Viel zu teuer
Der Provokationskünstler Jonathan Meese hatte noch beteuert, „Richard Wagner sachlichst dienen“ zu wollen. Allein von seinen Vorstellungen der „Parsifal“-Inszenierung 2016 sah man sich in Bayreuth überfordert. Finanziell.
Der Provokationskünstler Jonathan Meese hatte noch beteuert, „Richard Wagner sachlichst dienen“ zu wollen. Allein von seinen Vorstellungen der „Parsifal“-Inszenierung 2016 sah man sich in Bayreuth überfordert. Finanziell.
Fulminante Gala für eine Schlüsselfigur der Operngeschichte: Die Sängerin Diana Damrau und der Dirigent Antonio Pappano feiern in Rom den großen Komponisten Giacomo Meyerbeer.
Im Zeitalter der Ratten: Richard Wagners „Lohengrin“ bei den Bayreuther Festspielen wird dank Klaus Florian Vogt in der Titelrolle und Andris Nelsons am Dirigentenpult zum Ereignis. Bayreuth 2014 erlebt einen ersten Triumph.
Klavier zu lernen muss keineswegs weh tun: Der Pianist Chilly Gonzales, gerade erst richtig berühmt geworden, hat in Berlin eine Unterrichtsstunde zelebriert. Man kann sich das jetzt anschauen.
Der vor 150 Jahren geborene Richard Strauss war der erfolgreichste Komponist seiner Zeit. Man hat sich angewöhnt, seine himmlische Musik von seinem spießigen irdischen Lebenslauf sauber zu trennen. Warum?
Ja, sind sie denn alle verrückt geworden? Warum bieten die drei teuersten Osterfestspiele in Berlin, Baden-Baden und Salzburg mit Wagners „Tannhäuser“, Puccinis „Manon Lescaut“ und Strauss’ „Arabella“ nur abgewetztes Standardrepertoire an?
In München führt der Künstler Matthew Barney mit viel Prominenz eines der teuersten Filmprojekte der Kunstgeschichte vor. Nach sechs Stunden „River of Fundament“ stellen sich unliebsame Fragen.
Der Regisseur Nicolas Stemann bringt in Berlin zum zweiten Mal Elfriede Jelineks „Rein Gold“-Essay auf die Bühne. Entlockt die Originalwagnermusik dem Text mehr Sinn?
Diese Rolle muss eine besondere Herausforderung gewesen sein: Iris Berben als Gattin, Witwe und Gralshüterin des Großkomponisten Richard Wagner. Im Gespräch mit der Schauspielerin wird ein innerer Zwiespalt sehr deutlich.
Seit hundertfünfzig Jahren streiten sich die Wagners um ihr Erbe: Eine deutsche Musikerfamilie im Dauerclinch. Fürs ZDF-Fernsehspiel schrecken sie jetzt vor gar nichts mehr zurück. Nicht mal vor Mord.
Vor hundert Jahren endete die Schutzfrist für Richard Wagners letzte Oper „Parsifal“. Sofort brach ein beispielloses „Parsifal“-Fieber aus, ein halbes Jahr vor Beginn des Ersten Weltkriegs. Warum?
Ihre Cousins und Cousinen, auch ihre jüngere Schwester Nike, stritten öffentlich über Richard Wagners Erbe. Sie kämpfte gegen das, was sie die „Possen“ Bayreuths nannte. Zum Tod der Künstlerin Iris Wagner.
Im Jahr seines zweihundertsten Geburtstags ist der Großkomponist Richard Wagner in der Traumfabrik präsent wie eh und je. Da es um die Affekte und Effekte seiner Musik geht, sieht man hier über seinen Antisemitismus eher hinweg.
Im 19. Jahrhundert bezog man in den gebildeten Schichten leidenschaftlich Position für Johannes Brahms oder Richard Wagner, doch im 21.
Vorträge12. November: „Richard Wagner und die Ideen des deutschen Nationaltheaters“, Ringvorlesung „Wagner-Perspektiven“, Referent Friedemann Kreuder, 16 Uhr, ...
Christoph Willibald Gluck ist der bewunderte Ungeliebte des Opernrepertoires. Niemand wird ernsthaft seine Bedeutung für die Geschichte der Kunstform in Frage ...
