Wie gut, dass es Mephisto gibt
Noch zu Goethes Lebzeiten schrieb Louise Bertin 1831 die erste „Faust“-Oper der Welt. Jetzt zeigt das Aalto-Theater Essen das Stück nach knapp zweihundert Jahren erstmals szenisch.
Noch zu Goethes Lebzeiten schrieb Louise Bertin 1831 die erste „Faust“-Oper der Welt. Jetzt zeigt das Aalto-Theater Essen das Stück nach knapp zweihundert Jahren erstmals szenisch.
Ihre Karriere als Schauspielerin hat gerade erst begonnen, schon ist sie für den Oscar nominiert: Da’Vine Joy Randolph spricht im Interview über den Film „The Holdovers“ und welche Tricks sie bei der Schnäppchenjagd auf Mode anwandte.
Die weltgrößte Kinokette AMC kämpft mit schwindenden Besucherzahlen. Der Aktienkurs des einstigen „Meme“-Stocks ist so niedrig wie selten zuvor.
Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer gab dem Mossad die entscheidenden Hinweise auf den Aufenthaltsort des NS-Völkermörders Adolf Eichmann. Der naziverseuchten deutschen Justiz hatte Bauer nicht getraut und sich an die israelischen Behörden gewandt.
Momentan gehen im ganzen Land Menschen gegen die AfD auf die Straße. Zwei Teilnehmerinnen berichten, wie sie die Kundgebungen in Chemnitz und Frankfurt erlebt haben.
Noch einmal Sonneberg: Tankred Dorsts Theaterstück „Die Villa“ aus dem Jahr 1980 warf einen Blick auf die Stadt, der Aufschlüsse zum heutigen Erfolg der AfD gibt.
Mehr als 22.000 Jugendliche besuchen jährlich das English Theatre Frankfurt, das manche Stücke auch ausschließlich für Schulen entwickelt. Dazu zählt das Werk „Kindertransport“, das nun öffentlich zu sehen ist.
In der neuen Folge seiner FAS-Kolumne „ Kunst der Woche“ schreibt Niklas Maak über die Tänzerin und Bürgerrechtlerin Josephine Baker, der jetzt eine Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie Berlin gewidmet ist.
Paul Giamatti, 56, spielt oft Charaktere, mit denen das Leben es nicht ganz so gut meint. So auch in der Komödie „The Holdovers“, für die er für den Oscar nominiert wurde. Sein Traum gilt aber einer ganz speziellen Rolle.
Er hat bei Peymann angefangen, mit Stein die Schaubühne in Berlin eröffnet und später Hans Henny Jahnn entdeckt. Vor allem aber war er ein wegweisender Intendant des Bochumer Theaters: Zum Tod von Frank-Patrick Steckel.
Verwechslungen sind selten schön. Diese dürfte aber besonders geschmerzt haben: So erhielt Tom Hollander mal eine Überweisung in Millionenhöhe – die aber gar nicht für ihn, sondern für seinen Kollegen Tom Holland gedacht war.
Er war erst eine Stein-Stütze an der Schaubühne und ging dann über Bremen nach Bochum: Zum Tod des Regisseurs und Shakespeare-Übersetzers Frank-Patrick Steckel.
Gerade ist Juliane Köhler in der Serie „Haus aus Glas“ zu sehen. Im Stilfragebogen verrät die Schauspielerin, in welchem Land sie gerne leben würde und was nie in ihrem Kühlschrank fehlt.
Die Zahlen des Branchenverbands BEVH zeigten für 2023 ein düsteres Bild. Der Umsatz ging erstmals zweistellig zurück. Doch es besteht Hoffnung für das laufende Jahr.
Wie kreativ sind Chatbots? Und wie unterhält man sich mit einer Maschine? In „Experiment: Aurora. Mit ChatGPT bis zur Morgenröte“ zeigen die Landungsbrücken in Frankfurt, wie das Theater mit Künstlicher Intelligenz umgehen kann.
Stummes Nachspiel: Lucia Bihler adaptiert „Die Verwandlung“ am Wiener Akademietheater als akrobatisches, aber ziemlich eintöniges Stummspiel. Ein Abend für eingefleischte Kafka-Verehrer.
