Sterne am Himmel
Im 2020 neu eröffneten Jüdischen Museum Frankfurt kann man sich Stunden aufhalten, um über das Leben der Juden in der Stadt zu erfahren.
Im 2020 neu eröffneten Jüdischen Museum Frankfurt kann man sich Stunden aufhalten, um über das Leben der Juden in der Stadt zu erfahren.
Erst sympathisiert er mit den Attentätern vom 11. September, dann kämpft er gegen Antisemitismus unter muslimischen Jugendlichen. Über den langen Weg zum Bundesverdienstkreuz.
Nathan Sznaider sichtet die Positionen im Streit um das Verhältnis von Holocaust und Kolonialismus.
Wer wir sind, hat sich radikal geändert: Autorin Lena Gorelik spricht im Jüdischen Museum Frankfurt über die Ukraine, das russisch sein und wie man mit dem Krieg umgeht.
Israels Ministerpräsident trifft überraschend Putin in Moskau. Auch mit Selenskyj steht er in regem Austausch. Seine bisher erfolglosen Bemühungen bezeichnet er als moralische Verpflichtung.
In Berlin zeigten am Sonntag zahlreiche Künstler und Intellektuelle ihre Solidarität mit der Ukraine. Der Tenor: Der Westen darf Putins Krieg nicht tatenlos zuschauen.
Kritiker werfen dem russischen Präsidenten eine Sakralisierung seiner Politik vor. Bei seinem Angriff auf die Ukraine spielt die russisch-orthodoxe Kirche eine Schlüsselrolle
Vor vierzig Jahren stritten französische Intellektuellen mit deutschen Pazifisten. Jetzt staunen sie über die „kopernikanische Revolution“ in Berlin.
Über die Grenzen der politischen Lager hinweg gilt der jüdische Staat in der Ukraine als Vorbild. Jetzt stellt der Krieg diese Bewunderung auf die Probe.
Zeugnisse der Täter wie der Opfer: Die unlängst abgeschlossene Quellensammlung zur Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden in der NS-Zeit erscheint in einer günstigen Gesamtausgabe.
Am Dienstag haben in Kiew Raketen die Gedenkstätte für eine der schlimmsten Mordstätten des Holocaust getroffen. Seither fürchtet man, dass Russland alles angreift, was den Ukrainern heilig ist.
Bei seinem Treffen in Israel steht der russische Angriff auf die Ukraine im Mittelpunkt. Bundeskanzler Olaf Scholz schließt einen NATO-Einsatz kategorisch aus. Sein Gastgeber Naftali Bennett tut sich schwer mit klaren Worten.
Dass bei einem russischen Angriff in Kiew auch Teile der Holocaust-Gedenkstätte Babyn Jar getroffen wurden, verurteilt der ukrainische Präsident scharf: „Sie wissen nichts über uns und unsere Geschichte.“ Russland will am Abend abermals verhandeln.
Seit zwei Jahren sind die vatikanischen Bestände zu Pius XII. zugänglich. Mit der Erfassung der von einem eigenen Büro bearbeiteten Bittgesuche verfolgter Juden könnten sich Rolf Hochhuths Vorwürfe erledigen.
Ein arbeitsloser, vorbestrafter Mann hatte das Video 2019 als Whatsapp-Status hochgeladen. Mit Bildern von Hitler, Soldaten und Hakenkreuzen wurde darin zum Hass gegen Juden aufgerufen.
Gewundene Wege, romantischer Blick, freche Schnauze: Tomer Gardis doppelter Identitätsroman"Eine runde Sache" bringt einen erfrischenden Ton in den Zugehörigkeitsdiskurs.
Der Vorwurf kultureller Aneignung wird häufig erhoben, dabei liegt ihm ein entscheidender Denkfehler zugrunde. Die muslimisch-jüdische Kolumne „Abendbrot“.
Blanka Zmigrod überlebte die Shoah und fand in Frankfurt eine neue Heimat. 1992 wurde sie von einem Rechtsterroristen ermordet. Fast wäre ihr Schicksal in Vergessenheit geraten.
