Standorttreue
Rekordverdächtige Zuschauerzahlen und Einnahmen geben beim Schauspiel Frankfurt Grund zur Freude. Dabei machen dem Haus Gedanken an eine dingend nötige Generalsanierung zu schaffen.
Rekordverdächtige Zuschauerzahlen und Einnahmen geben beim Schauspiel Frankfurt Grund zur Freude. Dabei machen dem Haus Gedanken an eine dingend nötige Generalsanierung zu schaffen.
Es ist eine Jahrhundertchance mit großem Potential für ein Desaster: Vorhang auf für die Debatte um die Zukunft der Städtischen Bühnen.
Die Kulturpolitik wird das Soziale stärker in den Blick nehmen. Die neue Stadträtin macht auch deutlich, dass die Freiheit der Künste ihre Leitidee ist, an der sie niemanden rütteln lässt.
Abgestumpft gegen Blut und Wunden, nicht aber gegen die Schmerzen der Verwundeten – Alltag in den Hospitälern. Wie es in einem deutschen Hospital in Alexandrien zugeht, berichtet die Frankfurter Zeitung am 21. Juli 1916.
Wettstreit der Egos, Plastikdrachen für die Premierengäste: Nuran David Calis inszeniert die Uraufführung von Albert Ostermaiers Komödie „Gold“ zur Eröffnung der Nibelungen-Festspiele.
Nach dem McLaren-Bericht über staatliches Doping ist kaum vorstellbar, dass ein russisches Team bei Olympia startet. Auch der Blick über die Spiele in Rio hinweg verheißt nichts Gutes.
Gershwins „Porgy and Bess“ ist eine Oper mit Hits und ein Werk für schwarze Sänger, das viele Fragen stellt. Während in Amerika über Schwarz und Weiß diskutiert wird, kommt es nach Frankfurt.
In Cleveland beginnt in wenigen Stunden der Parteitag der Republikaner und die Krönungsmesse für Donald Trump. Die Stadt im Staat Ohio stand für ein halbes Jahrhundert amerikanischen Abstiegs als Industrienation – aber sie hat sich gefangen.
Griechenlands Wirtschaft steht auf tönernen Füßen. Nichts funktioniert. Die Regierung Tsipras knüpft an die Vorgänger an: Sie versagt auf ganzer Linie.
Die japanische Theatergruppe „Chiten“ spielt in Mülheim Bertolt Brechts Fragment „Der Untergang des Egoisten Johann Fatzer“. Brecht meinte, das Stück sei „unaufführbar“. Doch siehe da: Es geht.
Auch viele von Erdogans Gegnern sind beim gescheiterten Militärputsch auf die Straße gegangen. Dessen Niederschlagung als Erfolg der Demokratie zu feiern, klingt nur zu schön, um wahr zu sein.
Gibt es zwischen dem Putschversuch und der folgenden Verhaftungswelle einen Zusammenhang? Einiges spricht für die These, dass hohe Offiziere Erdogans Säuberung in Militär und Justiz zuvorkommen wollten.
„Kommunikation“, „Eigentum“, „Marke“ - man darf gespannt sein, was Chris Dercon mit der Berliner Volksbühne anstellt. Indes lässt ein Geburtstagsbrief eine neue Front erahnen.
Serdar Somuncu ist prollig und vulgär – und eine kluge Stimme in deutschen Talkshows. Bekannt geworden ist er mit „Mein Kampf“-Lesungen. Wer ist dieser Mann?
Viele Schüler nutzen die Sommerferien, um ihr Taschengeld aufzubessern. Minderjährige tun sich dabei allerdings oft sehr schwer.
Dann kreischen wir eben wie Tiere! Ukrainische Binnenflüchtlinge aus den besetzten „Volksrepubliken“ schildern ihr zerrissenes Schicksal mit den Mitteln einer dokumentarischen Theaterperformance.
Fußgänger, Rad- und Autofahrer sollen sich in der Innenstadt rund um den Kaiserplatz nicht länger in die Quere kommen. Ob sie die Änderungen jedoch annehmen, muss erst erprobt werden.
