo zum „Tag der Ehre“ in Ungarn der Fall gewesen zu sein. Rechtsextremisten aus Mecklenburg-Vorpommern reisten extra nach Budapest.
Der Pianist Denis Matsuev ist einer der wichtigsten Kulturpolitiker in Russland. Er konzertiert in aller Welt, unterstützt die russische Fußball-Nationalmannschaft und stärkt sich beim Schreien im sibirischen Wald.
„Eure Heimat ist unser Albtraum“: Vierzehn Publizisten und Autoren, die oft nur über die Länder ihrer Eltern, ihrer Großeltern schreiben sollen, widmen sich einem sehr deutschen Begriff.
Mitglieder der nigerianischen Bruderschaft „Black Axe“ sind in Italien als Mafiosi verurteilt worden. Die Aussagen eines Kronzeugen geben Einblicke in ein kriminelles Netzwerk, das sich immer weiter ausbreitet. Auch nach Deutschland.
Jüngste Zahlen warnen vor steigendem Antisemitismus in Europa. Haben wir es mit einer neuen Qualität zu tun? Ein Einwurf zweier israelischer Deutschland-Kenner.
Ausgerechnet zum Holocaust-Gedenktag hisst eine hessische Polizeiwache die Fahnen von Bund und Land kopfüber. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.
„Bestätigung“ zeigt am Staatstheater Darmstadt unser aller Denk- und Debattenfehler. Nur ist es zu leicht, sich zu den Guten zu zählen. Vor allem, wenn man alles seinem eigenen Weltbild anpasst.
1943 wurden 86 jüdische Häftlinge von Auschwitz ins Elsass verbracht und dort ermordet. Ihre Leichen wurden im Anatomischen Institut der Universität Straßburg konserviert. Welche Rolle spielte Institutsdirektor August Hirt?
Eine Politikerin der AfD hat für einen rechtsextremen Verein geworben. Der trifft sich in einem Rittergut in Thüringen. Ein Besuch bei Menschen, die glauben, dass Hitler den Frieden wollte.
Heinrich Böll wurde im Zweiten Weltkrieg an einem weitgehend vergessenen Kriegsschauplatz eingesetzt. Wie hat ihn das geprägt?
Was können Vereine und Betroffene gegen Judenhass im Sport tun? Die Konferenz „Antisemitismus im Sport“ will Antworten liefern und zeigen, dass Rassismus auf dem Fußballplatz kein seltenes Phänomen ist.
Der französische Staat wehrt sich gegen den Antisemitismus im Land: Präsident Marcon will drei rechtsextreme Gruppen verbieten. Die Hetze gegen Juden im Internet soll ein Gesetz nach deutschem Vorbild stoppen.
Lange konnte sich kaum ein Jude vorstellen, in der Bundeswehr Dienst zu tun. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, erklärt, warum die jüdische Gemeinschaft der Bundeswehr jetzt wieder eine eigene Militärseelsorge anbietet. Ein Gastbeitrag.
20.000 Menschen demonstrieren gegen Judenhass in Paris. Das ist zu wenig, um den aufkeimenden Antisemitismus in Frankreich wieder einzudämmen. Und die Regierung Macron ist kaum bemüht, das Problem zu lösen.
Nach den antisemitischen Vorfällen bei den „Gelbwesten“-Protesten in Frankreich fordert ein israelischer Minister nun eine drastische Reaktion von den Juden in Frankreich.
Aus den Reihen der Gelbwesten erschallen neuerdings „Juden raus“-Schreie. Macron ist an den Entwicklungen am Rande der Staatskrise nicht ganz unschuldig.
Noch vor wenigen Jahren galt das Londoner East End als dreckig und gefährlich. Niemand wollte hier wohnen. Dann kamen die Hipster – und inzwischen explodieren die Mieten.
Je offener Antisemitismus in einer Gesellschaft geäußert wird, desto stärker sind Vernunft und Anstand in Bedrängnis. Die übrige Gesellschaft muss entschieden reagieren – sonst droht Schlimmstes.
Demonstranten der „Gelbwesten“-Bewegung beschimpften in Paris den Philosophen Alain Finkielkraut unter anderem als „Drecksjuden“. Bei der Gruppe sei Antisemitismus sehr verbreitet, sagte der Intellektuelle im Nachhinein. Nicht alle verurteilten die Übergriffe.
Irans Außenminister hat die Europäer aufgefordert, trotz des Gegenwinds aus Amerika mehr für die Einhaltung des Atomabkommens zu tun. „Europa muss sich trauen, ein nasses Fell zu bekommen“, sagte Dschawad Zarif in München.