Ein Platz für Namen
Die KfW-Stiftung hält bei ihrem Naturschutzpreis trotz Kritik am Namensgeber Bernhard Grzimek fest. Dafür gibt es gute Gründe. Ein Diskurs über die Lehren aus Fehlern muss aber auch Raum finden.
Die KfW-Stiftung hält bei ihrem Naturschutzpreis trotz Kritik am Namensgeber Bernhard Grzimek fest. Dafür gibt es gute Gründe. Ein Diskurs über die Lehren aus Fehlern muss aber auch Raum finden.
Im Herbst will der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer sein Rathaus verteidigen. Er muss sich gegen zwei Kandidatinnen durchsetzen – und gegen seine eigene Partei.
Rachel Cusk ist eine weltberühmte Schriftstellerin und eine brillante Essayistin: Das beweist ihre nun auf Deutsch erschienene Aufsatzsammlung „Coventry“.
Für viele gehört Karl Mays Figur zur Kindheit. Nun ist sie ins Gerede gekommen. Zeit, dahin zu gehen, wo Indianer noch Indianer sind – und die Familie mitzunehmen.
In der Komödie „Fire Island“ spielt Margaret Cho die lesbische Freundin einer schwulen Clique. Im Interview erzählt sie, wie sie in einem queeren Buchladen in San Francisco groß wurde und wo sie bei Humor die Grenze zieht.
Zwei Tage lang treffen sich Anhänger von Donald Trump in einer Kirche bei New York. Es ist ein Festival der Verschwörungstheorien. Ein Ortsbesuch.
Person und Sache in der Jurisprudenz: Warum ich das Grundgesetz nicht mehr gemeinsam mit Hans-Georg Maaßen kommentieren möchte. Ein Gastbeitrag.
Der Künstler Jordan Wolfson stellt sich im Kunsthaus Bregenz den Abgründen der technologisch aufgerüsteten Gegenwart mit einem Mix aus ungenierter Indifferenz und schwarzem Humor.
Bei der Konferenz der Rechtskonservativen gewinnt, wer die markigsten Sprüche macht. An den Ständen gibt es Glitzer-Pumps mit Trump-Aufschrift – und auch ein Kinderbuch: „Das Komplott gegen den König.“
Der CDU-Vorsitzende schimpft gerne über „Cancel Culture“, sagt aber eine Veranstaltung ab, wenn unliebsame Leute eingeladen werden. Das klingt widersprüchlich, ist es aber nicht.
Beim Treffen der Rechtskonservativen Amerikas in Dallas darf kaum etwas nicht gesagt werden. T-Shirts zeigen Biden mit Hitlerbärtchen und Redner warnen vor einer Invasion durch Migranten.
Friedrich Merz und sein Büro agierten unprofessionell: Die amerikanischen Gastgeber, nicht die deutschen Gäste sind das Befremdlichste am abgesagten „Transatlantischen Forum“.
Wie müssen Schröder und Putin gewiehert haben! Aber auch in Deutschland gibt es Scheindebatten. Die Ukraine hat Mitleid mit uns.
Der Begriff Cancel Culture ist zu ungenau, um die vielfältigen Formen akademischen Ausschlusses zu erfassen. Dass es diesen Ausschluss gibt, können nur Lügner oder Ignoranten bestreiten. Ein Gastbeitrag.
Franziskus entschuldigt sich auch in Quebec für kirchliches Unrecht an den Indigenen des Landes – und warnt gleichzeitig vor einer „cancel culture“. Ministerpräsident Trudeau fordert weitere Schritte.
Die italienische Regierung hat sich zerlegt. Die nächste wird wahrscheinlich von Giorgia Meloni angeführt, der Chefin der „Brüder Italiens“. Ihr Verhältnis zum Faschismus bezeichnet sie als „entspannt“.
Chance vertan: An der Humboldt-Universität wird ein Vortrag der Biologie-Doktorandin Marie-Luise Vollbrecht nachgeholt, über Wissenschaftsfreiheit diskutiert – und am eigentlichen Thema vorbeigeredet.
Marie-Luise Vollbrecht +++ Steuervorteile für Immobilienbesitzer +++ Alexander Puschkin
Der Schlager „Layla“ darf auf zwei Festen nicht mehr gespielt werden, weil er als sexistisch wahrgenommen wird. Ist deshalb die Kunstfreiheit in Deutschland bedroht?
