Der Wählerwanderkartograph
Er ging bei Kurt Flasch und Arnulf Baring in die Schule und schlüsselte Hitlers Wählerschaft auf: Dem aus Funk und Fernsehen bekannten Politikwissenschaftler Jürgen W. Falter zum Achtzigsten.
Er ging bei Kurt Flasch und Arnulf Baring in die Schule und schlüsselte Hitlers Wählerschaft auf: Dem aus Funk und Fernsehen bekannten Politikwissenschaftler Jürgen W. Falter zum Achtzigsten.
Unsere offene Gesellschaft sei in Gefahr, schreibt Hans F. Bellstedt in seinem Buch über die Freiheit.
Der Blick in die Antike zeigt: Kunst und Moral sind nicht immer so klar zu trennen, wie in der Diskussion über anstößig erscheinende Literatur gefordert wird. Ein Gastbeitrag.
Das Bündnis Sahra Wagenknecht legt mit seinem Europawahlprogramm das erste längere programmatische Papier vor. Der Ton der Spitzenfrau ist nicht zu überhören.
Der luxemburgische Karikaturist Carlo Schneider nimmt den Streit um das im Land geplante Bettelverbot aufs Korn. Daraufhin wird er von einem rechtspopulistischen Abgeordneten bedroht. Der sagt, er werde absichtlich missverstanden.
Das Jahr war voller Worte zum Erschrecken, Aufregen, Streiten, Lachen, Nachdenken und Sich-Wundern. Einigen davon sind wir noch einmal nachgegangen: Ein semantischer Rückblick auf 2023.
„Wir sind keine Gesinnungsgemeinschaft“: In Berlin hat an diesem Wochenende der PEN Berlin zur Mitgliederversammlung und zum Kongress eingeladen. Gestritten wurde über: Israel.
Etwas mehr Leidenschaft wäre schön gewesen. Elif Özmen erläutert den Liberalismus, die beste aller suboptimalen Regierungsformen.
Eine nicht enden wollende Liste: Das Münchner Literaturhaus beschäftigt sich mit dem Thema „Verbotene Bücher“. Das passt leider gut in unsere Zeit.
Der Kulturkampf an den amerikanischen Universitäten geht in die nächste Runde. In mehr als zwanzig Bundesstaaten sagen republikanische Regierungen der Diversitätspolitik den Kampf an.
Paul Marshall hat in London mit einem Hedgefonds ein Vermögen gemacht und schon einen Fernsehsender mitgegründet. Jetzt greift er nach einer der wichtigsten britischen Zeitungen.
Weil die Geschichte um den alttestamentlichen König Saul heutige Hörer verletzen könnte, sagt die Universität Cambridge eine Aufführung von Händels Oratorium „Saul“ ab. Wie kindisch ist das denn?!
Ohne Streit ist eine funktionierende Gesellschaft nicht denkbar. Das Frankfurter Museum für Kommunikation widmet dem Thema eine eigene Ausstellung.
Einen Unterstützerverein gibt es schon, eine neue Partei dürfte sehr bald folgen. Die Linke stürzt Wagenknecht damit in den Abgrund. Aber kann sie selbst Erfolg haben?
Die Bundesforschungsministerin ruft dazu auf, die Wissenschaftsfreiheit in jede Richtung zu verteidigen. Ein EU-Parlamentarier unterbreitet dazu einen konkreten Vorschlag.
Die Lieferschwierigkeiten der Konservativen sind mit Händen zu greifen. Das ist Balsam für die linke Seele. Doch für Häme gibt es keinen Anlass. Denn sie müssen die liberale Demokratie retten. Ein Gastbeitrag.
Cancel-Gegner aufgepasst: Zukünftig sollen automatisierte Systeme Stimmen im realen Raum zum Schweigen bringen.
Angriffe auf die Freiheit von Forschung und Lehre kommen sowohl von rechts als auch von links. Die liberale und demokratische Mitte muss den Kampf dagegen aufnehmen. Ein Gastbeitrag der Bundesforschungsministerin.
