Nur kein hohles, trockenes Ritual
Für diese Veranstaltung hat die Stadt Frankfurt eine Ausnahme gemacht: Auch in der Pandemie wird an die Opfer des Holocausts gedacht. Nachfahren der Verfolgten sagen: Das darf nicht zu einem hohlen Brauch werden.
Für diese Veranstaltung hat die Stadt Frankfurt eine Ausnahme gemacht: Auch in der Pandemie wird an die Opfer des Holocausts gedacht. Nachfahren der Verfolgten sagen: Das darf nicht zu einem hohlen Brauch werden.
In einer Gedenkstunde schildert Charlotte Knobloch das Leid im Nationalsozialismus. Der AfD macht sie eine klare Ansage. Nicht alle aus der Partei applaudieren nach ihrer Rede.
„Auch bei uns zeigen sich Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit wieder offen“, sagte Bundestagspräsident Schäuble bei einer Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus. Charlotte Knobloch richtete deutliche Worte an die AfD.
Die Holocaust-Überlebende Charlotte Knobloch hat im Bundestag vor heutigen Rechtsextremisten gewarnt. Der Bundestag gedenkt an diesem Mittwoch zum 26. Mal der Opfer des Nationalsozialismus.
José Gurría tritt ab +++ Jugend schreibt +++ 100 Millionen von Musk +++ Architektenhonorare +++ Hohenzollern-Ansprüche +++ Geschichte der deutschen Einigungskriege +++ Fraktur
Tausende Juden flohen vor den Nationalsozialisten nach Shanghai. Ein Museum hält diesen weitgehend vergessenen Teil der Geschichte fest und dokumentiert die Schicksale von Geflüchteten.
Deutschland ist beispiellos mit seiner Verantwortung im Zweiten Weltkrieg umgegangen. Dennoch muss mehr gegen den wachsenden Antisemitismus durch Holocaust-Aufklärung für Junge getan werden. Ein Gastbeitrag.
Zum Holocaust-Gedenktag hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Bürgerinnen und Bürger zum tatkräftigen Eintreten gegen Antisemitismus aufgerufen. Das Gedenken an die Opfer der Shoah übersetze sich für die Zukunft in ein „Niemals wieder".
Während der Corona-Pandemie nehmen Ankläger mehr Hassbotschaften und antisemitische Verschwörungstheorien wahr. Strafrechtlich erheblich sind demnach vor allem im Internet geäußerte Ausfälle gegen Juden.
Etwa 40 Prozent der mit Corona infizierten Israelis sind ultraorthodoxe Juden. Gegen Einschränkungen des öffentlichen Lebens wehren sich manche von ihnen jedoch gewaltsam – und der Staat macht Zugeständnisse.
Joe Biden macht den christlichen Anhängern Donald Trumps ein Angebot. Doch ein großer Teil von ihnen sind Nationalisten, die das Land für die weißen Christen zurückholen wollen. Biden sehen sie da nur als Feind.
Adieu, Marthaler: Matthias Altenburg hat wieder einen Jan-Seghers-Krimi geschrieben. Mit neuem Ermittler, der Teil einer Berliner Sondereinheit ist. Am Dienstag stellt er ihn live aus Frankfurt vor.
Es ist viel die Rede von Fortschritten im Nahost-Friedensprozess, doch gerade unter arabischen Intellektuellen wird weiter gegen Israel gehetzt. Und gegen alle, die für eine Normalisierung eintreten.
Jüdische Unternehmer haben in Frankfurt ihren Klub wie heute Hopp professionalisiert und kommerzialisiert. Der FSV war sogar dem FC Bayern voraus – dann kamen die Nazis. Markwart Herzog über eine bis heute nachwirkende Zäsur.
Woher hat Patricia Highsmith ihren unnachahmlichen Stil? Aus den Comics, denn die Krimi-Meisterin begann in den vierziger Jahren als Szenaristin.
Über „politischen Islam“ wird viel diskutiert. Aber „politisch“ sind alle Religionen.
Leseempfehlung aus dem Darknet: Wie das rechtsradikale Romanmachwerk „The Turner Diaries“, ein amerikanischer Bestseller außerhalb des regulären Buchhandels, zur literarischen Blaupause für den Sturm aufs Kapitol wurde.
