Sie suchte das rechte, das milde Licht
Die Schriftstellerin Hilde Spiel suchte ihren Ort zeitlebens zwischen ihrer Wiener Heimat und dem britischen Asyl. Heute wäre sie hundert geworden.
Die Schriftstellerin Hilde Spiel suchte ihren Ort zeitlebens zwischen ihrer Wiener Heimat und dem britischen Asyl. Heute wäre sie hundert geworden.
Vor drei Jahren ging Island fast pleite. Heute steht die Insel relativ gut da. Wie ist das bloß gelungen?
Film, Theater, Wirklichkeit? „Tot im Orient-Express“ führt am Staatstheater Mainz temporeich und komisch vor, was die Bühne kann.
Der große Schauspieler Heinz Bennent war ein Zeitloser und faszinierend Unantastbarer. Bühnenmoden widerstand er leichthin. Im Alter von 90 Jahren ist er nun gestorben.
Kein Gestern, kein Morgen, keine Wünsche, keine Schmerzen: Eine Fahrt mit der Queen Mary 2 nach New York lässt einen das Geschnatter der Dingwelt vergessen.
Die Trainersuche ging mal wieder schief beim HSV. Nun mimt Sportdirektor Frank Arnesen auch noch den Trainer. In der öffentlichen Wahrnehmung sind die Hamburger längst die Deppen von der Elbe.
Schlag nach bei Sophokles und Euripides: In Wiesbaden sterben sämtliche Atriden auf einmal.
Er aber ist der verrückteste: Ein König, auch wenn er keine Krone auf dem Kopf, ein Dämon, auch wenn er Vernunft im Kopf hat.
Sie war die Verführerin in „Chocolat“ und die Pflegerin des „Englischen Patienten“: Schauspielerin Juliette Binoche spricht über das Leben, die Liebe und das Spiel.
Mit dem „One Times Square“ steht eines der berühmtesten Hochhäuser in New York nahezu leer. Ein deutscher Immobilienfonds kassiert dennoch hohe Mieten.
Er trägt eine Armbanduhr, schaut aber während unseres Gesprächs nicht ein einziges Mal darauf. Ulrich Raulff, Direktor auf der Marbacher Schillerhöhe, misst den Pulsschlag der deutschen Literaturgeschichte nicht mit dem Sekundenzeiger.
Zeichenschleicher: Martin Kusej eröffnet seine Münchner Residenz-Theater-Intendanz mit Schnitzlers „Weitem Land“ - einem hysterisch bejubelten Flop.
Isländische Dichter tragen widerwillig ihre Sagas weiter und Eugen Ruge erfasst die so fremd-nahe Welt der DDR: ein Blick auf die literarischen Veröffentlichungen im Herbst.
Von wegen Alterssitz: Der einst in der Rolle des Jungmillionärs Percy Stuart bekannt gewordene Schauspieler Claus Wilcke ist als Neu-Bad-Homburger viel unterwegs.
Eine ironische Betrachtung des Aufstiegs von Jean-Jacques Rousseau zu Europas leitendem Universalkauz: Karl-Heinz Ott führt den Philosophen als Menschenfeind vor, den die Philantropen liebten und Artverwandte verfluchten.
Weltbürger und Lokalpatriot: Martin Mosebach nimmt uns mit zu seinen irdischen und literarischen Aufbrüchen. „Als das Reisen noch geholfen hat“ erzählt von Büchern, Orten und Fluchten. Vor allem der Osten zieht den Autor an.
Er habe keine Biographie, hat Friedrich Dürrenmatt einmal behauptet, seine Schriftstellerei ziele von ihm weg. Nun zeigt der Peter Rüedi, wie Autor, Leben und Werk doch zusammenfinden.
Nicht zu fassen, dass wir darauf Jahrzehnte warten mussten: Wilfried F. Schoellers Biographie Alfred Döblins schließt eine klaffende Lücke.
Vom Wunschbild der Antike, das uns die Archäologen schufen: Mary Beard führt recht streng durch die Reste von Pompeji und weist auf eklatante Mängel hin.
Der Tiguan ist ein beliebter Alleskönner, der sich in der Großstadt wohler fühlt als im Abseits des Geländes. Volkswagen hat ihn renoviert und die Latte noch höher gelegt. Dann darf man auch an Kleinigkeiten mäkeln.
Nicht die Abwertung als solche hat Kraft, sondern ihre Bedeutung zählt: Der französische Psychiater Boris Cyrulnik hat eine wohltuend klischeefreie Phänomenologie des Schamgefühls verfasst.
Vertikale Überforderung: Sloterdijks „Du musst dein Leben ändern“, theatralisiert in Karlsruhe. Ein Parforceritt von Thomas Bernhard bis Bushido.
Die neue Attraktion in Fußball-Europa ist Anschi Machatschkala. Im Nordkaukasus suchen sie nun einen Trainer - eine Mischung aus Dolmetscher und Dompteur. In Barcelona indes haben sie ganz andere Probleme - mit dem Trikot.
Der 3. Oktober ist für Paul Krüger eine Art Geburtstag. Das Ende der DDR war für ihn der Beginn eines zweiten Lebens - als Berufspolitiker. In wenigen Jahren stieg er in Bonn zum Minister auf. Jetzt ist er Oberbürgermeister von Neubrandenburg. Es ist einsam um ihn geworden.
Meist stellt sie unnahbare oder leise Charaktere dar. An der Ermittlerin, die sie im „Tatort“ spielt, genießt Nina Kunzendorf die Abwechslung.
Morgen in der Premiere von Chabriers „L’Étoile“ an der Oper Frankfurt ist er König Ouf: ein Gespräch mit Christophe Mortagne.
Antonia S. Byatt schenkt uns einen phänomenalen Bildungsroman, drei Jahre nach dem Welterfolg „Der weiße Tiger“ vermasselt Aravind Adiga sein neuestes Werk, und Thea Sternheim gelingt das Kunststück, 10.000 fesselnde Seiten Tagebuch zu schreiben. Die F.A.Z.-Romane der Woche.
Die Galerie Beck und Eggeling arrangiert eine erste Begegnung von Paul Klee und Fausto Melotti. Die Gemeinsamkeiten der Arbeiten sind erstaunlich, konnte doch das Leben der Beiden kaum unterschiedlicher sein.
Der FC Bayern bringt mit seinem ehrgeizigen Konzept die gesamte Basketball-Bundesliga auf Trab - die Wettbewerbssituation verändert sich deutlich. Schuldentreiber sind die Münchner aber offenbar nicht.
was. BAD HERSFELD. 100 Jahre nach dem Tod des Philologen und Lexikographen Konrad Duden, der viele Jahre in Bad Hersfeld wirkte, öffnet heute in der osthessischen Stadt eines der ersten Mitmach-Museen, das sich mit Sprache und Kommunikation befasst.
tagne kann zaubern. Nimmt zwei der blauen Zuckertütchen von der Untertasse seines Espressos, schließt mit leichter Geste eines von ihnen in die Hand seines Gegenüber, wedelt salopp durch die Luft, schaut schalkhaft bedeutungsvoll und bittet, die Hand zu öffnen.
Ein Rundbild erweckt in Berlin das antike Pergamon zu neuem Leben: Das Pergamonmuseum öffnet mit neuem Bestand einen atemberaubenden Blick auf die griechische Metropole.
Antonia S. Byatt schenkt uns mit ihrem „Buch der Kinder“ einen historischen Roman über die Gegenwart.