Im Münchner „Polizeiruf 110“ hat Johanna Wokalek als neue Kommissarin einen undankbaren ersten Auftritt. Das Drehbuch schickt sie und ihr Team einmal nach Wokistan und zurück. Das geht mächtig schief.
Das sagten Vertraute der Politikerin laut einem Medienbericht. Sahra Wagenknecht hat anscheinend schon vier Kernelemente dieser Partei gefunden – und spricht von der „irren Politik der Ampel“, die beendet werden müsse.
Patienten-Bashing +++ Männer und Frauen in Russland +++ Gespräch mit Julian Nida-Rümelin +++ Interview mit Christoph Ahlhaus
Wenn er das geahnt hätte: Die Kulturindustrie durchdringt die Gesellschaft wie nie zuvor. Und eine Identitätspolitik greift um sich, die Menschengruppen isoliert. Adorno hätte das jedenfalls nicht behagt.
Erst war er isoliert, jetzt gilt der Autor des ressentimentgeladenen Skandal-Buches „Il mondo al contrario“ als Held: Italiens Rechte buhlt um die Gunst des Generals Vannacci.
Diesmal sind es nicht die woken Morallinken, sondern die erzkonservativen Republikaner: In Florida sollen Shakespeares Werke nur noch in sexfreien Auszügen gelesen werden.
Der Philosoph Julian Nida-Rümelin beschäftigt sich in seinem neuen Buch mit Cancel Culture. Ist sie das „Ende der Aufklärung“? Ein Gespräch über Demokratie, Toleranz, die Rolle der Medien und Künstliche Intelligenz.
Beim Bürgerdialog des Bundeskanzlers in Thüringen kommt vor allem Soziales zur Sprache. Scholz antwortet wie gewohnt nüchtern und oft mit Detailkenntnis, aber ohne große Emotionen. Ein ums andere Mal wird er aber auch deutlich.
Auf der Straße, am Grill und nun auch im Hamburger Ohnsorg-Mundarttheater – Traditionalisten und Modernisten ringen heute auf vielen Schauplätzen. Die Frage ist nur, wer in diesen Auseinandersetzungen wer ist.
Meine Großcousine zog mit 18 Jahren aus unserem norddeutschen Dorf nach Manhattan. Jetzt lebt sie in einem unbezahlbaren Pflegeheim in New York. Eine Reise in die amerikanische Realität und ihre Vergangenheiten.
Erst war die rechtspopulistische Vox-Partei die Drohkulisse des Wahlkampfs, dann besorgte Parteichef Abascal die Selbstdemontage: Spanien hat sich für die Mitte entschieden.
Die Influencerin Leonie Plaar behauptet, die Unschuldsvermutung sei „nur ein juristischer Begriff“, während die Politikwissenschaftlerin Düzen Tekkal darauf beharrt, dass Sprache und Lebenswirklichkeit zwei Paar Schuhe sind.
Ulrike Sterblichs Roman „Drifter“ karikiert eine wildgewordene Kultur- und Medienszene. Und setzt ihr ein kindlich-optimistisches Gedankenspiel von der Freundschaft fürs Leben entgegen.
An britischen Universitäten herrscht eine fatale Mischung aus Kundendenken, bürokratischen Auswüchsen und ideologischer Gängelung. Deshalb habe ich mich entschieden, meine Professur aufzugeben. Ein Gastbeitrag.
In Würzburg sollte es einen wissenschaftlichen Vortrag zur Transsexualität geben, doch er fand nur noch in kleinstem Rahmen statt. Ein Gastbeitrag zur überschaubaren Diskursfreudigkeit einer Universität.
Die Kabarettistin Christine Prayon ist eine reflektierte Zeitgenossin. Doch bei ihrer Kritik an der „heute-show“ triggert sie leider den Applaus von den falschen Leuten mit herbei.
Die Pianistinnen Danae und und Kiveli Dörken veröffentlichen Ende August ihr neues Album „Apollo & Dionysus“. Wir haben ihnen vier Fragen gestellt.
Der Haushaltsstreit der Ampelkoalition spitzt sich weiter zu, und in Frankreich mobilisiert die Polizei wegen der eskalierenden Proteste 40.000 Einsatzkräfte. Und zum 1. Juli stehen einige Änderungen an. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.