„Ausgesprochen abstoßend“
Im Kölner Dom gibt es zahlreiche antijüdische Bildzeugnisse. Nicht alle sind Relikte aus dem Mittelalter, manche sind keine 60 Jahre alt. Wie soll man mit ihnen umgehen?
Im Kölner Dom gibt es zahlreiche antijüdische Bildzeugnisse. Nicht alle sind Relikte aus dem Mittelalter, manche sind keine 60 Jahre alt. Wie soll man mit ihnen umgehen?
Der Kölner Erzbischof verteidigt den Beschluss, ein erstes Gutachten zu sexuellem Missbrauch zurückzuhalten. Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland mahnt: Durch Fehlverhalten werde Vertrauen in alle christlichen Kirchen verspielt.
Ein neues Rechtsgutachten zum Missbrauchsskandal im Erzbistum Köln nennt Zahlen zu Tätern und Opfern, die um mehr als das Doppelte über den Angaben des Erzbistums liegen. Eine unter Verschluss gehaltene frühere Studie war zu ähnlichen Ergebnissen gekommen.
Der schleppende Umgang mit den Missbrauchsvorwürfen im Erzbistum Köln empört die Menschen. Im Zentrum der Kritik: Kölns Kardinal Rainer Maria Woelki. Nun hat er sich entschuldigt. Aber folgen den Worten auch Taten?
Von führenden Vertretern der katholischen Kirche in Deutschland kommt scharfe Kritik am Erzbistum Köln. Viele zweifeln am Willen zur vollständigen Aufklärung sexuellen Missbrauchs. Kardinal Woelki hatte schon zuvor Fehler eigestanden.
Im Streit über den Umgang mit Missbrauchsfällen stellen sich in Köln immer mehr Geistliche gegen ihren Erzbischof. Ist der noch zu halten? Und würde ein Rücktritt etwas ändern?
Zu einer Massenbewegung ist Maria 2.0 seit 2019 nicht geworden. Aber in Köln liegen die Nerven derart blank, dass niemand mehr vor Nachstellungen sicher sein kann.
Nach einem Orgelkonzert im Kölner Dom steht für den Jungen fest: Er will Kirchenmusiker werden. Heute ist er Kantor und Orgelsachverständiger.
Zum Jahreswechsel greift ein neues Verfahren, mit dem Opfer sexueller Gewalt Geld von der Kirche erhalten können. Doch wieder wurde eine Chance verspielt. Es fehlten Strukturen, die vollkommen unabhängig seien, kritisiert der Psychiater Harald Dreßing.
Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki steht stark unter Druck. Der Grund: Er hält ein Gutachten zu sexuellem Missbrauch unter Verschluss. In der Christmette bat er um Verzeihung – aber nicht für eigene Versäumnisse.
Ein Gutachten zu sexuellem Missbrauch wird zurückgehalten. Im Kölner Erzbistum bildet sich Widerstand gegen den Kardinal. Ranghohe Kirchenvertreter schämen sich für das Vorgehen.
Im Chorgestühl des Kölner Doms findet sich auf einer Doppeltafel eine der ältesten Darstellungen der „Judensau“. Seit Jahren wird seine Entfernung gefordert. Stattdessen schreibt das Domkapitel einen Wettbewerb für ein zeitgenössisches Gegenwerk aus.
Missbrauch im Bistum Münster +++ Handel mit Gesundheitsdaten +++ Energiewende für Klimaschutz
Querverbindungen +++ Kenntnis Nukleartechnologie +++ Krippenkarikatur +++ Greser&Lenz +++ Erzbistum Köln +++ Hans-Werner Sinns Heldengeschichte +++ Interview mit Sir Christopher Clark +++ ARD-Auswahlverfahren +++ Goethe und die Musik
Verfassungsdebatte +++ Erzbistum Köln +++ Schnabelmaske +++ Fußball +++ Essays von Röttgen, Merz und Laschet +++ ARD-Volontäre +++ Geschlechtergerechte Sprache
Statt im Missbrauchsskandal die Karten offenzulegen, blockiert sich das Kölner Erzbistum mit einer uneinholbaren Fiktion von Gerichtsfestigkeit.
Die Vorwürfe gegen das Erzbistum Köln wegen der Zurückhaltung eines Gutachtens über sexualisierte Gewalt werden immer lauter. Doch der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken findet keine klare Haltung dazu.
