Er galt als der Judas Frankreichs
Doch in Haft kannte er sich nicht mehr vor Kampfbegier: Eine Ausstellung setzt Alfred Dreyfus in neues Licht. Und in den Kontext des aktuellen Antisemitismus.
Doch in Haft kannte er sich nicht mehr vor Kampfbegier: Eine Ausstellung setzt Alfred Dreyfus in neues Licht. Und in den Kontext des aktuellen Antisemitismus.
Seit 70 Jahren prämiert der World Press Photo Award journalistische Fotografie. Zuletzt verstörte vor allem die Auswahl der europäischen Jury. Jetzt wurde das „Foto des Jahres“ bekannt gegeben.
Frankreichs Planungskommissar Clément Beaune sieht im Regierungswechsel in Berlin Chancen auf eine Verbesserung des deutsch-französischen Verhältnisses. Der Trump-Schock könne dabei helfen, sagt er im F.A.Z.-Interview.
Trump geht nicht auf Selenskyjs Einladung in die Ukraine ein – und teilt weiter gegen ihn aus. Kiew habe den Krieg begonnen und rufe nun um Hilfe, behauptet er. Sein Sondergesandter lobt die Gespräche mit Putin als „fesselnd“.
Eishockeyspieler Moritz Müller musste schon immer härter arbeiten als der Rest. Nur ein Titel, der fehlt noch. Im DEL-Finale gegen die Eisbären Berlin hat der Kölner Kapitän plötzlich die Chance dazu.
Bisweilen verstörend: Das Pariser Musée d’Art Moderne zeigt in „Matisse und Marguerite“, wie unermüdlich und wandlungsreich der Vater seine Tochter dargestellt hat.
Die scheidende Bundesregierung will die Zahl der Tierversuche reduzieren. An einer Strategie haben auch Wissenschaftler mitgearbeitet. Doch der Entwurf gefällt ihnen nicht.
Piet de Moor erzählt, was J. D. Salinger 1945 im Nachkriegsdeutschland gemacht haben könnte. Über das Fortwirken eines literarischen Mysteriums.
Kann und vor allem darf KI auch Kunst? Die aktuelle Debatte ist unser Motiv der Woche. Wie nah bringt Ihre Beschreibung die KI an das Originalbild? Jetzt Wortmalerei ausprobieren.
Den Bernern wird eine gewisse Bedächtigkeit nachgesagt. Auch ihre Brauer nehmen sich viel Zeit und produzieren hochwertige Gerstensäfte, die ihre Stadt und ihren Kanton zum Bier-Epizentrum der Schweiz gemacht haben.
25 Fotografen, 600 Bilder: Nie zuvor wurde deutsche Fotokunst in Italien in einer solchen Dichte präsentiert. Die Schau in der Mailänder Fondazione Prada trifft einen Nerv.
Das kommt davon, wenn man einem literarischen Vorbild folgt: Die deutsche Anthony Powell Gesellschaft hat wegen ihrer Festmäler Ärger mit dem Finanzamt. Der Schluss daraus ist weniger deutsch als britisch.
Tschetscheniens Herrscher Kadyrow lässt den Leichnam eines Messerangreifers ausstellen. Er selbst soll unheilbar krank sein – und will die Macht an seinen jugendlichen Sohn weitergeben.
Gedruckt sah man's noch ganz anders: In einer großen Retrospektive bringt die Fondation Louis Vuitton auch David Hockneys Spätwerk überraschend zur Geltung.
Ein Erfolgsautor findet keine heile Welt: Das Charles-Dickens-Museum feiert seinen 100. Geburtstag und zieht Bilanz.
Immer weniger Menschen finden sich mit dem ab, was in der Vergangenheit „eben so gemacht“ worden ist – das gilt auch für Bestattungen. Die „Reerdigung“ bricht mit der Tradition.
Luzia Schmids Dokumentarfilm „Ich will alles“ über Hildegard Knef lässt das Zugpferd des deutschen Kinos der Fünfziger zu Wort kommen: unkommentiert, aber aussagekräftig.
PVA Tepla strebt die globale Expansion an. Mit den größten Chip-Herstellern der Welt ist das Unternehmen in Kontakt. Die neue Vorstandsvorsitzende erklärt erstmals öffentlich ihren Weg zur Umsatzverdopplung.
