Guten Morgen!
Man muss wohl ein unverbesserlicher Optimist sein, um zu hoffen, dass die Krise im Erzbistum Köln mit einer mehrmonatigen „geistlichen Auszeit“ Kardinal Woelkis zu lösen ist. Denn sie lässt nicht nur viele Betroffene ratlos zurück.
Das Missbrauchsgutachten sollte den Konflikt zwischen Kardinal Woelki und den Gläubigen in seinem Erzbistum entschärfen. Aber das Gegenteil trat ein. Der Graben wurde immer tiefer. Die F.A.Z. dokumentiert die wichtigsten Stationen.
Die Entscheidung von Papst Franziskus in dem Fall verlautete am Freitag aus Kirchenkreisen. Allerdings nehme Woelki auf eigenen Wunsch eine Auszeit von Mitte Oktober bis zum Beginn der Fastenzeit Anfang März kommenden Jahres.
Die katholischen Bischöfe haben den wegen seines Umgangs mit Missbrauchsfällen in die Kritik geratenen Erzbischof Heße wieder zum Vorsitzenden ihrer „Migrationskommission“ gemacht. Mit Blick auf den „Synodalen Weg“ zeigen sie sich selbstkritisch.
Es ist verständlich, dass der Papst den Hamburger Erzbischof Heße im Amt belassen hat. Andernfalls müssten Bischöfe weltweit fallen wie Dominosteine.
Das publizistische Postbeamten-Experiment: Wie die Bundeszentrale für politische Bildung einmal Aufklärung mit den Mitteln der Boulevardpresse betrieb.
50. Todestag von Jim Morrison +++ Fernbahntunnel in Frankfurt am Main +++ Erzbistum Köln +++ Benin-Bronzen
Krise im Erzbistum Köln +++ 100 Jahre Wolfgang Borchert +++ Standpunkt von Jürgen Heraeus
Für den Kölner Kardinal wird der Kontakt mit der Basis in seinem Erzbistum immer schwieriger. Das zeigt eine Firmung mit Woelki in Pulheim. Mehrere Jugendliche wollen nicht von ihm gefirmt werden.
In Köln ist das Vertrauensverhältnis zwischen Erzbistum und Erzbischof zerrüttet. Ein externer Moderator muss einspringen. Nicht wenige hoffen, dass ein Spruch aus Rom die Angelegenheit schon vorher erledigt.
Nach der Vorstellung des Kölner Missbrauchsgutachtens boten der Hamburger Erzbischof Heße und der Kölner Weihbischof Schwaderlapp dem Papst ihren Amtsverzicht an. Doch der ließ die Frist für die Annahme verstreichen.
Endlich machen sich Abgesandte des Vatikans ein eigenes Bild der Lage im Erzbistum Köln. Doch welche Schlüsse er daraus zieht, entscheidet der Papst allein.
Schon vor der Apostolischen Visitation, die an diesem Montag beginnt, stand der Kölner Erzbischof Kardinal Woelki heftig in der Kritik. Das Rücktrittsgesuch von Kardinal Marx hat das noch einmal verschärft – doch Woelki gibt sich gelassen.
Alle versprechen sich viel von der vatikanisch bestellten Visitation des Kölner Erzbistums. Warum eigentlich? Solange der Papst das Recht nicht anwendet, das er sich gibt, ist Optimismus verfrüht.
Die Vertrauenskrise im Erzbistum Köln hat sich zugespitzt, die Gemeinden implodieren. Bringt jetzt die Untersuchung des Vatikans Licht ins Dunkel des Missbrauchsskandals?
Lange schien es so, als ob sich Papst Franziskus nicht sonderlich für die skandalösen Vorgänge im Erzbistum Köln interessieren würde. Doch jetzt hat auch er offenbar die Geduld mit Kardinal Woelki verloren.
Papst Franziskus hat eine Untersuchung für das Erzbistum Köln angeordnet. Es geht um den Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs. Kardinal Woelki sagt, er wolle die Visitatoren des Papstes „mit voller Überzeugung“ unterstützen.
Der Betroffenenbeirat der Bischofskonferenz wirft dem Kölner Missbrauchsgutachten vor, systemische Ursachen wie Klerikalismus oder Zölibat nicht zu berücksichtigen. Und Woelki handele „grob fahrlässig“.
