An unsere Namen sollt ihr euch erinnern
Dass so viel aus dem Alltag im Warschauer Ghetto bekannt ist, ist das Verdienst einiger mutiger Männer und Frauen. In München sind nun Originale aus dem Ringelblum-Archiv zu sehen.
Dass so viel aus dem Alltag im Warschauer Ghetto bekannt ist, ist das Verdienst einiger mutiger Männer und Frauen. In München sind nun Originale aus dem Ringelblum-Archiv zu sehen.
Daniel Cohn-Bendit und Meron Mendel fühlen sich als Juden – auch wenn sie mit der Religion und dem Staat Israel ihre Schwierigkeiten haben. Auf einer Veranstaltung in Frankfurt sagen sie, wie sie damit zurechtkommen.
Sie wettern gegen „Systemnutten“, wünschen sich Politiker ins Gefängnis und marschieren gemeinsam mit der NPD: Rechtsextreme verstecken sich bei Querdenker-Protesten nicht. Trotzdem kommen Tausende mit.
Für jüdische Deutsche machen die jüngsten Wahlerfolge der AfD das Land noch gefährlicher. Sie zeigen, wie anschlussfähig Judenhass geworden ist. Ein Gastbeitrag.
Unvoreingenommenheit ist eine Lüge, meint Pulitzer-Preisträger Wesley Lowery, Spezialist für das Thema Polizeigewalt. Wie lässt sich vermeiden, journalistisch zur Normalisierung von Rassismus beizutragen?
Als Philip Roth starb, war er der bekannteste amerikanische Autor in Deutschland. Eine Recherche im Archiv des Rowohlt-Verlags zeigt jedoch: Anfangs tat man sich schwer damit, ihn auf dem deutschen Markt einzuführen. Ein Gastbeitrag.
Das kulturelle Gedächtnis Russlands ist geprägt von antisemitischen Kampagnen der Sowjetzeit. Und es war nur eine Frage der Zeit, bis das russische Regime zum Antisemitismus greifen würde. Jetzt ist es so weit. Ein Gastbeitrag.
Nach der mutmaßlichen Attacke auf eine jüdische Besucherin an einer Gedenkstätte im Frankfurter Ostend bleiben viele Fragen ungeklärt. Der Erinnerungsort selbst wird immer wieder beschmiert.
Im Juli wird der Bundestag über das neue Gesetz zur Regelung der Sterbehilfe abstimmen. Wie ist der Umgang mit dem Tod bei den beiden Religionen? Und warum gibt es keinen einzigen muslimischen Friedhof in Deutschland?
Ein Jugendlicher hat in Frankfurt nach Angaben der Stadt eine gefüllte Plastikflasche gezielt auf eine jüdische Besucherin aus den USA geworfen. Die Polizei stellt den Vorfall etwas anders dar. Die Empörung ist groß.
Irans Revolutionswächter bereiteten offenbar Anschläge auf Israelis auf Zypern vor. Eine Entführung durch Israels Auslandsgeheimdienst in Iran soll die Pläne durchkreuzt haben.
Die Jugendlichen sollen zunächst versucht haben, die jüdischen Besucher einzuschüchtern und dann eine Flasche geworfen haben. Oberbürgermeister Mike Josef zeigt sich entsetzt.
Seit zehn Jahren kämpft ein Team für den Wiederaufbau der Synagoge in der Münchner Reichenbachstraße. Nun war endlich Richtfest. Wenn alles nach Plan läuft, wird die alte Farbmagie der Synagoge in einem Jahr wieder zu sehen sein.
Peter Schäfer, gelehrter Kenner der Quellen des Judentums, wird achtzig Jahre alt. Sein erzwungener Abschied aus dem Jüdischen Museum Berlin hat ihn getroffen, aber nicht beirrt.
Eine Studie aus Leipzig zeigt: Viele Menschen im Osten sind rechtsextrem eingestellt – das allerdings schon länger, als es die AfD gibt.
Die Tennismeisterin Nelly Neppach, eine Jüdin, nahm sich im Mai 1933 das Leben. Der DTB nannte es ein „schnelles Ende“. Nun ist ein zeitgenössischer Nachruf aufgetaucht – er ist sensationell.
Rückblick in zwei Etappen: Eine vor fast sechzig Jahren erschienene Quellensammlung zum Antisemitismusstreit im Kaiserreich in einer gelungenen neuen Edition.
Die Zahl der gemeldeten antisemitischen Vorfälle ist 2022 laut einem aktuellen Bericht zurückgegangen. Extreme Gewalttaten befinden sich dagegen auf dem höchsten Stand seit Beginn der Erfassung.
