Judith, küss mich, frag nicht!
Mutig, bewundernswert, groß: Das Theater Osnabrück kombiniert die Opern „Ohne Blut“ von Péter Eötvös und „Herzog Blaubarts Burg“ von Béla Bartók.
Mutig, bewundernswert, groß: Das Theater Osnabrück kombiniert die Opern „Ohne Blut“ von Péter Eötvös und „Herzog Blaubarts Burg“ von Béla Bartók.
Unter Dollfuß und Schuschnigg: Ein Autorentrio legt eine Kulturgeschichte des österreichischen Ständestaats 1934 bis 1938 vor.
Jedes Jahr Zittern: Leuchtturmkunst haben Politiker gerne. Auch in Frankfurt aber braucht die Kultur Verlässlichkeit.
Der Frankfurter Schüler Lucas Herzog ist erst 13 Jahre alt, hat aber schon viele Rollen gespielt. Jetzt hat er mit Uschi Glas in Frankfurt Kinopremiere gefeiert.
Antonio Pappano übernimmt die Leitung des London Symphony Orchestra von Sir Simon Rattle. Die Kulturpolitik heutiger Mittdreißiger sieht er als Gefahr für das Musikleben Großbritanniens an.
Sie haben keine Allüren und keine Scheu vor Widersprüchen: Das macht die Kunst der Performer aus Sheffield so groß. Zu sehen jetzt im Frankfurter Mousonturm.
Vielleicht ist ja sogar das Liebesunglück das wahre Glück: Jan Friedrich hat sich Gedanken zu Shakespeare gemacht: Ein lustiger und ernüchternder Abend.
Lilja Rupprecht inszeniert in Frankfurt Fassbinders „Die Ehe der Maria Braun“. Hält der Filmstoff über die Jahre zwischen 1943 und 1954 einer Bühnenadaption stand?
Lolek und Bolek sind die berühmtesten Trickfilmcharaktere Polens: Ein Besuch in ihrer Heimat in Bielsko-Biała.
Die Verehrung der Götter unterlag im römischen Nida strengen Regeln. Ein sogenanntes Lackprofil aus dem zentralen Heiligtum der antiken Stadt erinnert an die Geschichte des Ortes.
Nach der Formel 1, Fußball, Golf und Tennis greift Saudi-Arabien nun nach dem Reitsport. Geld ist genug vorhanden, um ein Event aus dem Boden zu stampfen – das Wissen wird aus Europa importiert.
Erinnern, Wiederholen und Wegarbeiten: Tatjana Gürbaca inszeniert „Jenůfa“ von Leoš Janáček am Theater Duisburg als Einheitswerk aus Rhythmus und Ausdruck.
Sie kennen sich seit der Kindheit und arbeiten jetzt wieder zusammen: Regisseurin Lilja Rupprecht und Schauspielerin Manja Kuhl wirken beide an der Frankfurter Inszenierung des Fassbinder-Stücks „Die Ehe der Maria Braun“.
Positive Zwischenbilanz, ein erfolgreiches neues Kombiticket und große Pläne mit Erstaufführungen und zeitgenössischem Theater: Das Staatstheater Mainz stellt die Saison vor.
Der junge Regisseur Ersan Mondtag ist mit Abstand der im Betrieb beliebteste Theatermann. Jetzt hat er auch noch den Deutschen Pavillon auf der gerade eröffneten Kunstbiennale mitgestaltet.
Viele Theater leiden nach der Pandemie unter Besuchermangel. Nun schlägt der Betreiber des Frankfurter Stalburg Theaters Alarm: Ihm geht das Geld aus.
Nicht nur ein Thema der Vergangenheit: Eine Studie über „Machtmissbrauch, Diskriminierung und sexualisierte Gewalt“ kommt zu überraschenden Ergebnissen.
Das Antiken-Projekt am Hamburger Schauspielhaus ist ein euphorisierendes Erlebnis. Herausragende Schauspieler ziehen das Publikum in einen trancehaften Bann.