Direkte Demokratie lockt damit, dass das Volk bestimmen darf, was als Nächstes passiert. Doch das ist gefährlich.
Es ist nicht immer von Vorteil, wenn die künstlerische Ambition die geschlossenen Räume von Museum und Theater verlässt. Die Aktion in einem Berliner Apple-Store führte jedenfalls zu einem Polizeieinsatz.
Ende einer langen Laufbahn: Margit Neubauer und Franz Mayer gehen nach 39 Jahren an der Oper Frankfurt in den Ruhestand.
Mit seiner deutsch-russischen Orchester-Akademie will Valery Gergiev einen Kontrapunkt setzen zur Misere im politischen Verhältnis beider Länder. Das Abschlusskonzert im Berliner Konzerthaus wurde zu einer Schule der Kunstfrömmigkeit.
In Sossenheim wird ein Sport getrieben, den die meisten nur aus dem Fernsehen kennen: Wrestling. Es geht um Schläge, Tritte, Würfe - aber vor allem darum, eine Geschichte zu erzählen.
Morbider Reiz: Joanna Ebenstein arbeitet am „Morbid Anatomy Museum“ in Brooklyn. In einem Buch erkundet sie die Geschichte der zerlegbaren Wachsfiguren und widmet sich der ästhetischen Verarbeitung des Todes.
Während in Rio noch immer nicht alles fertig ist, steht das Olympische Dorf von 1936 noch immer.
In der Theaterwelt wird beargwöhnt, dass der künftige Intendant der Volksbühne aus der Bildenden Kunst kommt. Die Berliner Senatskulturverwaltung bestätigt Personalkürzungen und nennt sie einen „ganz normalen Vorgang“.
Neu in der Stadt? In Zeiten des Internets ist das kein Problem. Eigentlich. Gleich mehrere Nachbarschaftsvernetzer treten an, die Anonymität zu durchbrechen. Das ist schwerer als gedacht.
Eigentlich hatte sich José Carreras schon 2009 von der Bühne verabschiedet. Jetzt kehrt der Tenor in Wien zurück in einer Oper über die Franco-Diktatur in Spanien – „El Juez“ von Christian Kolonovits.
Nachts steigt das Risiko deutlich, einen schweren Verkehrsunfall zu verursachen. Eine neue Generation von LED-Scheinwerfern soll Abhilfe schaffen.
Mit der Ausstellung über das Goldene Zeitalter in Spanien leistet die Gemäldegalerie in Berlin Großes: Von Velázquez bis Zurbarán teilen Maler und Bildhauer in diesen Jahren ein dunkles Geheimnis.
In Schwerin tobt ein Streit über den Auftritt eines Elefanten bei den Schlossfestspielen. Tierschützer laufen Sturm, doch Theaterintendant und Elefantenbesitzer geben sich unbeeindruckt.
In Warschaus Innenstadt auf junge EU-Befürworter zu treffen, ist nicht schwierig. Sie verstehen sich als Europäer. Doch sie haben Angst.
Aus der Ernennung von Chris Dercon als neuen Intendanten der Berliner Volksbühne hat sich ein Kulturkampf entwickelt – mit einem Senat, der sich bislang schwertut, die Ängste vor dem künstlerischen Ausverkauf des Hauses zu zerstreuen.
Nichts leichter, als einem Kind jedes Vertrauen zu nehmen. In ihrem Jugendroman „Wünsche sind für Versager“ zeigt Sally Nicholls, wie schwer der Weg zurück ist. Und warum er nicht ungangbar ist.
Friederike Harder ist das Gesicht hinter der Maske. Die Maskenbildnerin an der Hamburger Oper klebt Bärte und Glatzen, schminkt Wunden und formt ein Doppelkinn
Sie eröffnet Zuschauern neue Räume, muss aber das Budget im Blick halten: Bühnenbildnerin Bettina Meyer über ihren Beruf, der manchmal missverstanden wird.
Der Streit an der Berliner Volksbühne nimmt immer obskurere Formen an. Wie konnte er derart aufbranden - und worum geht es eigentlich?