Hunderttausende gehen in Israel auf die Straße, Rechte ebenso wie Liberale und Linke. Damit die Lage sich nicht weiter zuspitzt, braucht das Land dringend eine Verständigung der politischen Lager. Ein Gastbeitrag.
Emir Suljagićs, der Leiter der Gedenkstätte für den Genozid von Srebrenica, diffamiert andere gern als Nazis. Doch wehe, die wehren sich
Die Jüdische Gemeinde in Frankfurt erinnert mit einer öffentlichen Schabbat-Feier im Palmengarten an ihre Gründung vor 75 Jahren. Und auch daran, dass sie ein Teil dieser Stadt ist.
Für 40 Millionen Euro ist in Wilmersdorf ein großer jüdischer Campus entstanden. Er gehört zur Chabad-Gemeinde. Die ist innerhalb des Judentums umstritten und nicht Teil des Zentralrats.
Der russische Präsident behauptet, Ukrainer seien im Zweiten Weltkrieg die Haupttäter bei der Ermordung von Juden in der Ukraine gewesen. Dem ukrainischen Präsidenten wirft er vor, diese Taten zu decken.
Für eine faire Auseinandersetzung mit den Linken: Der Mainzer Geschichtsprofessor Andreas Rödder hat keine Scheu vor dem Kulturkampf, zieht aber auch klare Grenzen.
Seine Werke schuf er aus Fundstücken aus dem zerbombten London: Das Jüdische Museum Frankfurt erinnert an Samson Schames, einen der Künstler der „Verlorenen Generation“.
Von Ludwig Börne lässt sich lernen, wie man sich auf eine Zeit großer Umbrüche einlässt, um sie zu gestalten. Als Politiker muss man überdies wissen, wie man die Dinge in Balance hält, wenn man selbst Gewicht ist. Dankesrede zur Verleihung des Ludwig-Börne-Preises.
Mildred Harnack, Widerstandskämpferin der „Roten Kapelle“, übersetzte vor ihrer Hinrichtung in Plötzensee Gedichte von Goethe. Aber wo ist das Original ihres Buchs geblieben? Und wer hat heute die Deutungshoheit, Mildred Harnacks Geschichte zu erzählen?
Meta stellt eine neue Anwendung für Virtual Reality vor: „Erzähl mir, Inge …“ macht interaktive Gespräche mit Holocaust-Überlebenden mittels KI-Technologie zugänglich. Wir hören Inge Auerbacher zu.
Das Auktionshaus Lempertz legt seine Provenienzrecherchen zum zurückgezogenen Gemälde von Pechstein offen - und zeigt sich zufrieden über den Verlauf der Abendauktion, bei der es hätte aufgerufen werden sollen.
Die Holocaustforscher Jan Grabowski und Shira Klein haben in der englischsprachigen Wikipedia Änderungskampagnen im Sinne des polnischen Revisionismus nachgewiesen. Amateure sind in den Redigierkriegen der Enzyklopädie im Vorteil.
Bei der Gedenkstunde im Bundestag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2022 hält die Holocaust-Überlebende Inge Auerbacher eine Rede.Holocaust-Gedenken im Bundestag
Tel Aviv gilt als „queere Hauptstadt“ der Region – die LGBTQ-Gemeinde war noch nie so stark wie heute. Aber auch die Kritiker bekommen Aufwind. Wie verändert die neue rechtsreligiöse Regierung die Pride-Paraden im Land?
Hans Joachim Schädlich versammelt in seinem Band „Das Tier, das man Mensch nennt“ Erzählungen aus historischen Extremsituationen. Doch es findet sich auch Tröstliches, Skurriles, Schönes.
Noch immer halten die DDR-Kriegskinder das Binnenkollektiv Ost in ihrem Bann. Die jüngeren Generationen kreieren eine Entlastungserzählung und versuchen, den Westen zum großen Buhmann zu machen. Ein Gastbeitrag.
Kirchlicher Antisemitismus: Die „Zerbster Judensau“ an der Ruine der Nikolaikirche ist nicht entfernt worden. Vielmehr hat man sie mit einem Gegendenkmal des Bildhauers Hans-Joachim Prager konfrontiert.
Fast schon ein Vierteljahrhundert ist Salomon Korn als Vorstandsvorsitzender das Gesicht der Jüdischen Gemeinde Frankfurt. Er hat die Gemeinschaft und die Stadt geprägt – auch durch das von ihm entworfene Gemeindezentrum.