Makkabi Frankfurt ist kein gewöhnlicher Verein. Wer dort trainiert, verpflichtet sich auch dem Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus. Doch das ist nicht alles.
Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Stadtverordnetenvorsteherin Hilime Arslaner-Gölbasi (Die Grünen) verurteilen jede Form von Antisemitismus. Der Verfasser solle sich in Grund und Boden schämen, sagte der Oberbürgermeister.
Die Komik der anderen: Ulrich Matthes über sein Lebensthema, seine Lieblingsfilme und seine Carte Blanche im Deutschen Filmmuseum.
Der in Deutschland geborene Bach sei im Eichmannprozess 1961 „die Stimme der Überlebenden und der Ermordeten“ gewesen. Er hatte den Prozess gegen den NS-Verbrecher Adolf Eichmann angestrengt.
Władysław Bartoszewski wurde von den Nazis verfolgt, aber er wollte keine Rache. Wie kein zweiter bemühte er sich um die Versöhnung zwischen Deutschen und Polen. Ein Gastbeitrag und eine Erinnerung.
Jumas Medoff, Stadtverordneter und Vorsitzender der Kommunalen Ausländervertretung in Frankfurt, hat antisemitische Drohungen erhalten. Nun hat er die Vorfälle öffentlich gemacht und Anzeige erstattet.
Harald Martenstein verteidigt in einer Kolumne Corona-Demonstranten, die sich des Judensterns bemächtigen. Der „Tagesspiegel“ lässt die Kolumne aus dem Netz verschwinden. Zu Recht?
Deutschland wollte den Dschihadismus nicht immer domestizieren: Ein Aufsatz über Karl Neufelds politische Pilgerreise nach Medina im Sommer 1915.
Eine radikale Erzählung vom jüdischen Schicksal: Joshua Cohens Monumentalroman „Witz“
"Arbeiten unter Hitler" heißt ein Buch von Marc Schoentgen über die Nationalsozialisten in Luxemburg. Der Autor zeigt in akribischer Recherche, welche Mittel NS-Organisationen einsetzten, um für ihre Politik zu werben.
Im März 1996 wurde Jan Philipp Reemtsma brutal entführt. Der Täter Thomas Drach steht nun wegen einer Serie von Überfällen abermals vor Gericht. Ein Gespräch mit Reemtsma über Gewalt, Angst und Trauma – und warum Drachs „Lebensplan“ „nicht klug“ war.
Kann es in Auschwitz Hoffnung für die Zukunft geben? 77 Jahre nach der Befreiung übernimmt eine neue Generation die Erinnerungsarbeit. Eine Reportage mit Lichtblicken.
Weil der radikale AfD-Politiker Jens Maier den Wiedereinzug in den Bundestag nicht schaffte, will er wieder als Richter arbeiten. Sachsens Justizministerin Meier grübelt schon länger, wie sie das verhindern kann. Nun hat sie einen Plan.
Das Model wurde zum zweiten Mal Mutter, Missbrauchsvorwürfe gegen Snoop Dogg werden laut, und Kanye West hofft auf eine Versöhnung mit Kim Kardashian – der Smalltalk.
Die Außenministerin hält stets das Völkerrecht hoch. Doch bei ihrer ersten Reise in den Nahen Osten ist Annalena Baerbock mit der starren Realität des Konflikts konfrontiert.
In Brasilien wächst seit Jahren die Zahl der Neonazis. Auch ein deutscher Holocaust-Leugner hat sich in das Land abgesetzt. Fühlen sich die Rechtsextremen seit der Wahl von Präsident Jair Bolsonaro gestärkt?
Zum Auftakt ihrer Antrittsreise in den Nahen Osten legt Außenministerin Annalena Baerbock in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem einen Kranz nieder – und findet persönliche Worte für ihre Eindrücke.
Kaunas ist in seiner Geschichte oft Spielball seiner mächtigen Nachbarn gewesen. Deswegen rückt die zweitgrößte Stadt Litauens das Erinnern in das Zentrum ihres Europäischen Kulturhauptstadtjahres.