Donald Trump hat sich öffentlich über ein Porträt von ihm beschwert und der Malerin unlautere Absichten vorgeworfen. Nun meldet sie sich zu Wort und verteidigt ihr Gemälde.
Alexander Owetschkin übertrifft den NHL-Torrekord von Wayne Gretzky, von dem viele annahmen, er sei für die Ewigkeit. Der Russe fällt aber auch immer wieder durch seine Nähe zu Wladimir Putin auf.
DJ Hell und der Künstler Jonathan Meese haben eine Platte aufgenommen: „Gesamtklärwerk Deutschland“ ist der nächste Schritt, das ganze Land unter die Führung der Kunst zu stellen. Auch Meeses Mutter Brigitte singt mit.
Tepito ist berüchtigt für Gewalt und Drogenhandel. Nun locken Führungen Besucher in das wilde Viertel mit seinem farbenfrohen Markt. Ist das dunkler Tourismus oder ein positiver Beitrag für die Nachbarschaft?
Donald Trump zahlt es nun auch uns deutschen Schmarotzern heim, dass wir Amerika vergewaltigt haben. Was soll nun bloß aus Alice Weidels transatlantischem Techtelmechtel werden?
Sie suchten, den neuen Weimarer Staat gegen die Extreme von links und rechts durch einen Humanismus zu stützen: Robert Powers über Adolf von Harnack und Werner Jaeger.
Was kann man wissen über einen Großvater, der starb, als man selbst drei Jahre alt war? Eric Schneider erzählt in „Opi“ von einem Lokführer, der bei einem der schlimmsten deutschen Zugunglücke ums Leben kam.
Die Frau, die nicht zu kurz kommen wollte: Das Museum Folkwang in Essen widmet der Künstlermuse Alma Mahler-Werfel und dem Maler Oskar Kokoschka eine faszinierende Ausstellung.
Ausnahmsweise an den Frauen (fast) vorbei: Lothar Müller erkundet mit Giacomo Casanova das achtzehnte Jahrhundert. Alltägliches spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle wie große politische Verschiebungen.
Seit einigen Tagen kann Künstliche Intelligenz deutlich mehr beim Erstellen von Bildern. Nicht nur ChatGPT, auch Google, Ideogram und ein Dienst namens Reve trumpfen mit neuen Fähigkeiten auf. Eine Analyse mit Beispielen.
Das ZDF widmet dem legendären Showmaster Hans Rosenthal zu dessen 100. Geburtstag eine Hommage. Der Film „Rosenthal“ spart nicht aus, wie unsensibel der Sender dem Holocaustüberlebenden begegnete.
KI-generierte Bilder im Stile des japanischen Zeichenstudios Ghibli fluten das Netz. Sie machen weder vor Urheberrechten noch vor Geschmacklosigkeiten halt. Selbst das Weiße Haus macht mit.
Die größte türkische Oppositionspartei kämpft um die Freilassung İmamoğlus. Dabei macht sie eine bessere Figur, als viele ihr zugetraut haben.
In der Schweiz gibt es nur eine Handvoll Gerichtszeichner. Erika Bardakci-Egli ist eine davon. Manchmal folgen schlaflose Nächte nach getaner Arbeit.
Garagen waren in der DDR Rückzugsräume und Ideenschmieden. Auch heute sind sie noch begehrt. Unsere Fotografin hat ihre Besitzer porträtiert: Was bewahrt man in den Räumen auf, wenn man kein Auto hat?
Andersherum gefragt: Welchen Anspruch auf literarische Eigenwilligkeit muss man Büchern für junge Leser zugestehen? Ein Gespräch über „Das Herz von Kamp-Cornell“ von Susan Kreller und andere herausragende Werke.
Mit einem Schrei ins Finale: Igor Levit spielt beim Heidelberger Frühling alle fünf Klavierkonzerte von Sergej Prokofjew. Es ist ein Kraftakt, bei dem ihm der Dirigent Iván Fischer mit Ironie Unterstützung leistet.
Bilal Shourba wurde während der Revolution als „Abu Malik al-Shami“ zum bekanntesten Graffitimaler Syriens. Als Regimegegner musste er fliehen. Nun ist er zurück in seinem Land und berichtet, was er erlebt hat.