Das Gretchen sei ihm wie auf den Leib geschrieben, behauptet Philipp Mosetter. Alle anderen Rollen verkörpert Michael Quast – seit 25 Jahren. Das wird jetzt gefeiert.
Ein Überblick über die kommenden Veranstaltungen
Die Verleihung der britischen Olivier Awards zeigt: Das Londoner West End holt sich Fernsehstars auf die Bühne und bewahrt dabei doch Weltklasse.
Die Entwürfe für Herbst und Winter sind unglaublich vielseitig. Auf den Hinterbühnen wird frisiert, improvisiert und experimentiert, vorne bieten die Mailänder Designer großes Theater. Eindrücke von vier Tagen Milano Moda Donna.
Helen Mirren ist gleich zweimal im Kino zu sehen, gerade läuft „White Bird“ über das Schicksal einer Jüdin im Zweiten Weltkrieg. Die Schauspielerin über Lektionen aus der Vergangenheit und die Schönheit junger Körper.
Die Kunstsammlung Bemberg in Toulouse vereint Meisterwerke europäischer Malerei von Lukas Cranach bis Pierre Bonnard. Nach der Sanierung erstrahlt sie in neuem Glanz.
An Universitäten geht es um Erkenntnisgewinn und nicht um einen Meinungswettstreit. Urteilskraft auf der Grundlage von Sach- und Fachkenntnis ist gefragt.
Auf dem Liebesmarkt der Politik: Viktor Jerofejew hat aus seinem Putin-Roman „Der große Gopnik“ ein Drama gemacht, das ein Psychogramm von Diktatoren und die Schwäche von Liberalen vergegenwärtigt.
Als erstes Stück in der Interims-Spielstätte am Zoo zeigt das English Theatre die Komödie „Sylvia“ von A.R. Gurney – und begeistert das Publikum am neuen Ort.
Die britische Theatergruppe Forced Entertainment wurde vor 40 Jahren gegründet, dem Mousonturm in Frankfurt hält sie seit fast drei Jahrzehnten die Treue. Nun zeigt sie dort ihr neues Stück.
Der politische Aktivist Ernst Toller könnte nicht aktueller sein: Jetzt erscheint seine Autobiographie „Eine Jugend in Deutschland“ als Neuausgabe.
Er war einer der wichtigsten deutschen Sprecher: Der Schauspieler und Synchron-Star Eckart Dux ist tot. Seinen wohl meistgesprochenen Satz „Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert“ haben Millionen Zuschauer noch im Ohr.
Wolf Schmidt hat 1949 mit den „Hesselbachs“ eine hessische Legende begründet. Pionierin Gaby Reichardt und der heutige Interpret Jo van Nelsen über Rollen, Stimmen und die Sogkraft von „Mamma“ und „Babba“.
Elisabeth und Sergio Pax sind Eltern von Vierlingen. Die ersten zwei Jahre haben sie schon gemeistert. Wie sie ihren Alltag bewältigen? Indem sie sich gegenseitig ihre Freiräume zugestehen.
Die Normalität ist längst wieder da. Nur ein paar abgelatschte Pfeile erinnern noch an Corona. Wäre schön, zumindest Fußgänger würden sie ernst nehmen.
Der Palazzetto Bru Zane in Venedig bringt als Forschungsinstitut und Veranstalter die Musik der französischen Romantik in unser Konzertleben. In diesem Jahr wird Gabriel Fauré gewürdigt.
Gefeiert, verfemt, vergessen: Der Komponist und Dirigent Alexander Zemlinsky prägte von 1911 bis 1927 das Neue Deutsche Theater in Prag. „Musica non grata“ macht dieses deutsch-jüdische Leben in Tschechien neu bewusst.
Kuscheltier, Comicheft, Legostein: Kinder aus Grundschulen in Mainz haben mit Londoner Künstlern ihre eigene Ausstellung kuratiert. Sie zeigen, was ihnen wichtig ist.