Knacker im Kleiderschrank
Wirre Welt, alter Geist: Robert Walser wird am Wiener Burgtheater von Barbara Frey als Bühnenautor wiederentdeckt. Ein Abend, der gemischte Gefühle hinterlässt.
Die Burgtheater-Premiere von „Wir sind noch einmal davongekommen“ ist eine herbe Enttäuschung. Stefan Bachmanns Inszenierung bleibt trotz Starensemble und monumentalem Bühnenbild eine leere Hoffnung.
Wirre Welt, alter Geist: Robert Walser wird am Wiener Burgtheater von Barbara Frey als Bühnenautor wiederentdeckt. Ein Abend, der gemischte Gefühle hinterlässt.
Simon Stones Ibsen-Adaption „Das Ferienhaus“ am Wiener Burgtheater zeigt eine zerstörerische Familiengeschichte und ein Haus der klassischen Moderne als Schlachtfeld. Ein herausragendes Schauspiel.
Das Wiener Burgtheater und das Akademietheater bieten radikalkomödiantische Abende von Thomas Bernhard und Werner Schwab. Mit Verweis auf das nationalsozialistische Erbe Österreichs.
Das Schauspiel Frankfurt eröffnet mit „Sanatorium zur Gänsehaut“. Regisseur Jan Bosse über das Auftragswerk von Ferdinand Schmalz, politisches Theater und seinen Blick als Zuschauer.
Er gehörte zu den rebellischen Regisseuren von 1968, leitete das Wiener Burgtheater ebenso wie das Berliner Ensemble und sorgte für zahlreiche Skandale: zum Tod des legendären Claus Peymann.
Der Wiener „Tatort“ fährt groß auf. Vor der Hofburg liefern sich Extremisten von links und rechts Schlachten mit der Polizei, es gibt einen Toten. Um die Demokratie zu retten, braucht es das geniale Kommissarsduo Fellner und Eisner.
Vierzig Jahre lang war das Stück „Burgtheater“ von Elfriede Jelinek, in dem es um die Nazivergangenheit österreichischer Großschauspieler geht, gesperrt. Jetzt wird es wieder aufgeführt. Mavie Hörbiger spielt darin eine an ihren Großvater angelehnte Rolle.
In Mainz wird ein erster Einblick in die Tagebücher von Elias Canetti gewährt, die der Literaturnobelpreisträger für dreißig Jahre hatte sperren lassen. Das ist literarisch spektakulär und moralisch zum Teil ernüchternd.
Ayad Akhtars „Der Fall McNeal“ feiert Premiere am Wiener Burgtheater. Jacob McNeal kämpft mit Alkoholproblemen und dunklen Geheimnissen. Ein Kammerspiel mit doppeltem Boden.
Sich ständig im Kreis drehende Kommunikation ohne doppelten Boden: Am Wiener Burgtheater inszeniert Barbara Frey Molières „Tartuffe“ als traurige Komödie im Regen.
Entgegen aller dunklen Befürchtungen: Der Markt für Alte Meister hat in London nichts von seinem Glanz verloren. Am hellsten strahlte bei den Auktionen im Dezember ein Werk Botticellis.
Philipp Stölzl inszeniert Ferenc Molnárs Stück „Liliom“ an der Burg: Stefanie Reinsperger brilliert in der Titelrolle, Maresi Riegner als Julie.
Kein Schuss zum Schluss: Martin Kušej inszeniert zum Ausstand „Orpheus steigt herab“ von Tennessee Williams an seinem Wiener Burgtheater. Ein ziemlich laues Unterfangen.
Am Wiener Burgtheater inszeniert Jan Bosse „Hildensaga. Ein Königinnendrama“ von Ferdinand Schmalz.
Revolution? Gern, aber wozu? Freiheit? Ja, aber wovon? Johan Simons inszeniert „Dantons Tod“ am Wiener Burgtheater und wagt einiges mit seiner radikalen Interpretation.
Ein Spiel der selbstgerechten Propheten: Martin Kušej, der scheidende Intendant des Wiener Burgtheaters, inszeniert zum Abschied Molières „Der Menschenfeind“.
