Kummer kann man nicht vergleichen
Die Dichterin Judith Herzberg ist in Wiesbaden ein bekannter Gast. Nun ist erstmals eines ihrer Stücke bei den Maifestspielen zu sehen: „Über Leben“
Die Dichterin Judith Herzberg ist in Wiesbaden ein bekannter Gast. Nun ist erstmals eines ihrer Stücke bei den Maifestspielen zu sehen: „Über Leben“
Er befreite die Frauen von lästigen Frisuren und erfand in London den „Bob“. Nun ist Sassoon im Alter von 84 Jahren gestorben.
Die meisten muslimischen Gemeinden in Deutschland sind nach ethnischer Zugehörigkeit organisiert. Der Salafismus überschreitet diese Grenze - und viele andere auch.
Die Piratenpartei wird überall als etwas besonderes hingestellt - doch kann sie das einlösen? Mailinglisten und Wikis können das Neue nicht sein. Doch was ist es dann?
Eugen Herman-Friede ist sehr jung, als er zum Widerstandskämpfer wird. Gemeinsam mit anderen schreibt er Flugblätter gegen das nationalsozialistische Regime. Der 8. Mai ist für ihn ein besonderes Datum.
Vernichtete Akten, verschwundene Dokumente und zuletzt ein Persilschein für die Erschwerung des Zugangs zu Unterlagen: Wie das Politische Archiv des Auswärtigen Amts Forschungsarbeit behindert.
In den Niederlanden wird die Erinnerung an Krieg und Besatzung lebendig gehalten. Doch lastet ein Schweigen auf vielen Familien. Mit Gauck darf zum ersten Mal ein Deutscher die Rede am Befreiungstag halten.
Wer steckt hinter der Verteilung von Koran-Exemplaren? Nicht nur der Blick auf die Übersetzung und ihren Verfasser verweist auf Zusammenhänge mit dem Erstarken der ägyptischen Salafisten.
Sie verteilen den Koran und sind offen für alle, die sich spirituell verarmt fühlen. Verfassungsschützer schätzen, dass etwa 3800 Salafisten hierzulande leben. Wer sich auf sie einlässt, reist vielleicht irgendwann nach Pakistan.
Nirgendwo kann man besser für die Freiheit, Unsinn zu reden, kämpfen als im Netz. Das beweisen regelmäßig Mitglieder der Piraten mit teils verschreibungspflichtigen Äußerungen.
Weil er 2008 Thesen eines Holocaustleugners verteidigt hat, soll ein Pirat seit mehr als zwei Jahren aus der Partei ausgeschlossen werden. Das Bundesschiedsgericht wies den Antrag jetzt zurück - wegen eines Formfehlers.
Hat die Piratenpartei ein Problem mit Antisemitismus und Rassismus? Und wenn ja: Kann sie es lösen, ohne normal zu werden?
Israel hat den Besitz von Atomwaffen nie zugegeben, schreckt aber damit seine Feinde ab. Auch an der Raketenabwehr wird intensiv gearbeitet.
Die Notwendigkeit der Kritik rechtfertigt nicht diese Form der Anklage: Ein Gespräch mit dem Historiker Fritz Stern über Günter Grass, die Debatte über dessen Gedicht und konstruktive Kritik an Israel.
Der Schriftsteller Durs Grünbein wirft Günter Grass anlässlich seines Israel-Gedichtes Gefühlsblindheit vor und beschuldigt ihn des grobschlächtigen Moralismus.
Nutzt Günter Grass seinen Ruhm, um sich an den Juden zu rächen? Und warum sollte er das tun? Das fragt sich Robert B. Goldmann als „fremde Feder“ für die F.A.Z.
Aus erzwungenem Anlass: Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki äußert sich erstmals zu dem umstrittenen Gedicht von Günter Grass „Was gesagt werden muss“. Er attackiert den Nobelpreisträger scharf.
