Die Geister von Karatara
Teboho Edkins hat Menschen einer Siedlung in Südafrika gefilmt, die Pierre Crocquet vor Jahren fotografierte. Zu sehen in der Frankfurter Galerie Middendorff.
Teboho Edkins hat Menschen einer Siedlung in Südafrika gefilmt, die Pierre Crocquet vor Jahren fotografierte. Zu sehen in der Frankfurter Galerie Middendorff.
Von diesem Donnerstag an ist der Film „Die Ermittlung“ im Kino zu sehen. Er führt zurück zu den Verbrechen der Nationalsozialisten und in das Frankfurt vor 60 Jahren. Den Prozessverlauf begleitete die F.A.Z. seinerzeit akribisch.
Robert Doisneau hat unser Bild von Paris geprägt. Zu den Olympischen Spielen erscheint nun ein großartiges Buch mit unbekannten Aufnahmen des Fotografen.
Wie man den Kanon umschreibt: Lena Brasch inszeniert Stücke über Britney Spears und macht eine Fernsehsendung über Lieblingsbücher. Ein Porträt.
„Diaries“ nennt Peter Bialobrzeski seine Serie von Stadtporträts, für die er mit ungewöhnlichem Blick festhält, was dem Spaziergänger an Gewöhnlichem begegnet.
Rosemary Tonks war eine Schriftstellerin, die irgendwann im Schreiben nur noch Satanisches fand und verstummte: Nun erscheint auf Deutsch ihr Roman „Der Köder“.
Hubert Seipel bekam von einem russischen Oligarchen eine sechsstellige Summe für Bücher über Russland. In einem Interview hatte er bestritten, Geld aus Moskau erhalten zu haben. Nun schließt ihn das Netzwerk Recherche aus.
Seinen Vornamen fand er blöd, dem sensationellen Erfolg tat das keinen Abbruch: Eine Ausstellung in Marbach würdigt zum hundertsten Geburtstag den Suhrkamp-Verleger Siegfried Unseld.
Den ersten Hype löste die Pflanze vor über hundert Jahren aus, aber die Faszination für ihr Blüten- und Farbenspiel ist ungebrochen.
Mit Nachkriegskunst den alten Schutt wegräumen: Die Münchner Pinakothek der Moderne zeigt, was sie bei Otto van de Loo alles erworben hat.
Es wird noch immer nicht die letztentdeckte Fälschung Beltracchis sein: Ein weiteres Werk des Expressionisten Heinrich Campendonk in einem japanischen Museum stammt in Wahrheit von dem Kunstbetrüger.
Gegen den Blick weißer Männer, die in den Fünfziger-, Sechziger- und Siebzigerjahren geboren wurden: Isabella Caldart sinniert über Nirvana, interessiert sich dabei aber nicht besonders für die Musik der Band.
Donald Trumps Vizekandidat J. D. Vance hat Ideen für eine populistische Wirtschaftspolitik, die sich klar vom traditionellen Weltbild der Republikaner abheben. Manchmal geht er sogar noch weiter als Donald Trump selbst.
Maiken Albert hat Caspar David Friedrichs Heimatbesuch im Sommer 1818 zum Thema eines Comics gemacht. Und die Arbeiten des Künstlers zu ihren Vorlagen.
Der Umgang mit den Flüchtlingen aus dem Nachbarland ist ein unlösbares Problem für Erdoğan. Er will auf Assad zugehen. Doch das funktioniert nicht.
In den Zwanzigerjahren erwarb der Amsterdamer Kunsthändler Jacques Goudstikker ein wertvolles Porträt Hans Schöpfers. Nun gibt das Münchner Lenbachhaus das im NS „verfolgungsbedingt entzogene“ Bild an die Erbin zurück.
Der Publizist hat einen weiten ideologischen Weg hinter sich, bis er als Chefredakteur das rechtsextreme „Compact“-Magazin leitete. Die kurvenreiche Vita von Jürgen Elsässer.