Die Nummer eins der deutschen Single-Charts „Layla“ ist ein echter Stimmungstreiber – nur nicht mehr in Würzburg oder Düsseldorf. Die Städte verbieten das Lied. Bundesweit ist eine Debatte entbrannt. Ist deshalb die Kunstfreiheit bedroht?
Die Biologie-Doktorandin Marie-Luise Vollbrecht hält an diesem Donnerstag ihren abgesagten Vortrag über Zweigeschlechtlichkeit – an der nachfolgenden Podiumsdiskussion zum Thema Wissenschaftsfreiheit nehmen allerdings weder sie noch ihre Kritiker teil.
Bundeswehr +++ Eberhard Karls Universität Tübingen +++ Tschaikowsky-Verbot +++ Krieg verlangt Verzicht
Der Krieg verwandelt die ukrainische Erinnerungskultur. Der russische Nationaldichter Puschkin wird als imperialistisch wahrgenommen. Tatsächlich blüht in den russisch besetzten Gebieten ein offiziöser Puschkin-Kult. Ein Gastbeitrag.
Wiens einstiger Bürgermeister Karl Lueger war ein geistiger Wegbereiter Hitlers. Er war aber auch ein tüchtiger Modernisierer. Nun muss die Stadt Wien sich entscheiden: Soll sein Denkmal entfernt oder eingeordnet werden?
Cancel Culture? Oder einfach Wut, Verunsicherung und missglückte Kommunikation? Ein Besuch an der Humboldt-Universität nach dem Skandal um einen abgesagten Vortrag.
Studentenvertreter wollen die Umbenennung der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen durchsetzen und könnten die notwendige Mehrheit bekommen. Historische Fakten geraten in den Hintergrund. Ein Gastbeitrag.
Russische Musik in Zeiten des Krieges: Fünf Intendanten denken über das Grenzwertproblem von Solidarität und Kunstfreiheit, über Gesinnungsprüfungen und die Zukunft von Anna Netrebko nach.
Vertreter von fast 40 Ländern beraten über den Wiederaufbau der Ukraine, Russland erobert eine weitere Großstadt im Osten der Ukraine und auf den Intensivstationen liegen wieder mehr Covid-Patienten.
Wieder einmal wurde an einer Universität eine unliebsame Stimme durch eine radikale Minderheit mundtot gemacht. Inhaltliche Debatten und kontroverse Meinungen sind unerwünscht.
Die Humboldt-Universität sagt den Vortrag der Biologin Marie-Luise Vollbrecht wegen angeblicher Transfeindlichkeit ab und distanziert sich von ihr. Die Hochschule beugt sich aktivistischem Druck und unterbreitet ein vergiftetes Angebot.
Hochschulen gelten als Orte der Toleranz und Weltoffenheit. Doch ein genauer Blick zeigt: Auch sie sind vor strukturellem Rassismus nicht gefeit. Einige Bildungsstätten machen das Thema deshalb jetzt zur Chefsache.
Der Direktor der Petersburger Eremitage, Michail Piotrowski, erklärt sich mit dem Angriffskrieg seines Landes solidarisch. Europa wirft er vor, russische Klassiker zu „canceln“. Die Cancel Culture in Russland ignoriert er.
Kann man ein Hetzbild zum Denkmal umwidmen? Was die indonesischen Schöpfer der antisemitischen Figuren der Documenta planten, hat der Bundesgerichtshof im Urteil zur Wittenberger „Judensau“ vorgezeichnet.
Die Universität Princeton hat den Altphilologen und Kritiker wegen sexuellen Fehlverhaltens entlassen. War dies nur ein Vorwand, um den Kritiker der politischen Korrektheit loszuwerden?
Donald Trump wollte um jeden Preis an der Macht bleiben. Amerikas Rechte hätte nichts dagegen. Ihr Held ist der Ungar Viktor Orbán. Demokratie erscheint als verzichtbar. Ein gefährlicher Trend.
Volk statt Elite, Land statt Metropole: Frankreichs Kulturpolitik erlebt unter grüner Führung einen Paradigmenwechsel.