Helau in Mainz: Bei bestem Wetter feierten Tausende den Beginn der „fünften Jahreszeit“. Um 11.11 Uhr verlas MCV-Präsident Richard Wagner das närrische Grundgesetz und präsentierte das Motto der neuen Kampagne.
Heinrich von Kleist ließe sich als Dichter des Vertrauens charakterisieren. In seinem Schauspiel „Das Käthchen von Heilbronn“ soll dem schwererkrankten Grafen ...
Geriet der bayerische Märchenkönig mit dem Bau von Luftschlössern in die Katastrophe? Oliver Hilmes stellt in seiner Biographie die Lebensleistung Ludwig II. auf den Kopf.
Tannhäuser. Eine der provokativsten Produktionen der Oper Frankfurt wird am Samstag zum zweiten Mal wiederaufgenommen: Vera Nemirova verlegte Richard Wagners ...
Über den ganzen Richard Wagner kann man im aktuellen Katalog des Stuttgarter Antiquariats Drüner lesen – vom gezielten Selbstdarsteller bis zum erfindungsreichen Komponisten.
Ein Feuerwerk aus Licht und Glanz und purem C-Dur bricht aus, pünktlich stellen sich alle Nackenhaare auf. Die Welt ringsum ist versunken, oder sie fliegt an dieser Stelle in die Luft. Der letzte Teil unserer Wagner-Serie.
Witz, Phantasie, Intelligenz und zugleich ein tiefer Ernst, der Selbstironie nicht ausschließt - das alles hat das Kunstfest „Pèlerinages“ in Weimar während
Schlaff sitzen die Leute im Käfig des Diesseits. Die Welt ist ohne Zauber, alle Konflikte sind neutralisiert zum Grau einer großen Koalition.
Meine absolute Lieblingsstelle: Die „selige Morgentraum-Deutweise“ aus dem letzten Aufzug der „Meistersinger“. Oder, um genau zu sein: deren Taufe, noch genauer - der Übergang zum folgenden Quintett. Diese paar Takte sind unerreicht.
Das Thema einer wie auch immer gearteten Erlösung nimmt im Opernschaffen Richard Wagners einen prominenten Rang ein. Ganz besonders gut gefiel dem dichtenden ...
Dem alleinigen Gott die Ehre - „Soli Deo Gloria“ - so lautete der Titel des von Günther Graf von der Schulenburg privat initiierten Musikfestivals in
Es sind ja die ergreifendsten Momente im „Rheingold“ gerade jene, in denen Wagners Genius sich rein musikalisch ausdrückt, ohne Worte. Aber bereits hier setzt auch der Deutungsfuror ein.
Mefistofele. Nur eine Oper hat Arrigo Boito vollendet. Doch für die wählte der auch als Schriftsteller und Librettist tätige Komponist einen denkbar ...
6.Mainz, Staatstheater: Arrigo Boito „Mefistofele“. Musikalische Leitung: Hermann Bäumer, Regie: Lorenzo Fioroni7.Weimar, Nationaltheater: Richard Wagner ...
Isolde, die Tristan nicht töten kann. Warum? Es ist die Phrase „Er sah mir in die Augen“. Isolde trinkt diesen Blick, er ist der eigentliche Liebestrank. Das Dämonische in Wonne und Schmerz wird so Ereignis.
Die ersten dreiundsiebzig Takte des „Rienzi“ sind Richard Wagners erstes Meisterwerk. Völlig entfesselt jagen dabei die Zweiunddreißigstel-Triolen der Geigen und Bratschen das Orchester vor sich her.
Richard Wagner vermengte für sein Erlösungsdrama Juden-, Germanen- und Christentum mit diversen Mystiken und braute daraus seine Menschheitsutopie. Daraus steigt Klarheit, Wahrheit.
Wie kein zweiter konnte sich Richard Wagner kompositorisch in den Schmerz seiner Figuren einfühlen. Woher hatte er diese Gefühlstiefe? Wagner kannte den Schmerz.
„Die Meistersinger von Nürnberg“ werden von Stefan Herheim ins Biedermeier verlegt, mit allen Putzigkeiten, Locken und Borten. Nur die Nacht- und Schattenseiten kommen zu kurz.
Bei der Bayreuther „Götterdämmerung“ ist schon vor dem Ende die Luft raus. Dem Pfeifkonzert des Publikums aber stellt sich der Regisseur Frank Castorf. Mit dem Stoff des „Rings“ hat er sich gar nicht erst befasst.