Nicht nur der Warschauer Aufstand
Der jüdische Widerstand in Ghettos und Vernichtungslagern ist weitgehend vergessen. Stephan Lehnstaedt setzt ihm ein unheroisches Denkmal.
Der jüdische Widerstand in Ghettos und Vernichtungslagern ist weitgehend vergessen. Stephan Lehnstaedt setzt ihm ein unheroisches Denkmal.
Wie wir schwierige Debatten nicht führen sollten: Eine Replik auf die Kritik von Daniel Rotstein am Auftritt von Omer Bartov am Fritz-Bauer-Institut in Frankfurt.
Gut zwei Jahre lang war die Flagge Israels dauerhaft vor dem hessischen Landtag gehisst. Vor dem Hintergrund des Waffenstillstands in Gaza wurde sie nun eingeholt. An der Solidarität mit den Menschen in Israel und den Juden in Hessen soll das nichts ändern.
Geboren 1945, konvertierte sie später zum Judentum und ging nach Israel. Dort wurde Ruth Achlama zur wichtigsten Übersetzerin aus dem Hebräischen ins Deutsche. Nun wird sie achtzig Jahre alt.
Auf den Familienfotos sehen sie wie Siedler in Amerika aus, barfuß und in selbstgenähten Kleidern: Wenn Niklas Luhmann seine Verwandten in Lebus im Oderbruch besuchte, betrat er ein Wandervogelnest.
Die Waffenruhe in Gaza und Israel ist fragil, trotzdem bringt sie Hoffnung. Wird sich mit einer Entspannung in Nahost nun auch die Lage in Deutschland verändern?
Wahlprüfung +++ Aktivrente +++ Holocaust-Vergleich +++ Trump und Putin
Sind Juden besonders gut darin, die Identitäten zu wechseln? Ist das ein Talent oder eine Bürde? Solchen Fragen geht der Künstler Stéphane Bittoun in seiner Inszenierung „Jews undercover“ in der Frankfurter Romanfabrik nach.
Die Doku „Calmeyers Dilemma“ erzählt von einem Mann, der als „Rassereferent“ des NS-Regimes in Den Haag Menschen der Vernichtung preisgab und sie davor bewahrte. Sie stellt die Frage, was ein Einzelner gegen Staatsterror tun kann.
Die Präsidentin der Technischen Universität Berlin denunziert eine Gruppe, die über islamistische Gewalt gegen Kurden und Juden aufklären will. Es ist nicht ihre erste Entgleisung im Amt.
Holocaust der Kugeln in der Ukraine: Christiane Körner spricht in Frankfurt über ihre Neuübersetzung des Massaker-Romans „Babyn Jar“ von Anatoli Kusnezow.
Die Vernichtung der europäischen Juden stand lange nicht im Zentrum der deutschen Erinnerungskultur. Jan Gerber zeigt, wie sich das änderte – und warum die Erinnerung an den Holocaust heute erneut zu schwinden droht.
Wenn wir nicht die uns zugedachten Rollen als jammernde Kolonisierte spielen wollen, entzieht uns der Westen seine Liebe: Zur Friedenspreisrede von Boualem Sansal aus dem Jahr 2011.
Die Jüdische Studierendenunion Deutschland legt den Wissenschaftsministern der Länder Forderungen zum Vorgehen gegen Antisemitismus vor. Seit zwei Jahren fühle man sich im Stich gelassen.
Nach dem 7. Oktober +++ Entscheidung des EU-Parlaments +++ Kampfjet-Projekt
Die Vollendung der neuen Thora in Gießen ist nicht nur für die Mitglieder der Gemeinde ein Freudentag. Sie ist zugleich ein Ausweis bürgerlichen Gemeinsinns.
Wann schlägt Antizionismus in Antisemitismus um? Eva Illouz geht den tieferliegenden Ursachen für das gegenwärtig vergiftete Diskursklima nach.
