Schleusenwärter des Anstands
In Amerika darf jeder fast alles sagen – viele Medien ziehen aber Grenzen und zensieren sich selbst. So druckten nur wenige Medien den Titel von Charlie Hebdo.
In Amerika darf jeder fast alles sagen – viele Medien ziehen aber Grenzen und zensieren sich selbst. So druckten nur wenige Medien den Titel von Charlie Hebdo.
Eine hochtheatrale Angelegenheit, die den Glauben an die Menschheit stärkt: Schauspieler Ulrich Matthes über seine Begeisterung für „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“.
In dem kleinen Theater „Ciné13“ auf dem Montmartre war seit längerem ein Theaterstück über die Liebe zwischen einer Niederländerin und einem Jemeniten geplant. Nun ist es vorzeitig abgesetzt worden.
Da lachen Klerikale und Kerkermeister: Es ist noch gar nicht so lang her, dass man im christlichen Abendland als Dichter seine Existenz aufs Spiel setzte, wenn man sich den Himmel mit Spötteleien ausmalte.
Unsere Väter erschließen sich unsere Reiseziele, und unsere Vaterfiguren werden verschoben. Wäre der Unruhestand doch ein matter Rentnerkalauer geblieben anstatt unsere Haltlosigkeit zu begründen.
Zwischen Kalauern und Kitsch wird sehr sehenswert das ganz Große verhandelt: „Die lächerliche Finsternis“ von Wolfram Lotz am Staatstheater Wiesbaden.
Tobias Rehberger lässt in Münster aus grauen Schaltkästen bizarre Leuchtobjekte wachsen, auf denen man sitzen kann. Auch andere Künstler bauen Skulpturen, die als Stühle oder Bars dienen. Was verrät das über unsere Idee von Ästhetik?
Hundert Viertklässler mit schlechten Sprachkenntnissen bekommen beim „Endspurt“ eine Woche lang Nachhilfe. Für sie ist dieser Unterricht wie Ferien.
Die böhmische Kapitale von Hopfen und Malz hat mehr zu bieten als nur Brauereien und Gaststätten. Dabei kann man den Ort schon allein darum beneiden.
Reformen, die der christliche Westen schon hinter sich hat, erfassen die islamische Welt und verändern sie. Auch wenn der Terrorfeldzug von IS und Al Qaida Ängste schürt: Längst gibt es im Islam eine anpassungsfähige Mitte. Ein Kommentar.
Die Kohle hat die Reviertstadt Mons im Westen Belgiens einst reich und schön gemacht. Dann folgte die Agonie. Und jetzt hofft man auf eine Wiederauferstehung im Geist der Kunst.
Jetzt müssen sie bloß noch die Kaffeemaschine verstehen: Dorothée Arden und Michael Glebocki haben die Leitung des Frankfurter Kabaretts „Die Käs“ übernommen.
Jetzt erst recht: Ungeachtet des schlechten Images durch die Pegida-Demonstrationen will Dresdens Oberbürgermeisterin ihre Stadt zur „Kulturhauptstadt Europas“ machen. Die Bewerbung war schon im November geplant.
Die FDP hat sich beraten lassen – und will zurück zu ihren Wurzeln als Wirtschaftspartei. An diesem Dienstag findet ihr traditionelles Dreikönigstreffen statt, die ersten Unternehmer kommen wieder. Doch werden auch die Wähler folgen?
Der Schwabe Veit Utz Bross ist fasziniert von Ladakh und reist regelmäßig in den westlichen Teil des Himalaja-Gebirges, um dort zu helfen.
Aus den Trümmern zur Premiere: Günther Rühle hat seine Geschichte des Theaters in Deutschland mit einem exzellenten zweiten Band über die Jahre 1945 bis 1966 fortgesetzt.
Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh’ ich wieder aus: Mit Wilhelm Müller als Cicerone durch die eisstarre Landschaft von Sachsen-Anhalt.
Die Hanauer Puppenbühne Richter spielt für Kinder und Erwachsene Theater mit Niveau. Es handelt sich um ein Familienunternehmen, das auch mit seiner technisch aufwendig ausgestatteten mobilen Bühne unterwegs ist.