Müssen wir uns für unsere Kunst schämen angesichts des Elends in Afrika? Milo Rau jedenfalls unterwirft die Oper „Justice“ von Hèctor Parra in Genf einer Ästhetik der Agitation.
Spontaner Spielplanwechsel: Um mit dem Trauma des 7. Oktober umzugehen, probt das Staatstheater Chaya Czernowins Oper „Pnima“. Karsten Wiegand und Wen Hui suchen neue Bilder.
Die beiden Publikumslieblinge Manuel Rubey und Simon Schwarz spielen zum ersten Mal gemeinsam auf einer Bühne – und das Wiener Publikum ist zu Recht entzückt.
In Folge 286 sprechen wir mit dem Staatsrechtler Kyrill-Alexander Schwarz über die Karlsruher Entscheidung zur Finanzierung der NPD-Nachfolgepartei. Wir fragen ihn auch, was sich daraus für Bestrebungen ergibt, juristisch gegen die AfD vorzugehen.
Das Gastspiel „Voodoo Waltz“ aus Bochum paart Schauspiel mit Tanz und bringt eine etwas verrückte Geschichte auf die Bühne.
Von verkannten Autoren und unglaubwürdigen Gleichstellungsbeauftragten: Nis-Momme Stockmanns „Das Portal“ ist eine Persiflage auf den Theaterbetrieb und wird in der Regie von Herbert Fritsch in Stuttgart uraufgeführt.
Die Azoren im Winter, das heißt viel Regen und wenig Touristen. Aber es ist die beste Zeit für Vulkanstrände, Kraterrand-Wanderungen und frittierte Moränen auf Faial.
Auf dem Gelände von protagon ist die Winterwerft eine Plattform für Tanz, Theater und Musik. An den Wochenenden gibt es Vorführungen für die Öffentlichkeit.
Das Hessische Staatstheater Wiesbaden muss nach dem unrühmlichen Ende der Intendanz Laufenberg mit Takt und Tatkraft geheilt werden. Er ist aber nicht allein an seinem Abgang schuld.
Eine ganze Region wird zur Kulturhauptstadt Europas: Das Salzkammergut eröffnet sein Festival in Bad Ischl und trotzt der gesellschaftlichen Kälte mit viel subversivem Humor.
Von einem, der auszog, um Politiker zu werden: Das Gerhart-Hauptmann-Theater zeigt zum Auftakt des Wahljahres „Das beispielhafte Leben des Samuel W.“ von Lukas Rietzschel als Uraufführung in Zittau.
Der vor einem Jahr verstorbene Theaterintendant Jürgen Flimm denkt in seinen nicht vollendeten Memoiren über Triumphe, Erfolgsdruck und üble Seilschaften nach.
Wer deutschen Kunstinstitutionen McCarhty-Methoden unterstellt, schaut nicht wirklich hin. Die Kunstorte selber müssen das aber tun.
Kaum im Amt, hat der neue hessische Kunstminister Timon Gremmels schon ein Zeichen gesetzt: Mit sofortiger Wirkung verlässt der umstrittene Intendant Laufenberg das Wiesbadener Staatstheater.
Sie kommt aus einer Region, in der alle Träume bluten und man darüber lächeln kann, in Wahn- und Wahrsinnswelten ist sie zu Hause: der Schauspielerin Angela Winkler zum Achtzigsten.
Schon jetzt an den Sommer denken: Es lohnt sich, bereits im Winter die Open-Air-Saison zu planen. Sonst sind die besten Karten weg.
Sie sucht Zärtlichkeit und bekommt Übergriffe: Regisseurin Sapir Heller verschiebt die Schwerpunkte für Bölls „Katharina Blum“.
Hier wird erläutert und musiziert: Das Heidelberger Streichquartettfest widmet sich Johannes Brahms.
Messi, Haaland, Mbappé? Das ist natürlich eine fiese Frage. Ist wie im Tennis: Federer, Nadal, Djokovic? Da geht's auch um nationale Eitelkeiten. Am Ende hilft nur Ronaldo mit seiner Antwort. Eine Glosse.
Thrillerstar Sebastian Fitzek hat dreizehn Millionen Bücher verkauft. Er bietet jetzt im Internet Schreibkurse an. Für 99 Euro. Was lernt man da? Zum Beispiel, nicht zu viel zu früh zu verraten. Ein Selbstversuch.