Der Schriftsteller Günter Grass fühlt sich nach der heftigen Kritik an seinem Israel-Gedicht missverstanden und unterstellt seinen Gegnern Methoden, die von den Nazis verwendet wurden. Zugleich bekräftigt er in Fernsehinterviews seine Israel-Kritik: „Widerrufen werde ich auf keinen Fall.“
Mit seiner Israel-Kritik in Gedichtform hat Literaturnobelpreisträger Günter Grass bei Politikern Empörung und Widerspruch ausgelöst. Auch der Gesandte Israels in Berlin, Nahshon, zeigt sich entsetzt.
Die Geschichtswerkstatt dokumentiert die Arbeit des Offenbach Archival Depot nach dem Krieg. Es kümmerte sich um geraubte jüdische Bücher und Ritualgegenstände.
Seit anderthalb Jahren steht der Frankfurter Dieter Graumann an der Spitze des Zentralrats der Juden. Er lobt die Integrationsleistung der Gemeinden und tadelt Geschäftemacher.
Robert N. Proctor geißelt die Tabakindustrie, Jens Söring schildert seine Erfahrungen mit der amerikanischen Justiz und zwei Bücher widmen sich Computerspiel- und Internetsucht bei Kindern. Dies und mehr in den F.A.Z.-Sachbüchern der Woche.
Nach der öffentlichen Debatte sprechen DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Dieter Graumann vom Zentralrat der Juden persönlich über einen Besuch im ehemalige Vernichtungslager Auschwitz. Das Ergebnis stellt beide zufrieden.
Millionen Franzosen haben mit einer Schweigeminute der Opfer der tödlichen Schüsse vor einer jüdischen Schule in Toulouse gedacht. Dort herrscht höchste Terroralarmstufe. Die Fahnder gehen von einem Einzeltäter aus, im Fokus bleibt ein früherer Soldat.
Für ihn war die Geschichtswissenschaft auch Überredungsarbeit. Diese Aufgabe wird von nun an sein Werk allein leisten müssen. Zum Tod des amerikanischen Historikers Peter Novick.
Axel Springer war ein großer Freund der Juden. Wer in seinem Konzern arbeitet, verpflichtet sich noch heute zur Aussöhnung. Eine Ausstellung zeigt eine wenig bekannte Seite des Verlegers.
An diesem Freitag wird in Riga wie jedes Jahr der Kämpfer der lettischen Legion der Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg gedacht. Doch bei den Veteranen und ihren einstigen Gegnern herrscht mehr Nachdenklichkeit als früher.
Risse über Risse: Die Beton-Stelen des Holocaust-Mahnmals in Berlin brauchen seit zwei Wochen Manschetten. Die dünnen Öffnungen sind allerdings kein neues Problem.
Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, schlägt vor, dass die Nationalelf während der Fußball-EM die Gedenkstätte Auschwitz besucht. In DFB-Kreisen kommt der öffentliche Aufruf dem Vernehmen nach nicht gut an.
Die Werke von Aharon Appelfeld kreisen immer wieder um die Frage, warum man Geschichte nicht zurücklassen kann. Sein neuestes Buch ist wohl sein schönster und sein sanftester Roman.
Zur Aufklärung von NS-Verbrechen brauchen wir Wahrheitskommissionen und keine alten Männer, die doch nur schweigen. Die Aufmerksamkeit richtet sich nicht auf ihre Taten, sondern auf ihren Zustand.
Agnieszka Hollands Schoa-Film „In Darkness“ findet eine Bildsprache für die Bruchstellen der Ausweglosigkeit. Sie zeichnet einen filmischen Raum voller hoffnungsloser Kommunikation.
In der Spätantike wurde die Sehnsucht nach Vergeistigung immer stärker: Der Religionswissenschaftler Guy Stroumsa hat im Wandel der Opferkulte den zentralen Wendepunkt ausgemacht.
Benno Fürmann, in Autorenfilmen ebenso zu Hause wie in Großprojekten, sucht noch immer das Extrem. Doch der Draufgänger ist auch reifer geworden.