Juden nicht auf Auschwitz reduzieren
Günther Jauch ließ über die Frage diskutieren, ob Auschwitz in Vergessenheit gerate. Der programmierte Konsens der Sendung half weder der Unterhaltung noch der Aufklärung.
Günther Jauch ließ über die Frage diskutieren, ob Auschwitz in Vergessenheit gerate. Der programmierte Konsens der Sendung half weder der Unterhaltung noch der Aufklärung.
In Österreich hat die Zeit für Auszeichnungen begonnen. Dem FPÖ-Politiker Strache wird ein Orden jedoch verweigert - dem Bundespräsidenten haben Aussagen des Rechtspopulisten nicht gefallen.
Wer etwas zum aktuellen Deutschland-Bild der Franzosen erfahren möchte, kann die Zeitungen lesen oder die Leute auf der Straße befragen. Das Ergebnis ist jeweils erschütternd.
Die prominente Piratenpolitikerin Marina Weisband wurde während der vergangenen Monate wegen ihres jüdischen Glaubens antisemitisch beleidigt. Gegenüber FAZ.NET sprach sie über eine mögliche Rückkehr 2013.
Christian Wulff bewegt sich dieser Tage in zwei Welten. Die eine ist die Welt des Bundespräsidenten, die andere ist die Welt der Vorwürfe. Manchmal geraten beide ganz ungewollt durcheinander.
Am 22. Juli 1942 begann die Deportation der Juden aus dem Warschauer Getto. Ich musste den Befehl übersetzen. Dann heiratete ich Teofila.
Siebzig Jahre Wannseekonferenz: Auch über Yossi Peled fällten die Nazis das Todesurteil. Jetzt erinnerte Israels Staatsminister an die millionenfache Ermordung der Juden.
Agnieszka Holland ist wieder Oscar-Kandidatin und pendelt zwischen der Bretagne, Kalifornien und Polen. Wir treffen sie in ihrer frisch bezogenen Warschauer Wohnung.
Schwerer Verdacht: Shakespeare war ein schwuler Antisemit. Jedenfalls so, wie Barrie Kosky den „Kaufmann von Venedig“ im Schauspiel Frankfurt inszeniert. Dort stellen sich nun einige Fragen.
Elisa Klapheck ist Rabbinerin der liberalen Gemeinde in Frankfurt. Im Interview spricht sie über Schuld und Schulden, das jüdische Zinsverbot und was Antikapitalismus und Antisemitismus gemein haben.
Ultraorthodoxe Juden erheben in Israel Forderungen, wie man sie so bisher nur aus islamischen Ländern kannte. War es nur eine Frage der Zeit, bis auch das stark vom Religionsgesetz geprägte, darin dem Islam nicht unähnliche Judentum solche Tendenzen zeigte?
Christen dürfen eine Arbeitsgemeinschaft bilden, Laizisten nicht: Die Partei August Bebels übt unter Sigmar Gabriel die Frömmelei ein. Das Freidenkermilieu wird verprellt.
Mehrere tausend Menschen haben in Israel gegen Übergriffe ultraorthodoxer Juden auf säkulare Bürger protestiert. Die Spannungen zwischen ultraorthodoxen und säkularen Juden nehmen seit Wochen zu.
Nach der rechtsterroristischen Anschlagsserie hat Bundespräsident Wulff in seiner Weihnachtsansprache zur Verteidigung der Demokratie aufgerufen. Der Zentralrat der Juden lobte die Rede.
Juden, Christen und Muslime versuchen in Jerusalem den Ton anzugeben. Egal, ob sie dabei Glocken oder Lautsprecher einsetzen, sie lassen die anderen Religionen nicht in Ruhe. Eine Klanggeschichte.
An der Gesellschaftsgeschichte gescheitert, in die Führerbeschwörung ausgewichen: Eine Antwort auf Hans-Ulrich Wehlers Polemik gegen mein Buch „Warum die Deutschen? Warum die Juden?"
Ultraorthodoxe Juden vor allem in Jerusalem wollen Frauen das Singen verbieten, und auch von Plakaten sollen sie verschwinden. Aber immer mehr Israelis wehren sich.