Nach Informationen der F.A.Z. will Stefan Heße sein Amt als Geistlicher Assistent des Zentralkomitees der deutschen Katholiken vorerst nicht mehr ausüben. Dem Hamburger Erzbischof wird in Bezug auf die Missbrauchsfälle von 2010 und 2011 schwere Rechtswidrigkeit vorgeworfen.
Rainer Maria Woelki wollte als schonungsloser Aufklärer in die Annalen der katholischen Kirche eingehen. Stattdessen rettet er sich nun vor der Rache der Verantwortlichen. Und instrumentalisiert dafür auch noch die Betroffenen.
Wie ist das Erzbistum Köln mit Missbrauchs-Vorwürfen gegen Priester umgegangen? Das sollte ein Gutachten klären. Kardinal Woelki will es nicht veröffentlichen.
Eine Renaissance der Gotik: Im ältesten Kloster Deutschlands werden Ende September neue Künstlerfenster von Gerhard Richter eingeweiht. Zum anhaltenden Siegeszug monumentaler Glasmalerei.
Wenn Bischöfe über sexuellen Missbrauch durch Priester reden, klingen sie wie Kirchenkritiker. Aber die Kirche handelt verantwortungslos, solange keine Verantwortlichen benannt werden.
Das Erzbistum Köln verschiebt die Veröffentlichung einer brisanten Missbrauchsstudie auf unbestimmte Zeit. Wollen starke Kräfte in der katholischen Kirche verhindern, dass jetzt Namen von Verantwortlichen genannt werden?
Als er 1972 das Amt übernahm, war er noch keine vierzig Jahre alt. Das Bauwerk, dem er sich verschrieben hatte, ist unvollendet und unvollendbar. Zum Tod des Kölner Dombaumeisters Arnold Wolff.
Monumental: Der Stummfilm „La Roue“ von Abel Gance ist jetzt rekonstruiert worden. Beim Musikfest Berlin wird er gezeigt. Frank Strobel dirigiert dazu die Originalmusik.
Sebastian Becker hat einen Großteil seines Lebens dem Kölner Dom gewidmet und kennt ihn wie kaum ein anderer. Ein Arbeitstag an der dritthöchsten Kirche der Welt.
Wind, Wetter und Regen höhlen stetig den Stein, aus dem der Kölner Dom, seine Ornamente und Figuren gefertigt sind. Wie die Steinmetze und ihre Kollegen am Erhalt des Bauwerks arbeiten.
Zehn Jahre lang wurde um die Kündigung eines Chefarztes gestritten, der ein zweites Mal geheiratet hatte. Nun lenkt das Erzbistum Köln ein.
Ein Arzt erstritt sich kürzlich das Recht, zum zweiten Mal heiraten zu dürfen, trotz eines katholischen Arbeitgebers. Auch anderswo versuchen Chefs immer wieder bei der Partnerwahl mitzumischen – in teilweise kuriosen Fällen.
Der beliebteste Ort ausländischer Touristen in Deutschland? Schloss Neuschwanstein? Nein. Der Kölner Dom? Auch nicht. Lösung: Es ist das Miniatur Wunderland in Hamburg. Warum nur warten Menschen gern auf die Eruption des Mini-Vesuv?
Ohne den Raub der Gebeine durch Barbarossa wäre Köln nicht geworden, was es ist. Und es hätte auch keinen solchen Dom. Wie die Reliquien der Heiligen Drei Könige Geschichte schrieben. Ein Rundgang.
Das Erzbistum Köln stellt sich auf eine Halbierung des Seelsorgepersonals in den nächsten zehn Jahren ein. Trotz der Personalnot bleibt Erzbischof Woelki Optimist.
Ein Verdächtiger fährt mit einem Transporter vor dem Kölner Dom vor und läuft mehrmals in das weltberühmte Gotteshaus. Die Sicherheitskräfte wollen kein Risiko eingehen.
Der Hüttenmeister des Kölner Doms über seinen sagenhaften Arbeitsplatz, den Reiz einer Dauerbaustelle und ungeahnte Einsichten, die Besuchern verborgen bleiben
Ein „Zombie-Walk“ in Essen gerät aus dem Ruder. Die Polizei reagiert mit 1200 Platzverweisen am Hauptbahnhof. Bundesweit gab es zu Halloween zahlreiche Einsätze – auch am Kölner Dom.
Der Kölner Dom war von Anfang an mehr als nur ein Gotteshaus. Er war Nationaldenkmal, Einheits-, Friedens- und Fortschrittssymbol, Monument für den politischen Machtanspruch der Erzbischöfe. Doch wofür steht er heute?