Weil er nicht an jüdische Kunden liefern wollte, ist ein Algerier zu vier Monaten Haft verurteilt worden. Nun hat Frankreichs Innenminister sich eingeschaltet. Auf Twitter verkündet er die Ausweisung des Mannes.
Yasmina Rezas neuer Roman „Serge“ ist eine Farce über Judentum, Antisemitismus und den Shoa-Gedenktourismus als absurdes Theater.
Was sind das für Menschen, die einen Genozid begehen? Der französische Psychiater Richard Rechtman kennt ihren Alltag. Und liefert die Zeugnisse des Grauens seiner Patienten aus drei Jahrzehnten.
Vor mehr als dreißig Jahren erschien Art Spiegelmans Comic „Maus“ auf deutsch. In amerikanischen Schulen ist er Standard, in deutschen unbekannt. Obwohl er der heutigen Generation einen Zugang zur Schoa bieten könnte, den sie benötigt.
Arnold Schwarzenegger hat in einer persönlichen Botschaft Parallelen zwischen der Reichspogromnacht und dem Sturm auf das Kapitol gezogen – und berichtet, dass sein Vater nach dem Krieg getrunken und ihn verprügelt habe.
In Frankreich sorgt der Corona-Verschwörungsfilm „Hold-up“ für Furore. Er wartet mit den üblichen Mustern um 5G, Bill Gates, Impfgenozid und geheime Weltherrschaft auf. Das Land, in dem immer wieder skandalöse Affären aufgedeckt werden, ist dafür jedoch besonders empfänglich.
Weil sie eine andere Identität annahm, überlebte Ágnes Keleti den Holocaust und gewann mit mehr als 30 Jahren noch fünfmal olympisches Gold im Turnen. An diesem Samstag wird „Piroska“ 100 Jahre alt.
Renate Lasker-Harpprecht wurde zu einer der wichtigsten Zeitzeugen der nationalsozialistischen Verbrechen. Nun ist sie elf Tage vor ihrem 97. Geburtstag gestorben.
Lob für die Zivilcourage: Der Frankfurter Rabbiner Avichai Apel hebt nach dem Angriff auf den Offenbacher Rabbiner Mendel Gurewitz die Reaktion der Nachbarn hervor.
Der Philanthrop, der seine eigenen Privilegien in Frage stellt. Porträt eines Engagierten.
Fast eine Million Juden lebten einmal in arabischen Staaten. Heute sind es nur noch wenige tausend. Die Geschichte ihrer Emigration und Vertreibung ist kaum bekannt.
Der jüdische Gelehrte und Philosoph Michael Chighel hat ein Buch über Heidegger geschrieben, das sich auch als eine Einführung ins Judentum lesen lässt. Ein Gespräch über Israels Politik, Dekonstruktion und Woody Allen.
In Israel herrscht schon der dritte Teil-Lockdown, gleichzeitig schnellt die Zahl der Corona-Infektionen wieder nach oben. Im Wettlauf mit dem Coronavirus impft das kleine Land seine Bürger nun schneller als jedes andere.
Als Rock-Impresario schrieb Bill Graham Musikgeschichte an der Seite von Carlos Santana, den Grateful Dead und Janis Joplin. Nur wenig war bislang über seine dunkle Kindheit als Sohn russischer Juden in Berlin im Nationalsozialismus bekannt. Eine Spurensuche.
Was macht Migranten zu „richtigen Deutschen“? Ein geschichtsloser Integrationsgedanke steht dem gleichberechtigten Miteinander im Weg. Ein Gastbeitrag.
Jüdische Friedhöfe sind für die Ewigkeit. Darum wachsen sie immer weiter und brauchen einen guten Verwalter. In Frankfurt ist das Majer Szanckower – eine Ein-Mann-Pietät.
Gott in Frankreich +++ BDS-Debatte +++ Ostdeutsche und ihr Gefühl der Benachteiligung +++ Genderwahnsinn +++ Blick in die Literatur +++ Unsachlicher Zynismus
Gefeiert und gejagt: Peter Kamber beschreibt das Leben und den Tod der erfolgreichen Berliner Theaterunternehmer Fritz und Alfred Rotter.
Wenn der Lockdown zum Improvisieren zwingt: Reiseführer und -veranstalter verlegen ihr Geschäft ins Netz. Nicht alles ist online vermittelbar – manches aber, was vorher fern schien, rückt nun in greifbare Nähe.