Erklärt deutscher Neid auf jüdische Aufsteiger den Holocaust? Aus der internationalen Mobilitätsforschung hat der schreibfreudige Historiker Götz Aly keine Kenntnisse abgerufen.
Wer glaubt, Hollywood sei jüdisch unterwandert, irrt. Hollywood wurde sogar von Juden gegründet. Die Wiener Ausstellung „Bigger Than Life“ zeichnet diese Erfolgsgeschichte nach.
Zurückhaltend begrüßt uns der große Menschenversteher Georg Stefan Troller. Im Restaurant möchte er abseits des Trubels sitzen. Seine berühmte Stimme ist in den letzten fünfzig Jahren kaum gealtert. Am heutigen Samstag wird er neunzig.
David P. Boder befragte 1946 Überlebende der deutschen Vernichtungspolitik: Nun liegt eine Auswahl seiner Interviews zum ersten Mal auf Deutsch vor.
Seit 50 Jahren wirbt die „Tribüne“ für ein besseres Verständnis des Judentums. Bundeskanzler von Brandt bis Merkel haben der Frankfurter Zeitschrift Interviews gegeben.
Thüringens früherer Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) hat wegen der Pannen bei der Verfolgung der Zwickauer Terrorzelle die Arbeit der Verfassungsschutzämter kritisiert. Deren Informationen habe er zumeist „vorher schon in der Zeitung gelesen“.
Bald können gläubige Juden in Israel ruhigen Gewissens „Schweinebraten“ essen. Ein Oberrabbiner namens Metzger hat dem Import von Gänsen zugestimmt, die wie Schweine schmecken.
In seinem neuen Roman „11.22.63“ kreist Stephen King um den Mord an Kennedy. Der Autor wirft das Wissen über unwirkliche Schrecken in die Schlacht um die politische Seele der Vereinigten Staaten.
Rechte israelische Politiker wollen nicht nur Menschenrechtler in die Schranken weisen. Sie setzen auch zum Sturm auf das Oberste Gericht an.
Hat der Kunsthändler und Sammler Heinz Berggruen sein Leben gefälscht? Eine Biographie behauptet, er sei ein Betrüger. Eine Kampagne versucht nun, ein bewegtes Leben zu skandalisieren.
Die Bundesanwaltschaft hat nahe Hannover einen mutmaßlichen Komplizen des Neonazi-Trios festgenommen, das für die Döner-Mordserie verantwortlich sein soll.
In der Paulskirche, in der Synagoge, in Höchst wurde am Mittwoch an die Pogromnacht von 1938 erinnert. Besonders ergreifend war das Gedenken im Budge-Heim, wo Opfer um ermordete Mitbewohner trauerten.
Der Streit um das religiös konforme Töten von Schlachttieren während des islamischen Opferfestes spitzt sich wieder zu. Die Kritiker verfolgen inzwischen ganz verschiedene Konzepte.
Drei Autobiografien, herausgegeben von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, machen aus unterschiedlosen Opfern wieder individuelle Schicksale.
Keine andere jüdische Gemeinschaft auf der Welt wächst so schnell wie die in Berlin. In der Hauptstadt erfahren Juden Gefühle der Fremdheit - und finden ein Stück Heimat.
„Der Hase mit den Bernsteinaugen“ ist eine außergewöhnliche Erinnerungs- und Verlustgeschichte. Sein Autor Edmund de Waal ist Keramikkünstler: eine Begegnung in seinem Londoner Atelier.
Hans Otto Wesemann, erster Intendant der Deutschen Welle, wurde jüngst verdächtigt, für den KGB und die Gestapo spioniert und einen Juden entführt zu haben. Der Verdacht der Entführung ist falsch.
Mehrere Hundert Israelis haben beim Innenministerium beantragt, künftig als „Bürger ohne Religion“ registriert zu werden. Sie protestieren damit gegen die Macht der orthodoxen Rabbiner.
Warum lässt ein Mann zweimal ein Kind allein? Der Frankfurter Fotograf Rafael Herlich hat sich diese Frage stellen müssen.