Die Zeit, als es Bagels in Amerika nur in New York gegeben hat, ist lange schon vorüber. Aber man bekommt dort noch immer die besten. Etwa beim Bagel Boss. Ein Besuch.
Die Generalsanierung des Schienennetzes hängt an Berthold Huber. Der Bahnmanager stammt aus einer Familie „voller Professoren“ und hat auf alles eine Antwort. Hoffentlich die richtige.
Die italienische Autorin Jhumpa Lahiri bebildert in „Das Wiedersehen“ den alltäglichen Rassismus in Rom.
Einer der bedeutendsten literarischen Chronisten des zwanzigsten Jahrhunderts ist endlich wiederzuentdecken: Die Werkausgabe von Manès Sperber.
Beim Festival in Aix-en-Provence zeigt William Kentridge eindrucksvoll und unterhaltsam, was Flucht bedeutet. Barrie Kosky bringt einen kranken König auf die Bühne, für den der große Johannes Martin Kränzle alles gibt.
Was treibt die Menschen im Sommer in die Mais- und Sonnenblumenlabyrinthe? Offenbar eine tiefe Sehnsucht nach Orientierungslosigkeit.
Werke von acht Künstlern sind in diesem Sommer auf der Burg im Taunus zu sehen, darunter Klamottenstapel, ein Christo, viel Gold und Frauen aus Bronze.
Der beste Freund des Menschen als Symbol der britischen Identität: Eine Auktion historischer Hundeporträts in Edinburgh erzählt von der Liebe des Adels zur Jagd, Vorlieben der Dandys und kriegerischen Idealen.
Bryan Adams rockt nicht nur seit vier Jahrzehnten mit viel Erfolg, er ist auch ein anerkannter Fotograf. Leica zeigt in Wetzlar eine Werkschau. Einige Bilder sind erstmals in Deutschland zu sehen. Trigger-Warnung inklusive.
Die zehn Gebote fordern: „Ehre deinen Vater und deine Mutter.“ Doch was muss dafür bisweilen alles an Erinnerungen und Erkenntnissen überwunden werden! Ein Gastbeitrag.
Er ist der wichtigste Fotograf der Gegenwart. Niemand packt in seine Bilder so viele Motive und Informationen wie er. Jetzt wird der große Lee Friedlander neunzig Jahre alt.
Katharina Zweig ist eine Informatikerin, die Künstliche Intelligenz so gut erklären kann wie Christian Drosten die Viren. Sie warnt vor zu viel Regulierung – und zu hohen Erwartungen.
Er ist Turnierdirektor der Fußball-Europameisterschaft, Unternehmer und ein zurückhaltender Mensch. An diesem Sonntag hat Philipp Lahm seinen ganz großen Auftritt.
Auf der Straße und im Armenhaus fand er eine neue Wahrheit der Kunst: Die Berliner Gemäldegalerie feiert das Werk des niederländischen Malers Frans Hals.
Ferdinand Hodler bleibt der Star in Schweizer Auktionssälen: Rückblick auf ein erstes Halbjahr ohne große Extravaganzen im Schweizer Versteigerungsmarkt.
Die Lieblingsinsel von Deutschen und Briten entwickelt sich immer mehr auch zur Weininsel. Ein neues Buch stellt Winzer und Weingüter vor.
In unserer Hörerfolge stellen wir uns Ihrer Kritik. Berichten wir einseitig? Wer bestimmt die Linie und ruft morgens der Kanzler an? All das besprechen wir mit Herausgeber Berthold Kohler.
Shelley Duvall war eines der großen Kinogesichter der Siebzigerjahre. Mit Robert Altman drehte sie sieben Spielfilme, aber durch ihren Auftritt in Kubricks „Shining“ schrieb sie Filmgeschichte. Eine Hommage.
58 Jahre des Schmerzes sind vergangen, seit England einen großen Fußball-Titel gewann. Bei dieser EM flogen anfangs Bierbecher gegen den Trainer, der im Finale seine vielleicht letzte Aufgabe erfüllen muss.