Ein Versteck 2.0 für den Mafiaboss
Matteo Messina Denaro lebte jahrelang unbehelligt in einer sizilianischen Kleinstadt. Denn im Zeitalter sozialer Medien kann sich auch die Cosa Nostra nicht ganz aus der Öffentlichkeit zurückziehen.
Matteo Messina Denaro lebte jahrelang unbehelligt in einer sizilianischen Kleinstadt. Denn im Zeitalter sozialer Medien kann sich auch die Cosa Nostra nicht ganz aus der Öffentlichkeit zurückziehen.
Nach dreißig Jahren im Versteck: Sizilien feiert die Festnahme von Matteo Messina Denaro
Seine Tumorerkrankung brachte die Ermittler auf die Spur: Nach der Festnahme des Cosa-Nostra-Bosses Matteo Denaro hofft die Polizei, in seiner Wohnung Hinweise auf die Strukturen des kriminellen Clans zu erhalten.
In einer Privatklinik in Palermo behandeln Ärzte nichts ahnend einen Mann – bis am Montagmorgen eine Spezialeinheit der Carabinieri vor der Tür steht. Hinter „Andre Bonafede“ verbirgt sich der meistgesuchte Mafioso des Landes.
30 Jahre nach dem Bombenanschlag in Palermo gedenkt Italien der Ermordung von Paolo Borsellino. Gemeinsam mit dem Anti-Mafia-Staatsanwalt Giovanni Falcone hat er den Weg für den effizienten Kampf gegen das organisierte Verbrechen geebnet.
Die Wahl des Bürgermeisters in Palermo läuft chaotisch. Das Innenministerium in Rom spricht von einem schwerwiegenden Vorfall und erstattet Anzeige. Der Grund für die Probleme ist schnell gefunden.
Für den früheren Innenminister Matteo Salvini geht es bei den Kommunalwahlen in Italien am Sonntag um viel – auch in seiner eigenen Partei steht der Rechtspopulist unter Druck.
30 Jahre nach dem Mordanschlag auf Staatsanwalt Giovanni Falcone gedenkt Italien des „Massakers von Capaci“. Die Cosa Nostra hat ihre Bedeutung eingebüßt. Andere sind weiter mächtig.
Augenzeugin und Anklägerin: Zum Tod der sizilianischen Fotografin Letizia Battaglia, die auch Dezernentin für „Urbane Lebensqualität“ in Palermo war.
„Botin des Widerstands“: Die sizilianische Fotografin Letizia Battaglia dokumentierte über Jahrzehnte die Verbrechen der Mafia in ihrem Land. Jetzt ist sie im Alter von 87 Jahren gestorben.
Nur neun Monate nach dem EM-Triumph folgt ein Albtraum: Wie vor vier Jahren verpasst Italien die WM-Endrunde. Wie konnte das nur passieren? Dafür gibt es einige Gründe. Und wie geht es nun weiter?
Markante Gebäude bleiben in Italien vorerst jeden Donnerstagabend eine halbe Stunde dunkel. Damit wollen die Städte gegen die explodierenden Strompreise protestieren.
Caravaggios Hirtenanbetung wurde 1969 in Palermo geraubt und ist seitdem verschollen. Auch ohne Autopsie hat sich in der Forschung eine Umdatierung durchgesetzt. Ein bekannter Vertrag wurde neu gelesen.
Die Sky-Serie „L’ Ora – Worte gegen Waffen“ erzählt die Geschichte einer mutigen Zeitungsredaktion in Palermo. Hier zahlen Journalisten für ihre Recherchen schlimmstenfalls mit dem Leben.
Im Streit um die Rückgabe der Parthenon-Skulpturen gerät England unter Druck. Doch Boris Johnson scheut die Entscheidung. Dabei hat er selbst einst großspurig von einer entsprechenden Gesetzesänderung gesprochen.
Sicher keine Sackgasse: Die Kunstausstellung Manifesta kommt 2026 ins Ruhrgebiet. Sie wird stark von China geprägt sein. Wird das eine kritische Veranstaltung oder pekingfreundlich?
Sprezzatura als Stilideal auf dem grünen Rasen: Eine Fotografie von Herbert List zeigt die Eleganz des Fußballs. Seine Straßenszenen aus Italien sind jetzt in einer Ausstellung der Galerie Karsten Greve in Köln zu sehen.
Um in das Innere der Mafia einzudringen, bietet Italiens Justiz kooperationsbereiten Bossen eine vorzeitige Freilassung an. Seit der Organisator eines der spektakulärsten Mafia-Morde wieder frei ist, wird darüber gestritten.
