Überall den Grundrechten verpflichtet
Die Richter gestehen dem Bundesnachrichtendient durchaus Durchgriffsrechte zu, aber eine „pauschale und globale“ Überwachung untersagen sie – und fordern eine stärkere Kontrolle.
Die Richter gestehen dem Bundesnachrichtendient durchaus Durchgriffsrechte zu, aber eine „pauschale und globale“ Überwachung untersagen sie – und fordern eine stärkere Kontrolle.
Der als Doping-Betrüger überführte ehemalige Radsport-Star Lance Armstrong hat schon in jungen Jahren gedopt und nicht erst auf dem Höhepunkt seiner Karriere mit den sieben später aberkannten Tour-Siegen.
An diesem Dienstag entscheidet das Bundesverfassungsgericht, wozu der Bundesnachrichtendienst gegenüber Ausländern verpflichtet ist. Es ist das letzte Urteil unter Federführung eines Richters – über dessen Nachfolge längst Streit ausgebrochen ist.
Sein „Stellvertreter“ löste den größten Theaterskandal der Nachkriegszeit aus. Er blieb kritisch gegenüber etablierten Autoritäten, spöttisch und jederzeit kampagnenbereit. Zum Tod des Dramatikers und literarischen Provokateurs Rolf Hochhuth.
Die Einschränkungen der Grundrechte im Zuge der Corona-Maßnahmen sind legitim, sagt der hessische Datenschutzbeauftragte. Dennoch macht er auf unerlaubte Praktiken im Internet aufmerksam.
Zwischen Klopstock und Cloudrap: Beim Blick in die Geschichte des literarischen Vortragens kann man immer wieder streiten, was Kunst ist und was nicht. Eine ihrer zentralen Fragen lautet: Wie hältst Du’s mit dem Pathos?
Rom ist eingeknickt: Künftig können die Regionen selbst entscheiden, welche Lockerungen sie einführen. Ausschlaggebend dürfte auch Südtirol gewesen sein.
Kriminelle auf der ganzen Welt könnten sich die Entwicklung eines wirksamen Coronavirus-Medikaments zunutze machen, glaubt Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock. Er befürchtet „eine globale Welle“ gefälschter medizinischer Produkte.
Das Kriegsgedenken in Russland war immer eine staatliche Inszenierung. Aber es war stets auch sehr viel mehr. Wie sich die Bedeutung des 9. Mai 1945 über die Jahrzehnte gewandelt hat. Ein Essay.
Die Idee des Bundes für Urlaubsgutscheine steckt in der Sackgasse. Das Angebot, bereits gebuchte Reisen gegen eine Gutschrift einzutauschen, lehnt die Mehrzahl der Kunden ab. Die Urlaubsvermittler stellen die Gepflogenheiten der Reisebranche in Frage.
Hotels und Gaststätten hoffen auf baldige Öffnung. In Schleswig-Holstein haben sie konkrete Vorschläge dafür: Mehr Abstand, weniger Strandkörbe und ohne Selbstbedienung, Stammtische oder Salzstreuer.
Statistisch gesehen hatten die Menschen noch nie so wenig Sex wie heute. Trotz Tinder und unverklemmteren Einstellungen. Was ist da los?
Die weltweite Verbreitung von Covid-19 führt uns die Konsequenzen unserer Lebensweise vor Augen. Im Virus begegnen wir unserem Selbst und unserer Beziehung zur Natur. Aus den Fehlern sollten wir lernen.
Aufgrund des hohen Bestellaufkommens in den vergangenen Wochen hat der Online-Händler sein Wachstum erheblich beschleunigt. Aber er rechnet auch mit zusätzlichen Kosten in Milliardenhöhe.
Ob Schüler zu Hause neues Wissen erwerben und ob sie üben und wiederholen, liegt nicht nur an ihnen – sondern auch an den Eltern. Daraus gilt es Schlüsse für die Schulöffnungen zu ziehen. Ein Gastbeitrag.
Auf die Einschränkung des Alltags im Kampf gegen die Pandemie reagieren viele Menschen mit übertriebener sozialer Kontrolle. Dagegen hilft nur eines: Anstand.
Der renommierte Komponist Georg Friedrich Haas und seine Frau leben in einer BDSM-Beziehung. Wie das im Alltag aussieht, zeigt der Dokumentarfilm „The Artist & the Pervert“, der nun als Video on Demand zu sehen ist.