Papst Franziskus ordnet für den Hamburger Erzbischof Stefan Heße eine „Auszeit“ an. Heße hatte nach der Vorstellung des Kölner Missbrauchsgutachtens seinen Rücktritt angeboten. Wie lange die „Auszeit“ dauert und was danach passiert, ist offen.
Das Gutachten über den Umgang mit sexuellem Missbrauch im Erzbistum Köln zeigt, wie die Kirche Täter zu Opfern und Opfer zu Tätern machte.
Rom hat noch nicht darüber entschieden, ob Kardinal Woelki seine Pflicht verletzt hat. Der hatte einen Missbrauchsfall nicht angezeigt. Ein Gutachter hatte den Erzbischof dagegen schon von Schuld freigesprochen.
Die Vorgabe des Vatikans, homosexuellen Paaren die Segnung zu verweigern, stößt in Teilen der katholischen Kirchen auf Kritik und Widerstand. Nicht so in Köln, wo sich der Kardinal der umstrittenen Position aus Rom anschließt.
Anlass ist ein Gutachten zum Umgang mit sexualisierter Gewalt im Erzbistum Köln. Der Erzbischof fordert Änderungen im Kirchenrecht.
Kardinal Rainer Maria Woelki gibt sich selbstkritisch. Es wäre besser gewesen, wenn er mehr getan hätte. Mit Blick auf die von sexueller Gewalt Betroffenen sagt er: „Ich biete allen, die es wünschen, ein persönliches Gespräch an.“
Im Gutachten zum Missbrauchsskandal im Kölner Erzbistum geht es unter anderem um Vertuschung und versäumte Meldepflichten. Mehrere Verantwortliche müssen gehen, doch der Kardinal bleibt. Reicht das? Wir sprechen mit Matthias Katsch, der selbst Opfer sexuellen Missbrauchs in einer Jesuitenschule wurde.
Das Kölner Missbrauchsgutachten wirft auch Weihbischof Ansgar Puff eine Pflichtverletzung vor. Kardinal Woelki suspendiert ihn nun vorläufig von seinem Amt – auf dessen eigenen Wunsch, wie das Erzbistum mitteilte.
Das Vakzin von Astra-Zeneca gilt als sicher und darf in Deutschland wieder verimpft werden, der Missbrauchsskandal erschüttert das Erzbistum Köln und Joachim Löw hat die Qual der Wahl. Der Newsletter für Deutschland.
Der frühere Kölner Kardinal Meisner hatte behauptet, „nichts geahnt“ zu haben vom Ausmaß sexuellen Missbrauchs in seinem Erzbistum. Das Missbrauchsgutachten widerlegt die Aussage von Woelkis Vorgänger.
„Um Schaden vom Amt des Erzbischofs sowie vom Erzbistum Hamburg abzuwenden“: Erzbischof Stefan Heße will wegen Pflichtverletzungen bei der Aufarbeitung von Missbrauchsvorwürfen auf sein Amt verzichten.
Das Gutachten, das Erzbischof Woelki jetzt vorlegte, zeigt das ganze Ausmaß der Pflichtverletzungen im Erzbistum Köln. Wie konnten die Beteiligten glauben, dass sie davonkommen?
Dem Kölner Erzbischof Woelki werden im neuen Missbrauchsgutachten keine Pflichtverletzungen vorgeworfen. Schwer belastet wird jedoch der Hamburger Erzbischof Stefan Heße.
Seit 2002 treibt das Thema Missbrauch die katholische Kirche in Deutschland um – und nicht nur die Kirche. Eine Chronik.
Das Urteil der Europäischen Arzneimittelbehörde ist entscheidend für den Fortgang der Impfkampagne. Bund und Länder streiten über Lockerungen. Und Italien gedenkt seiner Corona-Toten. Der Newsletter für Deutschland.
Scharfe Kritik und Wut von Gläubigen: Vor der Vorstellung eines umstrittenen Missbrauchsgutachtens kündigt Kardinal Woelki Konsequenzen an. Das gehöre zum Buße tun.
Maßlos enttäuscht und unendlich zerrissen: Viele Gläubige kehren der katholischen Kirche wegen der Missbrauchsskandale den Rücken. Eine Reportage aus dem Erzbistum Köln.