Ein deftiges Spektakel, die volle Dröhnung an Deklamation: Philipp Hochmair liest Stifters „Hagestolz“ und wird dabei begleitet von der Elektrohand Gottes.
Die Nachricht klang unglaublich und sorgte für Entsetzen: Der bekannte Theater- und Filmschauspieler Florian Teichtmeister besaß Unmengen von Kinderpornographie. Jetzt kam es in Wien zum Prozess.
Er ist als Hamlet oder Wallenstein so gut besetzt wie als Schurke in einem James-Bond-Film. Dem erstaunlichen Schauspieler Klaus Maria Brandauer zum 80. Geburtstag.
Christian Krachts Roman „Eurotrash“ bekommt in der Produktion des Wiener Burgtheaters bei den Maifestspielen im Staatstheater Wiesbaden viel Tragikomik.
Von Peter Stein bis Til Schweiger: Zum Tod des wunderbaren Wandelschauspielers und späten internationalen Filmstars Peter Simonischek
Der späte Ruhm kam durch den Film: Auf dem weiten Feld bundesrepublikanischer Theatergeschichte nahm Peter Simonischek eine zentrale Stellung ein. Nun ist er im Alter von 76 Jahren gestorben.
Zu schwer füreinander: Mateja Koležnik inszeniert Horvaths „Kasimir und Karoline“ am Wiener Burgtheater. Kein schlechter Abend, aber statt ums Gemüt geht es ihm vor allem um Stimmung.
Im Stil-Fragebogen verrät „Der Schwarm“-Schauspieler Oliver Masucci, was Roman Polanski ihm über Mittagspausen beigebracht hat, was das Gemeine am Bekanntsein ist, und wen er schon immer mal live hören wollte.
Das Hessische Staatstheater hält an dem Auftritt der Opersängerin Netrebko zu den Maifestspielen fest. Der Intendant spricht von „Moralhysterie“. Wegen der Russin haben ukrainische Musiker abgesagt.
Wie man den Täter zum Opfer macht: Vor neunzig Jahren erschütterte der Fall des pädophilen Schauspielers Alfred Lohner das Wiener Burgtheater – aber nur kurz.
Feminismus als letztes Bollwerk gegen die Cancel-Welle: Der österreichische Verband Filmregie Österreich versucht in einem offenen Brief mit einer waghalsigen feministischen Finte den „Sisi“-Film gegen seinen zu Recht geächteten Protagonisten in Stellung zu bringen.
Nicht der ganz große Name, aber ein solider Mann mit Vorliebe fürs Abseitige und Vergessene: Stefan Bachmann wird zur Spielzeit 2024/25 Intendant des Wiener Burgtheaters.
Überall schwere Ausdrucksnot: Am Wiener Burgtheater vereinigt der belgische Regisseur Ivo van Hove zwei Seelennotdramen von Marieluise Fleißer.
Kassandra und ihre Schicksalsgefährtinnen: Die australische Regisseurin Adena Jacobs erkundet das Unglück der „Troerinnen“ am Wiener Burgtheater.
Ein Shakespeare-Klassiker hängt in der Luft und ein Debüt rührt zu Tränen: Das Wiener Burgtheater zeigt eine besinnungslose Inszenierung von "Der Sturm" und das berührende Jugendwerk "Adern"
Sie war komisch, derb, zart, und nie hätte man eine ihrer Frauenfiguren zu unterschätzen gewagt: Jetzt ist die Schauspielerin Gertraud Jesserer auf tragische Weise ums Leben gekommen.
Johan Simons inszeniert Ödön von Horváths „Geschichten aus dem Wiener Wald“ am Wiener Burgtheater radikal zeitgenössisch als wutbürgerliche Farce.
Am Wiener Burgtheater hat man die vergessene russische Politkomödie „Der Selbstmörder“ wieder ausgegraben. Das Stück wurde leider verblödelt.
Revue der nackten Männer: Bei den Salzburger Festspielen zeigt Martin Kušej eine einfallsarme Inszenierung von Schillers „Maria Stuart“.
Schauspieler war er selbst nur wenige Jahre. Zehn Jahre lang leitete der das Wiener Burgtheater, seit Sommer 2008 die Münchner Staatsoper. Zum Siebzigsten des Intendanten Nikolaus Bachler.