Die Perfektion ist hier nicht zu Hause: Roberto Alajmos Antireiseführer über Palermo erscheint in einer überarbeiteten Ausgabe. Sie illustriert, dass sich vieles in Siziliens Hauptstadt zum Besseren verändert hat.
Giovanni Brusca hatte 1996 gestanden, eine 500-Kilogramm-Bombe ferngezündet zu haben, bei deren Explosion der Mafia-Richter Giovanni Falcone ums Leben gekommen war. Jetzt ist er aus der Haft entlassen worden.
In Rom und Palermo müssen Hunderte Särge zwischengelagert werden, weil sie weder kremiert noch bestattet werden können. Mit der Pandemie haben die weithin als Schande beschriebenen Zustände wenig bis nichts zu tun.
Der frühere italienische Innenminister Salvini muss sich wegen Freiheitsberaubung und Amtsmissbrauchs verantworten. Er hatte das Rettungsschiff „Open Arms“ an der Hafeneinfahrt gehindert, um andere Staaten zur Aufnahme der Flüchtlinge zu zwingen.
Das deutsche Seenotrettungsschiff „Sea-Watch 4“ ist mehr als fünf Monate im Hafen von Palermo festgehalten worden. Jetzt durfte sie auslaufen. Derweil wartet ein anderes Schiff mit Hunderten Migranten noch auf die Zuweisung eines Hafens.
War der spätere Regisseur Terrence Malick für kurze Zeit der Chauffeur des Philosophen Martin Heidegger? Der italienische Politiker Leoluca Orlando ist davon fest überzeugt. Über eine Begegnung an der Universität Heidelberg am 1. März 1970.
Die Kleinstadt Comiso liegt am Rand – von Sizilien, von Italien, von Europa. Doch für den Schriftsteller Gesualdo Bufalino war ihre Piazza „der einsame Pol des Universums“: Höchste Zeit, ihn nicht nur dort zu feiern.
In Palermo verwandeln der Musikdirektor Omer Meir Wellber und der Bürgermeister Leoluca Orlando das Teatro Massimo in ein Bollwerk der Zivilgesellschaft gegen die Mafia. Und für eine humane Flüchtlingspolitik.
In Italien hat sich ein Neunjähriger offenbar das Leben genommen. Das unter Kindern verbreitete Phänomen der Gewaltanwendung gegen sich selbst soll sich während des langen Lockdowns in dem Land verstärkt haben.
In Palermo hängen die Fahnen auf halbmast. Die Stadt nimmt Abschied von einem Mädchen, dass nach einer Tiktok-Mutprobe starb. Italiens Datenschützer fordern harte Konsequenzen für das Unternehmen.
Ein zehn Jahre altes Mädchen ist einem Aufruf auf Tiktok gefolgt. Die Mutprobe endete für sie tödlich.
Die ’Ndrangheta gilt als die gefährlichste aller Mafiaorganisationen. In Süditalien hat am Mittwoch ein großer Prozess gegen den Mancusa-Clan begonnen – mit mehr als 300 Angeklagten und 900 Zeugen.
Falschspiel Biographie: Steven Price verfehlt mit seinem Roman „Der letzte Prinz“ das historische Vorbild, Graf Giuseppe Tomasi di Lampedusa.
Von Geschlossenheit im Kampf gegen die Pandemie ist in Italien derzeit nicht viel zu spüren: Die Bürgermeister liegen wegen des jüngsten Corona-Dekrets im Clinch mit Rom, die Regionen verordnen sich selbst strengere Regeln.
Giuseppe Paterno ist 96 Jahre alt. Nun hat er an der Universität von Palermo seinen Abschluss in Geschichte und Philosophie gemacht - der Corona-Pandemie zum Trotz.
Das deutsche Rettungsschiff „Sea Watch 4“ darf den Hafen von Palermo nicht verlassen. Die Behörden berufen sich auf Sicherheitsmängel. Die Seenotretter finden das absurd.
Wie stark ist eigentlich die organisierte Kriminalität in Deutschland? Der italienische Soziologe Nando dalla Chiesa, eine Ikone des Kampfes gegen das organisierte Verbrechen, hält uns den Spiegel vor.
Immer wieder halten Marienprozessionen in Italien vor den Häusern von Mafiosi, das nennt sich „Verbeugung“. Der Papst will das nun ändern. Die Figur der Maria dürfe nicht dem „Einfluss mafiöser Organisationen“ ausgesetzt sein.