Der Verzehr von wildlebenden Tieren hat seit dem Beginn der Corona-Krise in China einen schlechten Ruf. Jetzt verbietet die erste Stadt den Handel mit Hundefleisch. Was ist dran an der aufwallenden Kritik?
Die erste Woche Online-Semester ist vorüber. Wie haben sich die Dozenten geschlagen? Der Frankfurter Medienwissenschaftler Rembert Hüser blickt im Interview auf das Treiben in den neuen virtuellen Lehrräumen.
Wenn die Noten der Kinder nicht passen, geraten Lehrer oft unter den massiven Druck der Eltern. Weiß die Schulforschung Rat, um der Problematik entgegenzuwirken?
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG will ihre Ergebnisse am kommenden Montag übermitteln. Bisher gebe es jedoch keine Belege für die Vorwürfe der Bilanzmanipulation.
Bewährungsprobe zum hundertsten Geburtstag: Die Schule Schloss Salem würde in diesen Tagen ihr Jubiläum begehen, doch wegen des Virus können viele Schüler nicht mal anreisen.
Vereinsamung, Gewalt, Schulden: Die Pandemie fordert uns heraus, schafft aber keine Zwangslagen. Es gibt Möglichkeiten, die Grenzsituation zu bewältigen. Ein Gastbeitrag.
Experten sind sich einig, dass Afrika noch eine Katastrophe durch das Coronavirus bevorsteht. Nun appellieren afrikanische Intellektuelle an ihre Staaten: Sie wollen die Krise als Chance begreifen.
Wie sollen Grundschüler in der Pause Abstand zu einander halten? Und wer sorgt für Seife und Desinfektionsmittel? Nach dem Beschluss von Bund und Länder rätseln Lehrer, wie die Schulöffnung funktionieren soll.
Ist die Gesellschaft nur eine begriffliche Schimäre ohne Realitätsgehalt? Die Soziologie beschäftigt sich neuerdings verstärkt mit dem Zerfall von Kollektiven und Kollektivbegriffen.
In der Corona-Pandemie zeigt sich die ungeheure Bedeutsamkeit des Individuums in der modernen Gesellschaft. Was passiert, wenn alle ihre Funktionssysteme zeitweilig nur einem einzigen Gebot folgen? Ein Gastbeitrag.
Ausländische Banken benötigen kurzfristig Zugang zum Dollar. Amerikas Währungshüter stellen die Währung bereit – und stabilisieren so heimische Märkte.
Ohne Schlangen droht die Rattenplage. Wer aber im afrikanischen Königreich Eswatini, ehemals Swasiland, gebissen wird, muss um sein Leben bangen. Eine Frau will das nicht hinnehmen – und kämpft mit Haken und Zange.
Der Historiker Kyle Harper bettet die Krisen der Spätantike, den Klimawandel und drei Pandemien in ein großes Panorama ein. Die neuere naturwissenschaftliche Forschung spielt dabei eine besondere Rolle.
Dass sich Föderalismus nicht durch Zentralismus retten lässt, ist eine Abi-Aufgabe leichter Art. Warum tun sich die Kommentatoren der deutschen Bildungslandschaft so schwer mit dieser Einsicht?
Wie weit kann der Altruismus in Zeiten von Corona führen? Der Appell an die intuitive Solidarität kann nicht nur nicht weiter, sondern auch in die Irre führen.
Die Kritiker des Bildungs-Föderalismus vergessen, dass die Abiturnote bei der Studienaufnahme keine allzu große Rolle spielen sollte. Landesbezogene Diversität lässt sich nicht durch ein Dekret beseitigen. Ein Gastbeitrag.
Die Corona-Krise sorgt auch für eine höhere Nachfrage nach Bargeld. Die Bundesbank befürchtet keine Engpässe. Und eine Quarantäne für Geldscheine halten Mediziner für „Unsinn“.
In den „Volksrepubliken“ in der Ostukraine werden Gefangene gefoltert. Viele Opfer müssen Stromstöße und Scheinhinrichtungen über sich ergehen lassen. Meist geht es darum, Geständnisse zu erpressen.
Schlicht, schön und ergreifend: Lars Ulrik Mortensen und Jetske Mijnssen machen aus Monteverdis „L’Orfeo“ eindringliches Musiktheater von europäischem Rang