Der Historiker Omer Bartov gibt am Fritz-Bauer-Institut in Frankfurt eine Steilvorlage für die Trivialisierung des Holocaust. Das Publikum nimmt sie dankbar auf. Das Institut steht vor einer Richtungsentscheidung.
Der Antisemitismus ist in Deutschland durch den 7. Oktober in erschreckendem Ausmaß verstärkt worden. Jeder Einzelne sollte gegen noch so subtile Formen des Judenhasses eintreten. Das gilt für alle Schichten.
Am zweiten Jahrestag wird der Opfer des Terrorangriffs auf Israel gedacht. In Ägypten laufen die Verhandlungen zwischen Israel und Hamas. Die Sicherheitsbehörden in Deutschland warnen vor einem erstarkten Antisemitismus. Und Frankreich steckt in einer Regierungskrise. Der F.A.Z. Frühdenker.
Ein Dorf findet sich als Gegenstand eines historiographischen Comics über die NS-Zeit und deren Folgen wieder. Deren beide Autorinnen stellen dort ihr Buch vor. Und sich damit ihrem Gegenstand.
Mit einer Gedenkveranstaltung wird in Frankfurt an das Massaker der Hamas erinnert. Auch zwei Jahre danach ist der Schrecken von damals für Juden weiter gegenwärtig.
Eine RIAS-Studie macht deutlich, in welchem Ausmaß der Antisemitismus seit dem 7. Oktober 2023 in Deutschland zugenommen hat. Was könnte dagegen helfen?
Der Zentralrat der Juden beklagt fehlende Konsequenzen für Antisemitismus. Außerdem sei dieser oft „getarnt als Kritik an Israel“.
Eine aktuelle Studie belegt: Juden in Deutschland werden belehrt, beleidigt und angefeindet. Viele ziehen sich deshalb aus der Öffentlichkeit zurück. Das ist beschämend.
Zwei Jahre nach dem 7. Oktober werden Juden in Deutschland öfter bedroht und angegriffen. Manche überlegen, zu gehen. Manche kämpfen dagegen.
Greg Schneider vertritt Überlebende der Schoa. Seine Organisation hat erhoben, dass nur fast die Hälfte der Deutschen weiß, dass damals sechs Millionen Juden ermordet wurden. Das will er nicht hinnehmen.
Im Judentum beginnt an diesem Mittwoch das neue Jahr. Warum Jüdinnen und Juden schon im Jahr 5784 leben – und wie das neue Jahr versüßt wird.
Der 7. Oktober hat den Alltag von Juden in Deutschland verändert. Einer Studie zufolge leiden viele unter sozialer Isolation, psychischer Belastung und Vertrauensverlust.
In Flensburg und Fürth hängen Schilder aus, die Juden oder Israelis fernhalten sollen. Das ist offener Antisemitismus. Den getarnten sehen wir aber noch viel öfter. Er ist Alltag in Deutschland.
Der Germanist Klaus Siewert entreißt das Lakonische, die Sprache der Viehhändler, dem Vergessen. Heute wird sie nur von wenigen beherrscht. Berührungspunkte gibt es mit dem Rotwelschen.
Johannes Paul II. hatte die Formel vom „nie gekündigten Bund“ Gottes mit dem Volk Israel geprägt. Heute fehlt eine zu Herzen gehende, Israel auch religiös in die Pflicht nehmende, aber eben dem Antisemitismus den Boden entziehende Botschaft.
In Frankreich fühlen sich viele jüdische Bürger von der Politik in Stich gelassen. Die geplante Anerkennung eines Palästinenserstaats verstärkt das Unbehagen.
Bisweilen arg manieriert – und trotzdem ein bewegender Roman: Marko Dinićs „Buch der Gesichter“ erzählt rund um einen Schreckenstag im von deutschen Truppen besetzten Belgrad des Jahres 1942.
Sechs Verbände und Institutionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz legen einen Fünf-Punkte-Plan gegen Antisemitismus auf. Den unterschreiben viele, der FC Bayern etwa. Die Film- und Medienbranche aber duckt sich weg.