Heidemarie Wieczorek-Zeul, die „rote Heidi“, über ihre vermeintlich klassenkämpferische Haarfarbe und „das große Glück“, elf Jahre Ministerin für Entwicklungshilfe gewesen zu sein.
Das Jahr neigt sich dem Ende. Auch viele Frankfurter haben sich für den Jahreswechsel bereits mit Pyrotechnik eingedeckt. Unsere Autorin verrät, wo der Ausblick auf das Feuerwerk in Frankfurt am besten ist.
Was hat Arbeit mit Theaterspielen zu tun? Erstaunlich viel. Daher entdecken findige Unternehmen die Vorteile des kreativen Spiels. Denn das kann Hemmungen abbauen und so Türen öffnen.
Nur wer die Musik Richard Wagners liebt, sollte sie inszenieren dürfen. Nur Liebende können blinde Flecken und Monstrositäten des Werkes erkennen. Ein Plädoyer für ein Sabbat-Jahr der Wagner-Regie.
Thái Công Quách richtet die Häuser deutscher Millionäre ein: Er macht das Wohnzimmer zum Club und die Küche zur Bar. Ein Gespräch über Geschmack und die Freude des Wohnens.
Der Kampfeinsatz in Afghanistan hat die Bundeswehr stärker verändert als jede andere Auslandsmission. Nach 13 Jahren fällt die Erfolgsbilanz durchwachsen aus.
Angela Merkel ergriff nach eigener Auskunft „die blanke Panik“, bevor sie ihre erste Rede auf einem Parteitag hielt. Die Angst vor dem Debüt im Beruf kennt nicht nur die Kanzlerin: Vier schweißtreibende Protokolle.
Die Kirchen nehmen so viel Geld ein wie nie. Trotzdem müssen Gläubige ihren Pfarrer selbst bezahlen. Wird der Kirchgang zum Luxus?
Der technische Fortschritt hat unser Leben einfacher gemacht. Aber mehr Zeit haben wir nicht.
Die Südstaatenmetropole Memphis sucht Investoren um Elvis Presleys legendäres Anwesen Graceland aufzupolieren. Dafür werden auf dem Kapitalmarkt bis zu 125 Millionen Dollar an Anleihen platziert.
Vorweihnachtszeit in Familien, das ist Hektik und Chaos, Improvisationsbedarf und Stresstest. Wie wir die Zeit von Krippenspiel und Weihnachtssingen überstehen. Und welche Beschwörung uns gerade noch gefehlt hat.
Nordrhein-Westfalen ist eigentlich ein reiches Land. Trotzdem macht es ständig neue Schulden. Die Infrastruktur verrottet, die Kommunalpolitik versagt, der Einfluss in Deutschland schwindet. Wie konnte das passieren?
Auf einer Brache in Kreuzberg sollen Luxuswohnungen entstehen. Aus Protest haben Unbekannte jetzt Berlins berühmteste Graffiti übermalt.
Galoppierende Schwindsucht des Anstands: Jonas Lüschers „Frühling der Barbaren“ ist nun als Bühnenfassung am Staatstheater Wiesbaden zu sehen.
Lange ist sie noch nicht im Amt, doch sie hat es bereits geprägt: Monika Grütters, seit einem Jahr Kulturstaatsministerin, weiß mit der Öffentlichkeit umzugehen.
Wie können Spitzenathleten im Kampf gegen Gewalt helfen? Wie vermitteln sie Kindern und Jugendlichen Orientierung? In Berlin gibt es ein Projekt an 30 Schulen. Ein Gespräch über Motive und Möglichkeiten.
As Vladimir Putin revives the tradition of wars of aggression on European territory, the Russian past has be adjusted - in speaking of the Molotov-Ribbentrop pact as good foreign policy.
Wieso machen die in Berlin aus Arthur Schnitzlers „Das weite Land“ ein weltlos dümmliches Fernsehseifenopernspiel? Fragen an einen Abend im Deutschen Theater.